Lieb & Teuer

Sonntag, 31. März 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 01. April 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann mit einer Expertin.

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Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Insektenkapelle aus Porzellan

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Die Insektenkapelle aus Porzellan stellte die Manufaktur Karl Ens in Thüringen her.

Die Insektenkapelle, im Katalog auch als "Wiesenkonzert" geführt, wurde von der Manufaktur Karl Ens in Thüringen (gegründet 1899) hergestellt. Der Modelleur W. Greiner lässt sich nicht direkt auflösen, er entstammt einer großen Modelleur-Familie. Dargestellt sind vier mit unterschiedlichen Instrumenten musizierende Insekten, die anatomisch nicht ganz genau wiedergegeben sind, aber es handelt sich wohl um: eine Fliege, eine Wespe, einen Holzbock und einen Kartoffelkäfer. Die fünfte Figur aus der Serie, eine Heuschrecke, fehlt.

Gemälde "Geschwisterpaar" von Moritz Pläschke

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Das Bild "Geschwisterpaar" malte Moritz Pläschke aus Düsseldorf.

Das Ölbild ist von dem Düsseldorfer Maler Moritz Pläschke (1817-1888). Es zeigt ein Geschwisterpaar in einer Stube. Die große Schwester hat ihre Strickarbeit kurz unterbrochen und in den Schoß gelegt, um dem jüngeren Bruder bei der Lösung einer Rechenaufgabe zu helfen. Sie ist in der Lage dazu, zählt die Lösung an den Fingern ab, aber die traditionelle Rollenverteilung zwischen Junge und Mädchen wird trotzdem mit transportiert.

Kinderbuch: "Aus dem kleinen alten Städtchen"

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Else Wenz-Viëtor hat das Kinderbuch mit Dorfszenen illustriert.

Das Bilderbuch zeigt auf jeder Seite detaillierte Alltagssituationen: Die Postkutsche auf der Straße, das Dorf, die Bäckerei, der Markt, in der Dorfschule und so weiter. Es handelt sich dabei nicht nur um farbig gezeichnete Szenen, sondern es ist zugleich auch ein Spielbuch, da es zahlreiche Steckfiguren enthält, die zum Spielen entnehmbar sind. Autorin ist die bekannte Kinderbuchillustratorin der Zwanziger und Dreißiger Jahre: Else Wenz-Viëtor (1882-1973). Herausgegeben wurde das Buch vom Gerhard Stalling Verlag im Jahr 1925/30.

Empire-Armband "Souvenir"

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Empire-Armbänder wie dieses dienten als Erinnerungstück an Verstorbene.

Das Armband besteht aus geflochtenen Menschenhaaren mit einer Schmuckschließe. In der Emailkartusche steht mit kleinen Edelsteinen geschrieben "Souvenir". Auf der Rückseite ist das Datum 24. Juli 1798 eingraviert. Solche Stücke hat man in Zusammenhang mit dem damaligen Freundschafts- und Erinnerungskult bei sich getragen, um einem geliebten Menschen nah bei sich zu haben. Das galt auch für Verstorbene, aber man hätte dann nicht das Wort "Souvenir" verwendet.

Chinesische Schnitzarbeiten

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Die Schnitzarbeiten aus China zeigen landestypische Alltagsszenen.

Die einzelnen Teile sind zwei unterschiedlichen Paneelen entnommen, die Türen, Fenster oder Balken in Räumen verziert oder zu Möbeln gehört haben. Die dekorativen Reliefs sind rot und gold lackiert. Sie zeigen kleine Alltagsszenen wie Gartenlandschaften, Figuren mit Fächern, aber auch Gottheiten oder Theaterszenen. Entstehung im 19. Jahrhundert. Zur Zeit der Kulturrevolution sind solche Interieurs zerstört und in Einzelteilen gern nach Europa verkauft worden.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold