Lieb & Teuer

Sonntag, 09. Dezember 2018, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 10. Dezember 2018, 06:50 bis 07:20 Uhr

Lieb & Teuer-Moderatorin Janin Ullmann mit Experten. © NDR/lieb&teuer

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer in die Hamburger Kunsthalle eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte der Sondersendung im Überblick:

Luxuriöser Kosmetikkoffer einer Adligen

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Der Kosmetikkoffer mit luxuriösen Utensilien ist im Jahr 1905 entstanden. Er gehörte Ethel Sydney Baird, der Gattin des Barons Stonehaven.

Der luxuriöse Kosmetikkoffer stammt aus England und beinhaltet auf drei Ebenen diverse Utensilien wie Bürsten, Spiegel, Flakons und Maniküre-Sets - sogar Schuhlöffel, Ondulierschere und Barometer sind dabei. Die meisten der reich verzierten und hochwertig gearbeiteten Artikel sind aus Schildpatt und Silber. Die Punze verweist auf das Entstehungsjahr 1905. Die Monogramme und ein Kofferanhänger geben Auskunft über die frühere Besitzerin: Ethel Sydney Baird, die Ehefrau des englischen Barons Stonehaven.

Druck eines Gedichts von Heinrich Heine

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Der Schriftsteller Heinrich Heine hat das Gedicht 1820 für einen Freund geschrieben. Der Nachdruck stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Das handgeschriebene Gedicht ist mit Heinrich Heine (1797 - 1856) unterzeichnet. Der berühmte Lyriker, Schriftsteller und Journalist hat es 1820 einem Studienfreund gewidmet und in dessen Stammbuch geschrieben. Ein Vergleich mit der Handschrift des Dichters und die Altersspuren weisen zunächst auf ein Original hin. Bei genauerer Untersuchung stellt sich aber heraus, dass es sich bei dem Schriftstück um einen frühen Nachdruck aus dem 19. Jahrhundert handelt. Der Studienfreund Friedrich Steinmann hat es 1857 in einem Buch veröffentlicht.

Kessel und Teedose aus Messing und Kupfer

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Der Kessel und die Teedose aus Messing und Kupfer sind in den 1950er-Jahren in der Schwäbischen Zinn- und Silberschmiede entstanden.

Wasserkessel und Teedose sind aus Messing und Kupfer und tragen auf der Unterseite die Firmenmarke der Werkstatt von Harald Buchrucker. Sie wurden in den 1950er-Jahren entworfen. Unter dem Namen Schwäbische Zinn- und Silberschmiede produzierte die Firma bereits in den 1930er-Jahren formschönes Kunsthandwerk in Handarbeit. In der Nachkriegsproduktion stieg der Firmeninhaber auf halbmaschinelle preiswertere Verfahren um. Auch heute noch sind die Entwürfe und Produkte der Firma begehrte Sammlerobjekte.

Goldene Taschenuhr aus der Zarenzeit

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Die goldene Taschenuhr von Johann Moser & Cie. aus dem Jahr 1910 war ursprünglich eine Armbanduhr. Das Gehäuse ist typisch für die russische Zarenzeit.

Der Taschenchronograf wurde 1910 hergestellt. Er hat ein glattes 14K-Goldgehäuse und eine Dose mit planem Deckel - ein Gehäusetyp, wie er zur Zarenzeit in Russland hergestellt wurde. Auf dem Ziffernblatt steht der Hersteller Johann Moser & Cie. - eine Schweizer Firma mit Filialen in St. Petersburg und Moskau. Der rechteckige Bügel für die Kette ist ein Hinweis darauf, dass dort früher ein Armband durchgeführt wurde. Auf der gegenüberliegenden Gehäusewandung ist zu erkennen, dass der zweite Bügel entfernt wurde. Der Taschenchronograf war früher eine Armbanduhr. Der Wert als Armbanduhr wäre doppelt so hoch.

Thomas-Herbst-Studie zweier Kinder

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Das unsignierte Gemälde zweier Kinder in einer Sommerlandschaft stammt vom Hamburger Maler Thomas Herbst. Er gehört zu den bedeutendsten deutschen Impressionisten.

Die unsignierte Öl-Studie zeigt zwei Kinder - ein Mädchen und einen Jungen - in sommerlicher Landschaft. Auf der Rückseite des Bildes gibt es den handschriftlichen Hinweis, dass es sich um ein Werk aus dem Nachlass des Hamburger Freilichtmalers Thomas Herbst handeln soll. Der Hamburger Künstler gilt neben Max Liebermann als einer der bedeutendsten Impressionisten Deutschlands. Nach einem Vergleich des Malstils anhand von Werken aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle kann die Echtheit bestätigt werden. Die Öl-Studie wird in das Werkverzeichnis von Thomas Herbst aufgenommen.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Janin Ullmann
Produktionsleiter/in
Anja Reingold
Regie
Florian Kruck