Lieb & Teuer

Sonntag, 08. September 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 09. September 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

Bild aus der Sendung Lieb & Teuer © NDR Fernsehen / Lieb & Teuer

3 bei 6 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Gipsfigur: Maria und das Jesuskind

Bild vergrößern
Diese Gipsfigur diente dem Braunschweiger Bildhauer Paul Egon Schiffers als Vorbild für einen Bronzeguss.

Diese Gipsfigur ist eine Arbeit des Braunschweiger Bildhauers Paul Egon Schiffers (1903 - 1987), die auf der Rückseite mit seiner Signatur P.E.S. und der Jahreszahl 1953 versehen ist. Die Figur "Mutter mit Kind" soll wohl die Mutter Maria mit dem Jesuskind darstellen. Die Mutter hält eine kleine Weltkugel in der Hand, das auf ihrem Schoß stehende Jesuskind hält segnend die Hand darüber. Die Gipsfigur war ursprünglich als Entwurf für eine größere Ausführung gedacht.  Sie war dann aber Vorlage für einen Bronzeguss, der sich im Atelier des Künstlers befindet. Die Gipsfigur wurde anschließend verschenkt. Normalerweise verbleiben solche Entwürfe im Nachlass des Künstlers und tauchen nicht im Kunsthandel auf. Es gibt keine Vergleichspreise.

Silber-Sauciere im Neo-Rokoko-Stil

Bild vergrößern
Die Silber-Sauciere wurde 1888 von der Bremer Silberwarenfabrik Wilkens & Söhne hergestellt.

Die Silber-Sauciere ist ein im Geschmack des späten 19. Jahrhundert gefertigtes Stück im Neo-Rokoko-Stil, reich verziert in Form einer Muschel. Die Herstellung des Stücks ist auf 1888 anzusetzen. Die  Sauciere stammt aus dem Hause Wilkens & Söhne in Bremen, einer Silberwarenfabrik, die 1810 gegründet wurde. Sie ist keine Einzelanfertigung sondern in Serie produziert worden. Mit der Einführung der Dampfmaschine  im Jahre 1857 optimierte Wilkens die Herstellung der Silberwaren und konnte daher erschwingliche Stücke in großer Zahl anbieten.

Päpstliche Bulle aus dem 19. Jahrhundert

Bild vergrößern
Diese Bulle stammt von Papst Gregor XVI. Der Italiener war bis Papst Franziskus der letzte Mönch, der zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt wurde.

Vorgestellt wird eine "päpstliche Bulle" von Papst Gregor XVI. an den Kardinalpriester Franciscus Serra Cassano. Datiert mit Rom, 1. Oktober 1845. Papst Gregor XVI. (1765 - 1846) war von 1831 bis zu seinem Tod Papst. Als "Bulle" werden seit dem späten Mittelalter bestimmte Urkunden bezeichnet, die wichtige Rechtsakte des Papstes verkünden und in der Siegelkunde bezeichnet das Wort "Bulle" ein metallenes Siegel, meist aus Blei, manchmal aus Gold. Jede Bulle beginnt und endet mit den gleichen Formulierungen. Bei dieser Bulle fehlt die abschließende Formel. Sie wurde mit lateinischer Handschrift und kalligrafischer Kopfzeile auf Pergament geschrieben.

Landschaftsgemälde von Hans Werner Jacobsen

Bild vergrößern
Dieses Landschaftsgemälde stammt vom norwegischen Maler Hans Werner Jacobsen.

Das Gemälde in Öl auf Leinwand zeigt eine Küstenlandschaft mit einem kleinen Ort im Hintergrund. Es ist mit H. W. Jacobsen signiert und datiert auf das Jahr 1913. Den entscheidenden Hinweis liefert der zuerst schwer lesbare Zusatz "Svolvær", eine kleine norwegische Stadt, die zu dem ebenfalls norwegischen Maler Hans Werner Jacobsen (1871-1925) führt. Leider ist über den Maler in der Literatur sehr wenig bekannt. Das Ölgemälde befindet sich in einem guten Zustand. Für den deutschen Kunstmarkt wird es wahrscheinlich nicht so interessant sein, wie für den norwegischen.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold