Lieb & Teuer

Sonntag, 11. August 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 12. August 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

Gemälde-Expertin Ariane Skora, Janin Ullmann und Helmut Rehder, Besitzer des Bildes (v.l.n.r.).

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Taschenuhr mit Emaille-Malerei

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Taschenuhren mit europäischen Motiven waren um das Jahr 1800 in China äußerst beliebt. Die Deckel zieren Emaille-Malereien.

Das Gehäuse der Taschenuhr ist auf beiden Seiten mit einer Emaille-Malerei geschmückt. Auf dem einen Deckel ist eine kleine Rokoko-Tanzszene abgebildet, die andere Seite ziert ein Damenbildnis im Empire-Stil. Das Gehäuse ist aus vergoldetem Sterlingsilber gefertigt, die Deckel sind mit Perlen umrahmt. Die Tradition dieses Uhrentyps beginnt um das Jahr 1800: Die Uhren wurden in der französischen Schweiz gefertigt und über London nach China importiert. Deshalb sich auch englische Silberpunzen auf dem Deckel zu finden. Die europäischen Motive waren in China sehr gefragt.

Chronik der Stadt Breslau

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Die Breslau-Chronik aus dem Jahr 1805 ist als Wochenschrift erschienen und später zu einem Buch gebunden worden.

Die topografische Chronik der Stadt Breslau ist im Jahr 1805 erschienen. Autor des Buches ist Karl Adolf Menzel (1784 bis 1855), der in Breslau geboren wurde und die historischen Bauten und die Geschichte der Stadt bekannt machen wollte. Herausgegeben wurde das Werk als Wochenschrift, jede Woche sind acht Seiten erschienen, die später zu dem Buch zusammengebunden wurden. Diese Ausgabe besteht aus vier Quartalen des Jahres 1805. Insgesamt gab es neun Quartale, danach wurde die Schrift eingestellt.

Gemälde von Christian Friedrich Mali

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Die Alpenlandschaft mit einem Hirten und einer Schafsherde stammt von dem bekannten Münchner Maler Christian Friedrich Mali.

Das kleine Ölbild zeigt eine Gebirgslandschaft mit einer Schafherde, die von einem Hirtenjungen in bayrischer Tracht bewacht wird. Das Bild ist von Christian Friedrich Mali (1832 bis 1906) signiert, der dieses Sujet in zahlreichen Varianten gemalt hat. Mali hatte mit seinem Freund, dem Maler Anton Braith, in München ein gemeinsames Atelier, in dem sie Freunde und vor allem Käufer ihrer Bilder empfingen. Dieses Atelier ist heute als Kulturdenkmal im Museum in Biberach an der Riß aufgebaut.

Glasvase im Art-Deco-Stil

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Die um 1930 entstandene Art-Deco-Vase ist in Überfangtechnik gearbeitet. Der Hersteller Charder produzierte vorwiegend für Kaufhäuser.

Die Vase ist um 1930 in der Zeit des Art Deco entstanden. Der weiß-orangefarbene Glaskörper ist mit rotem Glas überfangen worden, aus dem dann das Muster herausgearbeitet worden ist. Der Name des Herstellers, Charder, ist am Fuß der Vase eingeritzt. Er ist die Kurzform des eigentlichen Namens Charles Schneider. Die Brüder Charles und Ernst Schneider haben die Fabrik 1913 gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sie vor allem Objekte für Kaufhäuser produziert.

Weinkaraffe mit Silberelementen

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Der Londoner Silberschmied John Figg schuf die mit Masken verzierten Silbermontierungen der Glaskaraffe im Jahr 1851.

Die dekorative Glaskaraffe hat eine Silbermontierung aus Sterlingsilber. Die Punzen weisen das Stück als englische Produktion aus dem Jahr 1851 aus. Die Meisterpunze ist von dem Londoner Silberschmied John Figg. Der Ausguss hat die Form eines Maskarons, einer fratzenhaften Maske, die von umlaufenden Faungesichtern begleitet wird.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Carmen Messmer
Moderation
Janin Ullmann