Lieb & Teuer

Sonntag, 14. Januar 2018, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 15. Januar 2018, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann, Experten und Porzellandackel.

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Porzellandackel

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Der Entwurf für den dekorativen Porzellandackel stammt von dem Tierbildhauer Theodor Kerner.

Der sehr lebendig dargestellte Porzellandackel liegt auf einem Kissen und schaut den Betrachter aufmerksam an. Die Figur wurde von dem Tierbildhauer Theodor Kerner (1884-1966) für die Manufaktur Eschenbach entworfen, für die er viele Modelle geliefert hatte. Die Figur ist um 1947/1950 entstanden. Kerner hatte zuvor für Nymphenburg und Rosenthal gearbeitet und war während der NS-Zeit künstlerischer Leiter der Manufaktur Allach, die ein Betrieb der SS mit Außenstelle in Dachau war. Nach der Entnazifizierung arbeitete er wieder in seinem Beruf. Die Dackelfigur ist selten zu finden.

Streitwagen-Uhr

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In das Rad des Streitwagens ist eine Uhr eingepasst.

Die Figurenuhr zeigt einen Streitwagen auf einem Marmorsockel, der von einem Putto gelenkt und von einem Löwenpaar gezogen wird. Im Rad wurde die Uhr eingepasst, die fast zur Nebensache wird. Das Motiv stammt aus dem französischen Empire, die Ausführung ist aber später, wie die einfache Herstellung aus Zinkguß und die Gestaltung des Zifferblatts zeigen. Entstehung um 1910. Das Werk ist reparaturbedürftig.

Kinderbuch in zwei Sprachen

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Das Kinderbuch ist zweisprachig, in Deutsch und Französisch erschienen.

Das Buch trägt den Titel: "Zweyte Nahrung für den zunehmenden Verstand guter Kinder". Die sogenannte erste Nahrung für den keimenden Verstand guter Kinder war ein Bilderbuch für die Jüngsten. Das Buch ist zweisprachig, in Deutsch und Französisch erschienen. Es enthält dem ABC folgend zahlreiche Abbildungen mit dazu gehörenden deutschen Wörtern und den französischen Übersetzungen. Das Buch ist 1801 erschienen, als Französisch als Weltsprache galt. Auf den hinteren Seiten sind auch vollständige Sätze gebildet. Die Autorin ist nicht genannt, es ist aber bekannt, dass Charlotte Kanitz (1773-1826) es ursprünglich für ihre drei Kinder geschrieben hatte.

Chinesisches Schachspiel

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Keine Bauern oder Läufer - die Figuren des Schachspiel stammen aus der chinesischen Sagen- und Götterwelt.

Die Schachfiguren sind weiß und rot und aus Elfenbein geschnitzt. Sie sind der chinesischen Sagen- und Götterwelt entnommen. Die Bauern sind Krieger, die Türme Elefanten, die Springer sind Krieger zu Pferde, die Rolle der Läufer hat der unsterbliche Gelehrte Lü Dongbin übernommen. Auf der Seite der roten Figuren wird die Königin zu Xiwangmu, der Göttin der Unsterblichkeit, König ist Dongwangfu. Auf der Gegenseite stehen der Kriegsgott Guandi und die unsterbliche He Xiangu. Die Schachfiguren sind circa um 1870/1880 entstanden. Elfenbein untersteht den Artenschutzrechtlichen Bestimmungen und darf - wenn nach dem Stichjahr 1947 datiert ist - nicht gehandelt werden. Es fehlt das Spielbrett und es gibt leichte Schäden.

Zwei Familienporträts von Friederike Leisching

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Die beiden Porträts hat die dänische Künstlerin Friederike Leisching gemalt.

Die beiden Bilder stellen Vater und Sohn dar, gemalt von der Schwester des Älteren. Die Künstlerin Friederike Leisching (1767-1846) ist bekannt, geboren in Kopenhagen. Sie hat eine Ausbildung als Malerin erhalten, unter anderem bei dem französischen Porträtisten Jean Laurent Monier, der sie auch gemalt hat. Der Junge ist mit Bleistift gezeichnet, was einen zarten unmittelbaren Eindruck vermittelt, das Ölbild seines Vaters zeigt einen biedermeierlich gekleideten Herrn mit feinen Gesichtszügen. Da sie ihre Bilder in der Regel nicht signiert und nicht verkauft hat, ist auf dem Kunstmarkt bisher sehr wenig in Erscheinung getreten.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Janin Ullmann