Lieb & Teuer

Sonntag, 24. November 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 25. November 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

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Altarbild "Mariä Tempelgang"

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Maria wird beim Temepelgang von ihren Eltern begleitet und vom Hohepriester Zacharias in Empfang genommen.

Das große Altarbild stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Das biblische Motiv zeigt Mariä im Alter von drei Jahren beim Tempelgang. Dort soll sie bis zu ihrem 15. Lebensjahr erzogen werden. Das Ölbild ist unsigniert. Auf der Rückseite findet sich der Hinweis, dass es sich beim Künstler um einen nicht unbedeutenden Kirchenmaler aus der Steiermark handeln soll. Die Qualität der Malerei an einigen Stellen lässt aber eher auf einen provinziellen Meister schließen.

Meissen-Figur "Tritonenfang"

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In der griechischen Mythologie sind Tritonen Wassergötter mit einem fischartigen Unterleib.

Die große Porzellan-Figurengruppe wurde nach einem Modell von Johann Joachim Kändler aus dem Jahr 1769 in der Manufaktur Meissen um 1880 gefertigt. Dargestellt wird eine Szene aus der griechischen Mythologie. Zwei Wassernymphen ziehen ein hilflos im Fischernetz zappelndes Tritonenkind aus dem Wasser. Ein Putto ist behilflich die Beute an Land zu ziehen. Die Meissen Figurengruppe ist zweite Wahl, hat kleine Bestoßungen und befindet sich in einem restaurierten Zustand.

Teekanne mit Stövchen

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Diese Teekanne wurde im Jugendstil angefertigt. Die Jugendstilepoche rückte als Antwort auf die Industrielle Revolution das Schöne wieder in den Mittelpunkt.

Die geometrischen Formen der Teekanne sind gepaart mit floralen Motiven - ein kunsthandwerkliches Meisterstück des deutschen Jugendstils. Hersteller ist die Firma WMF (Württembergische Metallwaren Fabrik), die auch andere Teile dieser Serie in ihrem Katalog von 1906 anpreist. Die Kanne kann über dem Stövchen eingehängt werden. Sie hält das Teewasser heiß, das mit Hilfe der Schwenkhalterung durch das Sieb mit den Teeblättern in die Tasse gegossen werden kann, ohne sich zu verbrennen. Die Kanne ist versilbert und fasst zwei Liter.

Radierung "Ruhender Löwe von vorn"

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Der Maler Wilhelm Kuhnert illustrierte in seinen Zeichnungen zahlreiche Tiere.

Die Radierung "Ruhender Löwe von vorn" entstand 1921, in der Schaffensperiode des Künstlers Friedrich Wilhelm Karl Kuhnert (1865-1926). Er gilt als bedeutendster deutscher Tiermaler seiner Zeit und hat auch Brehms Tierleben illustriert. Heute ist er nicht ganz unumstritten, weil er als Großwildjäger das koloniale System des Kaiserreichs unterstützt hat. Kuhnert beobachtete die Tiere in freier Wildbahn und hat sie aber auch erlegt, um sie studieren zu können. Diese Version des ruhenden Löwen entstand in einer Auflage von 80 Exemplaren und ist vom Künstler signiert. Das Blatt hat ein paar kleine Schäden.

Repetieruhr mit Figuren

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Diese Repetieruhr stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Die Taschenuhr hat ein schlichtes Silbergehäuse und ein guillochiertes Ziffernblatt. Die darauf montierten Figuren sind emailliert und aus Mehrfarbengold. Sie arbeiten synchron mit dem Schlagwerk und schlagen jede Stunde und Viertelstunde gegen kleine Glocken. Die Figur, die den Stundenschlag ausführt, muss repariert werden. Solche Automatenuhren werden auch als Jacquemart-Uhren bezeichnet. Die Signatur "Breguet" ist nicht zutreffend, da sie ein Standardwerk und keine Seriennummer hat. Die dunkelhäutigen Figuren in Fantasiekostümen sind eine Reminiszenz an die in der Zeit verehrten "guten Wilden", die man in der Entstehungszeit um 1825 in den Ureinwohnern Amerikas sah.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold