Lieb & Teuer

Sonntag, 07. Juli 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 08. Juli 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

Janin Ullmann moderiert die Sendung "Lieb & Teuer" und hat eine Expertin und einen Gast bei sich im Studio.

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Soda-Siphon aus den 1920er-Jahren

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Ein dekoratives Silbergeflecht gibt dem Soda-Siphon aus Glas Stabilität. Die Kohlensäure-Düse stammt aus London.

Der Soda-Siphon ist in den 1920er-Jahren hergestellt worden. Der Glaskörper ist mit einem engmaschigen Silbergeflecht ummantelt, das neben dem dekorativen Aspekt auch Sicherheitsgründe hat. Eine Patrone mit Kohlensäure wird auf das Gewinde aufgeschraubt, durch Herunterdrücken des Hebels wird Gas in die Flasche eingeleitet und das Getränk damit versetzt. Der Kapselhalter ist von der Firma Sparklets Ltd. in London. Es handelt sich um den sogenannten C-Typ, bei dem der Kapselhalter während des Betriebs auf dem Soda-Siphon bleibt, was charakteristisch für die Zeit ist.

Gemälde des Potsdamer Stadtschlosses

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Das Ölbild zeigt Potsdamer Ansichten während des Zweiten Weltkriegs. Es stammt vom Berliner Maler Paul Paeschke.

Das Ölbild zeigt eine Potsdamer Ansicht mit dem Stadtschloss, dem Lustgarten mit flanierenden Passanten sowie der Garnisonskirche im Hintergrund. Der Berliner Maler Paul Paeschke (1875 - 1943) hat das Bild signiert und mit 1941 datiert. Die heitere Atmosphäre trügt, zur Entstehungszeit des Bildes befand man sich mitten im Zweiten Weltkrieg. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass einige Männer Uniform tragen. Drei Wochen vor Kriegsende wurde der Platz durch Bombenangriffe zerstört. Das Schloss ist wieder errichtet worden und heute Sitz des brandenburgischen Landtags.

Porzellan-Buckelplatte im Delfter Stil

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Die Fayenceplatte wurde um 1700 in Frankfurt hergestellt. Das chinesisch inspirierte Dekor soll an den Delfter Stil erinnern.

Die große runde Fayenceplatte hat keinen Herstellerhinweis. Sie ist geschmückt mit einem stilisierten Blütendekor und mit Chinesen, die sich in einer Landschaft befinden. Die Buckelplatte ist um 1700 im Raum Frankfurt entstanden. Das Motiv ist chinesisch inspiriert und entspricht Arbeiten im Wanli-Stil. Zu dieser Zeit hatte man noch keine europäischen Motive im Repertoire. Das Vorbild, die chinesische Ware, wurde nach Holland geliefert und von dort weiter verbreitet. Der Niederländer Daniel Behaghel (1625 - 1698) brachte den Stil von Delft nach Frankfurt, um eine neue Manufaktur aufzubauen. Dort wurden solche Teller, die auch an die Delfter Produktion erinnern, hergestellt.

Grafiken und Werkzeug von Erich Büttner

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Die Druckplatten, Linolschnitte, Radierungen und Arbeitswerkzeuge stammen aus dem Nachlass des Künstlers Erich Büttner.

Der Berliner Grafiker, Illustrator und Maler Erich Büttner (1889 - 1936) hinterließ einem befreundeten Haushalt einige Dinge aus seiner Werkstatt: Druckplatten aus Kupfer und Zink, Linolschnitte, Radierungen und Arbeitswerkzeuge. Büttner zählt zu expressionistischen Künstlern, es wäre wünschenswert, wenn diese Objekte zu einem Büttner-Nachlass hinzugefügt werden könnten.

Antike goldene Schweizer Taschenuhr

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Die Taschenuhr mit Goldgehäuse stammt vom renommierten Schweizer Hersteller Invictus. Sie ist etwa 1895 entstanden.

Die Uhr hat ein 14-Karat-Savonette-Goldgehäuse im Louis-XV.-Stil. Über dem Werk findet man einen Zwischendeckel und ein Sichtglas. Es gibt eine Minuten-Repitition und einen Chronographen mit Fünftel-Sekunden-Einteilung. Auf dem Zwischendeckel findet sich die Gravur: "Medaille d’Or 1895 / Invicta.“ Die Firma Invicta wurde 1837 in La Chaux-de-Fonds gegründet. Der Name bedeutet "unbesiegt", später ging sie nach Neuchatel und produzierte Armbanduhren.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer
Moderation
Janin Ullmann