Lieb & Teuer

Sonntag, 26. August 2018, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 27. August 2018, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann lauscht den Geschichten von Experten.

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Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Spohr-Album mit Autographen

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Das Album war Hauptgewinn einer Lotterie, um ein Denkmal für den Komponisten Louis Spohr in Kassel zu finanzieren.

Das Album war der Hauptgewinn einer Lotterie im Jahre 1879. Aus dem Erlös der verkauften Lose wurde der Bau eines Denkmals für Louis (oder Ludwig) Spohr in Kassel finanziert. Das Album umfasst 55 Autographen von zum Teil sehr berühmten deutschen Komponisten und Musikern des 19. Jahrhunderts. Es finden sich signierte "Gefälligkeits-Autographen" unter Anderem von Richard Wagner, Clara Schumann und Max Bruch in dem Album, aber auch der Fachwelt bisher unbekannte Autographen.

Gemälde von Helmuth Westhoff

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Das Gemälde von Helmuth Westhoff zeigt eine norddeutsche Landschaft.

Das Ölgemälde zeigt eine norddeutsche Landschaft, den Flusslauf der Wümme. Das Motiv der Wümme oder der "Wümmewiesen" malte der Künstler Helmuth Westhoff (1891-1977) häufiger und ist typisch für seine expressiven Landschaftsmotive. Westhoff studierte in Worpswede bei Otto Modersohn, später aber auch in München bei Lovis Corinth und machte außerdem Halt in Paris und wurde dort von den Spätimpressionisten beeinflusst. Das Gemälde zeigt eine schattige Partie der Wümme unter einem Baum beziehungsweise Wäldchen und fängt die Atmosphäre der Natur beispielhaft ein.

Figuren-Paar Gewürzschalen aus Meissen

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Bei dem Figuren-Paar aus Meissener Porzellan handelt es sich um Gewürzschalen.

Das Figuren-Paar, bei dem es sich um Gewürzschalen handelt, ist ursprünglich Teil eines mehrteiligen Tafelaufsatzes gewesen. Die weibliche Figur, barfuß und auf einem Felssockel stehend, ist eine Allegorie des Frühlings. Die männliche Figur, bekleidet mit einem Pelzmantel und Schlittschuhen, stellt eine Allegorie des Winters dar. Es fehlt die Allegorie des Sommers und Herbstes, ebenso der eigentliche Tafelaufsatz. Das Modell hat seinen Ursprung in der Mitte des 18. Jahrhundert, bei dem Paar handelt es sich jedoch um eine Neuauflage aus dem 19. Jahrhundert. Die Unterglasurblaue Knaufschwertermarke weist auf die Manufaktur Meissen hin und einen Herstellungszeitpunkt um 1860.

Cello aus dem Raum Budapest

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Das Cello aus Südosteuropa ist einem schlechten Allgemeinzustand.

Das Cello kommt dem Erscheinungsbild nach aus dem südosteuropäischen Raum, dem Umkreis von Budapest. Es scheint den Eindruck erwecken zu wollen, älter zu sein als es tatsächlich ist. Ein auf der Rückseite des Korpus aufgetragener Siegellack ist nicht authentisch und suggeriert lediglich die Provenienz zu einer imaginären Sammlung. Das Cello ist handwerklich gut gearbeitet, aber in einem schlechten Zustand. Eine Restaurierung würde bis zu 10.000 Euro kosten.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Janin Ullmann
Produktionsleiter/in
Anja Reingold