Lieb & Teuer

Sonntag, 07. Juni 2020, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 08. Juni 2020, 06:50 bis 07:20 Uhr

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Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Stillleben von Albert Stagura

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Das Blumenkohl-Stillleben ist ein Werk des Malers Albert Stagura.

Das Ölbild zeigt drei sehr realistisch gemalte Blumenkohlköpfe. Der Maler Albert Stagura (1866-1947) kommt ursprünglich aus Dresden und ist eigentlich bekannt geworden durch seine Landschaftsbilder. Ab 1904 hat er sich am Chiemsee niedergelassen und wird auch als "Chiemseemaler" bezeichnet. Stillleben wie dieses, das im Jahr 1927 entstanden ist, sind eine Ausnahme in seinen Motiven.

Wandteller mit Motiven aus Lohengrin

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Hersteller des dekorativen Wandtellers ist die Firma Villeroy & Boch.

Der große Wandteller ist bemalt und zeigt eine Szene aus der Oper Lohengrin von Richard Wagner: König Heinrich vor der Gerichtseiche mit Elsa von Brabant, Lohengrin mit dem Schwan kommt gerade dazu. Hersteller ist die Firma Villeroy & Boch in Mettlach, die auch noch einen weiteren Wandteller mit der Verabschiedungsszene von Lohengrin und Elsa hergestellt hatte. Der Teller hat einen feinen Riss.

Zwei chinesische Vasen

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Die Vasen aus China sind wohl Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden.

Die beiden Deckelvasen kommen aus der chinesischen Stadt Kanton und sind dekoriert mit verschiedenen Figuren, Blüten, Schmetterlingen, Palastszenen usw. Bis 1842 war Kanton der einzige Hafen, von dem aus Waren nach Europa verschifft wurden. Deswegen hatten sich dort im 19. Jahrhundert verschiedene Manufakturen niedergelassen, um für den Export zu produzieren. Diese Vasen sind wohl Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, ein Deckel ist beschädigt.

Antike Kriegskasse

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Die Truhe aus dem 17. Jahrhundert diente dazu, Wertgegenstände aufzubewahren.

Die eiserne Truhe ist sehr schwer und kann an zwei Griffen getragen werden. Sie ist aus dem 17. Jahrhundert und diente der sicheren Aufbewahrung von Geld, Dokumenten und Wertgegenständen. Der Deckel hat ein zentrales Mittelschloss mit einem komplizierten Schließmechanismus. Es mussten mehrere Personen mit jeweils eigenem Schlüssel das Schloss frei geben, damit nicht einer allein über den Inhalt verfügen konnte.

Dekorative Spindeluhr aus Gold

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Ranken, Blüten, Trauben, Türkise und Granatsteine schmücken die Taschenuhr.

Die Uhr hat einen Sprungdeckel und ein kleineres, exzentrisches Zifferblatt. Das Gehäuse ist aus mehrfarbigem Gold und mit Ranken, Blüten, Trauben und Türkisen und Granatsteinen geschmückt. Die Taschenuhr ist etwas kleiner als üblich, was nicht unbedingt auf eine Damenuhr hinweisen muss, sie könnte auch als Frackuhr gedacht gewesen sein. Herstellung um 1830 in Frankreich oder der Schweiz.

Wiederholung vom 4. März 2018.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Janin Ullmann
Produktionsleiter/in
Anja Reingold