Lieb & Teuer

Sonntag, 10. November 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 11. November 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

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In dieser Sendung werden folgende Objekte vorgestellt:

Porträt aus dem Biedermeier

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Das "Porträt einer jungen Dame" von Friederich Stöffler zeigt die Ehefrau des Künstlers.

Das "Porträt einer jungen Dame" wurde von dem Maler Friedrich Stöffler signiert und auf das Jahr 1843 datiert. Er war in den Jahren 1811 bis 1848 in Magdeburg und Berlin tätig, darüber hinaus ist über ihn sehr wenig bekannt. Gezeigt wird ein mit Ölfarben sehr fein gemaltes Biedermeierporträt. Der Maler verwendete große Sorgfalt auf die Darstellung der anatomischen Details, die rosige Haut, die Gesichtszüge und die Wiedergabe des glänzenden Haares. Das Bild stammt aus dem Familienbesitz der Dargestellten.

Wandbild "Mädchenkopf"

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Der Künstler des Wandbilds "Mädchenkopf" Jean-Baptiste Stahl arbeitete in seinen Werken häufig mit malerischer Tiefenwirkung.

Das Wandbild "Mädchenkopf" entstand in der Manufaktur Villeroy und Boch in Mettlach um 1900. Die Plakette ist aus grünem Phanolith, eine Art Porzellan, das an die Jasperware der englischen Firma Wedgewood erinnert. Das Jugendstilporträt ist als weißes, durchscheinendes Profilrelief aufgesetzt und geht auf den Künstler Jean-Baptiste Stahl (1869 - 1932) zurück. Im Katalog der Firma ist eine zweite Plakette aufgeführt, die als Pendant gedacht war.

Handverzierte Deckenlampe

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Diese Deckenlampe stammt aus einer Serienproduktion wurde aber per Hand verziert.

Die Deckenlampe besteht aus einem Balusterkorpus aus satiniertem Milchglas mit einer Messinghalterung und einer Kettenaufhängung. Sie ist mit umlaufenden geblümten Motiven und Silhouetten-Portraits in Scherenschnitt-Optik verziert. Obwohl die Lampe wohl aus einer böhmischen Serienproduktion um 1920 stammt, ist die Dekoration eher individuell und in Handmalerei gestaltet.

18-Karat Taleruhr

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Die Bezeichnung "Taleruhr" leitet sich davon ab, dass die flache Form an einen Goldtaler erinnert.

Diese Taschenuhr ist aus 18-karätigem Gold. Der Zwischendeckel ist aus Messing. Auf ihn wurden die technischen Daten eingraviert. Die neue Werktechnik des Pariser Hofuhrmachers L´Epine hatte es im späten 18. Jahrhundert ermöglicht, die kompakte Form von Taschenuhren durch eine flache zylindrische Form zu ersetzen. Das Werk dieser Uhr steht in dieser Tradition und besitzt ein sogenanntes "fliegendes Federhaus", das nur einseitig befestigt ist, um die Uhr flach zu halten. Punziert ist die Uhr mit dem Eichstempel von Neuchatel in der französischen Schweiz.

Bronzene Kosakenfigur

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Die bronzene Kosakenfigur ist sehr detaillgetreu. Kleinste Details, wie die Trinkflasche auf dem Rücken oder die Mechanik des Gewehrs, wurden beachtet.

Die kleine bronzene Kosakenfigur ist nicht signiert und hat keinen Gießereistempel. Der Entwurf des auf einer Eisscholle liegenden Kosaken stammt mit großer Sicherheit von dem russischen Bildhauer Vassili Grachev (1831 - 1905). Der feine Guss und die äußerst kunstvolle Ziselierung zeugen von einer meisterhaften Ausführung. Das weiche Fell des Mantels und das feste Leder der Reiterstiefel und Gurte sind sehr realistisch getroffen. Die Figur ist wohl in den Jahren 1870 bis1880 in Russland entstanden.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold