Lieb & Teuer

Sonntag, 24. März 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 25. März 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann moderiert Lieb & Teuer.

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Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Meissenvase von 1860

Die Porzellanvase zeigt die handwerkliche Kunst der Manufaktur Meissen. Sie ist flächendeckend mit Schneeballblüten besetzt - dazwischen Äste, Blätter und Vögel. Der Entwurf stammt aus der Frühzeit der Manufaktur von Johann Joachim Kändler. Im 19. Jahrhundert ist der Dekor für zahlreiche Objekte wieder aufgelegt worden, und aus dieser Zeit, 1860/70,  ist diese Vase, die kleine Blessuren hat.

Aquarell "Geburt der Blume"

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Das Blumenbild hat Hans Haffenrichter gemalt.

Das kleine Blatt ist signiert und datiert von dem Künstler Hans Haffenrichter (1897-1923). Es zeigt eine abstrakte Blüte. Haffenrichter hat 1921 am Bauhaus in Weimar sein Studium unter anderem bei Walter Gropius begonnen. Er hatte großes technisches und naturwissenschaftliches Interesse und hatte auch Entwürfe für Glasfenster gemacht. In der Zeit des Nationalsozialismus hat er eine Professur verloren, ob er ein Berufsverbot erhielt ist nicht eindeutig. Bekannt ist aber, dass er einige Parteigrößen porträtiert hat. In der Nachkriegszeit erhielt er wieder eine Professur. Seine von der Bauhauszeit beeinflussten Werke sind gefragt.

Bücher: Deutschlands Flora

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Das Buch gehört zu einem vierteiligen Band über Pflanzenkunde.

Die vier Bände sind Teil einer viel umfangreicheren Ausgabe. Herausgeber ist der Kupferstecher und Naturforscher Jacob Sturm (1771-1848), der die Bücher im Selbstverlag herausgegeben hat. Diese Ausgaben sind aus der Zeit um 1837. Sie behandeln Pilze und Moose. Die Abbildungen sind wissenschaftlich genau wiedergegeben mit beschreibenden Texten verschiedener Autoren. Ein handschriftlicher Besitzerhinweis verweist auf die Vorbesitzer aus der Apothekerfamilie Sertürner, deren Vorfahr das Morphium entdeckt hat.

Chinesische Textilien

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Die chinesischen Stoffen stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die drei sehr dekorativen Stoffteile sind ein Kragen, ein besticktes Deckchen und ein quadratischer Aufsatz eines Gewandes, das vorn getragen wurde, da es in der Mitte unterteilt ist. Dazu gehörte ein durchgehendes Teil für den Rücken. Dies ist das Rangabzeichen eines Beamtengewandes. Es gehörte einem zivilen Beamten, da es Vögel als Erkennungsmerkmal zeigt - hier ein Goldfasan, der den zweiten Rang kennzeichnete. Der Farbigkeit nach sind die Stoffe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden, in der schon chemisch erzeugte Farben verwendet wurden.

Regimentsteller aus Meissen

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Hersteller des Regimentstellers ist die Manufaktur Meissen.

Die Wandteller sind zur Erinnerung für die Angehörigen verschiedener militärischer Einheiten hergestellt worden und sind entsprechend beschriftet worden. Hier: Clevesches Feldartillerie Regiment Nr. 43. Gegründet wurde es 1899 und es war stationiert in der Festung von Wesel. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden solche Teller immer noch produziert, sie wurden dann als "Traditionsschalen" bezeichnet. Auf der Rückseite findet sich die Marke der Manufaktur Meissen.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold