Lieb & Teuer

Sonntag, 20. Oktober 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 21. Oktober 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

In der NDR Sendung Lieb & Teuer präsentiert Moderatorin Janin Ullmann zwei Aquarelle des Malers Richard Birnstengel. © NDR Fernsehen / Lieb & Teuer

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen. Die Kunstobjekte im Überblick:

Keramik-Vase im Stil des Japonismus

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Die Keramik-Vase im Stil des Japonismus ist mit Blüten, Vögeln und Insekten verziert. Das Stück ist in der Manufaktur Ludwig Wessel entstanden.

Die Keramik-Vase zeigt ein handgemaltes Dekor mit Blüten, Vögeln und Insekten in Gold gehöhtem Gelb auf schwarzem Fond. Sie erinnert an ostasiatische Vorbilder, die in der Zeit des Jugendstils und im Art déco Beachtung fanden und als Japonismus bezeichnet wurden. Hersteller ist die Steingutmanufaktur Ludwig Wessel in Bonn um 1900. Das bekrönte Ziermonogramm "L" und "W" wurde zwischen 1887 und 1904 verwendet.

Glaspokal mit Zwischengolddekor

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Der Glaspokal ist mit den vier Elementen geschmückt, die weibliche Figuren verkörpern. Vermutlich entstand er um 1900 in Böhmen.

Der Glaspokal ist in Manier des 18. Jahrhunderts mit allegorischen Darstellungen der vier Elemente dekoriert, wobei interessanter Weise hier neben Kybele (Erde) und Juno (Luft) auch das Wasser (Neptun) und das Feuer (Jupiter) durch weibliche Figuren dargestellt sind. Hergestellt wurde das Glas wahrscheinlich in Böhmen um 1900. Leider gibt es keinen Herstellerhinweis oder ein Malersignum. Der Pokal befindet sich in einem perfekten Zustand.

Gemälde des Hamburger Malers Julius Simmonds

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Das Gemälde im Stil des Historismus zeigt einen üppig gedeckten Tisch. Der Hamburger Künstler Julius Simmonds hat es 1882 gemalt.

Das Gemälde ist mit Öl auf Holz gemalt und zeigt ein großbürgerliches Wohnzimmer. Im Zentrum steht ein üppig gedeckter Tisch mit einer überbordenden Fruchtschale, gefüllten Weingläsern, silbernen Tafelaufsätzen und weiteren Gegenständen, die typisch für die Zeit des Historismus waren. Der Künstler, der Hamburger Genre-Maler Julius Simmonds (1843-1924), hat sein Werk auf das Jahr 1882 datiert. Julius Simmonds, der sein Studium an der Kunstakademie Weimar und Düsseldorf absolvierte, siedelte später nach Hamburg über und nahm an den Ausstellungen des Hamburger Künstlervereins teil.

Nautische Taschenuhr aus "Deutsche Uhrenfabrikation"

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Die nautische Taschenuhr wurde in der Seefahrt genutzt. Sie stammt aus der "Deutsche Uhrenfabrikation" von Adolf Lange & Söhne.

Bei der übergroßen Taschenuhr mit einem Durchmesser von 62 Millimetern handelt es sich um eine nautische Beobachtungsuhr, die in der Seefahrt benutzt wurde, um verschiedene Messungen an Deck durchzuführen. Der Seriennummer nach ist sie um 1929 produziert worden - bei Fa. Adolf Lange & Söhne, die unter dem Fabrikat "Deutsche Uhrenfabrikation" eine preisgünstigere Serie aufgelegt hatten. Das Gehäuse ist aus 900er Silber. Das Zifferblatt sowie das Originaletui sind unbeschädigt. Die Unruhewelle ist gebrochen, die Taschenuhr müsste repariert werden.

Aquarelle des Niddener Künstlers Richard Birnstengel

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Die Aquarelle zeigen Frauen bei der Feldarbeit und das Porträt eines Fischers. Sie stammen vom Niddener Maler Richard Birnstengel.

Die beiden Bilder wurden mit Aquarell- und Gouachefarben gemalt. Sie sind signiert von dem Künstler Richard Birnstengel (1881-1968), der zur Künstlerkolonie Nidden gehörte, wo lebensnahe Landschafts- und Fischermotive wie diese entstanden sind. Das erste Bild zeigt drei Frauen mit weißen Kopftüchern bei der Feldarbeit vor einem Haus - im Hintergrund ein Dorf und das Meer. Bei dem Porträt des Fischers hingegen steht der Mensch und seine Physiognomie im Vordergrund. Der ältere, von der harten Arbeit gezeichnete, Mann blickt nachdenklich in die Ferne.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold