Lieb & Teuer

Sonntag, 12. November 2017, 16:00 bis 16:30 Uhr

Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Budhai aus Porzellan

Eine Buddha-Figur in der NDR Sendung Lieb & Teuer. © NDR Fernsehen / Lieb & Teuer
Der Bettelmönch symbolisiert in China Gelassenheit und Wohlstand. Dieser Budhai entstand vermutlich in den 1920er-Jahren.

Die dickbäuchige Figur aus Porzellan entstammt der chinesischen Volksreligion und steht für Gelassenheit und Wohlstand. Sie geht zurück auf einen Bettelmönch und hat eine Gebetskette in der einen und einen Almosensack in der anderen Hand. Übersetzt heißt Budhai auch Stoffsack. Unter der Figur ist eine Stempelmarke aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, allerdings wurden solche Marken auch später verwendet. Diese Figur stammt eher aus den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts.

Pendelwecker im französischen Stil

Ein Pendelwecker in der NDR Sendung Lieb & Teuer. © NDR Fernsehen / Lieb & Teuer
Der Pendelwecker aus Messing ist im französischen Stil gefertigt. Er entstand im Jahr 1881 beim Hersteller Gustav Becker.

Der Pendelwecker hat ein Schmuckgehäuse aus Messing im Stil einer französischen Pendule mit einer Vasenbekrönung. Durch die Verbreitung der Eisenbahn wurden Wecker zunehmend wichtig. Die Flügel an der Seite sind eine Anspielung auf die Geschwindigkeit. Hersteller ist die Uhrenmanufaktur Gustav Becker. Der Seriennummer nach ist die Uhr aus dem Jahr 1881.

Zwiebelmuster-Tasse aus Meissen

Eine Porzellantasse in der NDR Sendung Lieb & Teuer. © NDR Fernsehen / Lieb & Teuer
Die Tasse im Zwiebelmuster wurde in Meissen hergestellt. Das Porzellan stammt aber nicht von der berühmten Schwerter-Marke.

Die Tasse mit Untertasse im Zwiebelmusterdekor ist aus Meissen, aber nicht von der berühmten Porzellanmanufaktur mit der Schwertermarke, sondern von einer anderen, ebenfalls in Meissen ansässigen Manufaktur. Diese wurde viel später im Jahr 1879 gegründet und verwendet als Marke den Schriftzug "MEISSEN" in einem Oval mit Stern. Das Zwiebelmuster war nicht geschützt und ist von mehreren Herstellern verwendet worden. Auf den ersten Blick sind die Tassen der beiden Manufakturen kaum zu unterscheiden.

Gouache von Hermann Linde

Ein Gemälde in der NDR Sendung Lieb & Teuer. © NDR Fernsehen / Lieb & Teuer
Das Bild zeigt einen Lastenkran an einer Flusslandschaft. Es stammt vom bekannten Lübecker Maler Hermann Linde (1863 - 1923).

Das Bild zeigt eine Flusslandschaft mit einem Lastenkahn und einigen Arbeitern am Ufer. Wahrscheinlich ist es ein Motiv von der Trave, denn der Maler ist der in Lübeck geborene Hermann Linde (1863 - 1923). Linde ist weit gereist und vor allem bekannt für seine orientalischen Motive. Er war mit dem Anthroposophen Rudolf Steiner befreundet, der ihn beauftragte, einen Teil der Innenausstattung für den ersten anthroposophischen Bau, das Goetheanum in Dornach in der Schweiz, zu übernehmen. Der Bau ist 1922/1923 durch einen Brand zerstört worden. Das Travebild ist wohl um 1910 entstanden.

Münzarmband aus Gold

Ein Armband mit Goldmünzen in der NDR Sendung Lieb & Teuer. © NDR Fernsehen / Lieb & Teuer
Das Armband ist mit schweren, gefassten Goldmünzen geschmückt. Vermutlich ist das Schmuckstück in den 1960er-Jahren entstanden.

Das schwere Goldarmband, das wie eine Panzerkette gearbeitet ist, stammt aus den 1960er-Jahren. Anhänger sind verschiedene Goldmünzen aus der Zeit zwischen 1850 und 1920, die in Gold gefasst wurden. Das maschinell hergestellte Band ist aus 585er Gold, die Münzen selbst sind aus fast reinem Gold. Durch das Tragen des Armbandes haben sie Gebrauchsspuren, sodass sie für einen Münzsammler nicht mehr attraktiv wären. Das Armband ist recht schwer, sodass allein der Materialwert bei etwa 1.800 Euro liegt.

Wiederholung vom 12. November 2017.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer
Moderation
Janin Ullmann

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