Lieb & Teuer

Sonntag, 01. September 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 02. September 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janine Ullman in der Sendung Lieb & Teuer © NDR Fernsehen / Lieb & Teuer

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Zwei große Römer mit Loreley-Motiven

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Diese beiden Römer aus dem 19. Jahrhundert befinden sich in einem makellosen Zustand.

Die beiden Historismus-Prunkpokale in Römerform sind aus dem späten 19. Jahrhundert. Die sogenannten Römer kennt man seit dem 16. Jahrhundert als gebräuchliche Trinkgläser. Auf den Gläsern sind Loreley-Motive nach zeitgenössischen Gemäldevorlagen dargestellt. Sie sind 24,5 Zentimeter hoch und befinden sich in einem perfekten Zustand. Es gibt keinen Manufakturhinweis. Hergestellt sind sie höchstwahrscheinlich zwischen 1880 und 1900 in einer süddeutschen, österreichischen oder böhmischen Glashütte.

Ölbild "Der Soldat" aus dem frühen 20. Jahrhundert

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Diese Darstellung eines Soldaten von Alexander Koester ist vermutlich noch in der Zeit des wilhelminischen Kaiserreiches entstanden.

Das Bild "Der Soldat" von Alexander Koester (1864 - 1932) ist ein Ölgemälde auf Leinwand. Dargestellt wird ein französischer Soldat in Uniform, die Schulterklappen belegen seinen höheren Rang. Er stützt sich auf sein Gewehr und steht an einem kleinen Weg oder in einem Hof. Das Bild ist mit "A. Koester" signiert. Die Darstellung des Soldaten lässt auf eine Entstehungszeit um 1914 schließen. Koester studierte ab 1885 an der Karlsruher Akademie und finanzierte sein Studium mit Aufträgen der Porträtmalerei, sein eigentliches Interesse lag aber in der Genremalerei. Berühmt ist er für seine Entenbilder, die sehr hoch gehandelt werden.

Aufsatzschale von Wilhelm Schiller & Sohn

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Die Schalen der böhmischen Manufaktur Wilhelm Schiller & Sohn sind bekannt für ihre türkisfarbenen Innenwände.

Die Jardiniere im Stil des Historismus ist aus der Manufaktur Wilhelm Schiller & Sohn, entstanden um 1880. Typisch für diese Manufaktur ist der türkisfarbene Fond der Innenwandung. Die Terrine steht auf vier Füßen. Sie ist in vier Ornamentfelder aufgeteilt, die in einem üppigen, historistischen und barocken Stil verziert sind. Zu dieser Zeit waren Vasen und prunkvolle Aufsätze ein "Exportschlager" der böhmischen Keramikindustrie.

Christliches Andachtsbuch aus dem 17. Jahrhundert

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Diese Ausgabe des christlichen Andachtsbuches "Geistlicher Perlen Schmuck" stammt noch aus dem 17. Jahrhundert.

Das christliche Andachtsbuch "Geistlicher Perlen Schmuck" enthält Morgensegen, Andachten und Lieder und ist mit einigen Kupfertafeln illustriert. Das Buch befindet sich in einem prächtig ziselierten, floralen Silbereinband, auf den sich vorwiegend süddeutsche Werkstätten spezialisiert hatten. Es ist in zahlreichen Auflagen erschienen, hier liegt eine Ausgabe aus dem Jahr 1696 vor. Das Buch wurde von Johann Cundisius geschrieben, der wohl ein Theologe aus Görlitz (Sachsen) war.

Schüssel aus dem Tafelgeschirr von Herzog Carl. I.

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Diese Deckelschüssel stammt aus dem 18. Jahrhundert und gehörte zum Tafelgeschirr von Herzog Carl I. von Braunschweig (1713 - 1780).

Die Deckelschüssel ist aus dem Hause Fürstenberg, gefertigt um 1765. Es handelt sich um ein Stück aus dem Tafelgeschirr von Herzog Carl. I. von Braunschweig (1713 - 1780). Es wurde von dem Modelleur Johann Christoph Rombrich und dem Maler Pascha Johann Friedrich Weitsch entworfen. Die Terrine zeigt verschiedene Ansichten des Herzogtums Braunschweig wie zum Beispiel "Die Diebesmühle bei Einbeck". Der bauchig modellierte Korpus steht auf vier kräftigen Füßen. Der Deckel fehlt, die Schüssel ist nicht in makellosem Zustand.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold