Lieb & Teuer

Sonntag, 08. Juli 2018, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 09. Juli 2018, 06:50 bis 07:20 Uhr

Moderatorin Janin Ullmann begutachtet mit Expertin und Gast eine Modepuppe. © NDR

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Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Bronzebüste von Paul Wunderlich

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Paul Wunderlichs Bronzebüste zeigt den Hamburger Grafiker und Weggefährten Horst Janssen.

Die Bronzebüste ist von Paul Wunderlich (1927-2010) und zeigt den Hamburger Grafiker Horst Janssen (1929-1995). Beide Künstler waren Weggefährten und haben zur selben Zeit ihre Ausbildung an der Hamburger Kunstschule absolviert. Die Skulptur war ein Geschenk zu Janssens 60. Geburtstag. Die Auflage war auf 30 Güsse ausgelegt, die in der Höhe aber nicht realisiert worden sind. Darin enthalten sind vier Exemplare mit dem Zusatz h.c. (hors de commerce) das sind sogenannte Künstlerexemplare, die nicht zum Verkauf gedacht waren, sondern zu besonderen Anlass gegeben wurden. Diese Büste hat eine h.c.-Signatur. Der Verbleib der drei weiteren Figuren ist bekannt. Eine zusätzliche Büste mit goldener Patinierung war das persönliche Geschenk an Horst Janssen.

Gemälde von Arthur Illies

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Das Gemälde von Arthur Illies zeigt die die Brücke von Schloss Moritzburg in Halle.

Das Bild zeigt einen Blick auf die Brücke von Schloss Moritzburg in Halle. Es ist signiert und datiert mit 1938. Der Maler Arthur Illies (1870-1952) wähle als Motiv nicht das wuchtige Schloss selbst, wie es von zahlreichen Postkarten bekannt ist, sondern er wählte eine beiläufige Perspektive, wie sie ein Spaziergänger erleben würde. Illies gehörte zu den ersten Hamburger Freilichtmalern, Werke von ihm sind auch in der Hamburger Kunsthalle vertreten.

Modepuppe Bild-Lilli

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Von der Modepuppe "Lilli" gibt es eine Auflage von 130.000 Stück.

Die Modepuppe war das direkte Vorbild der weltbekannten Barbie. Sie ist aus einem Comic der "Bild"-Zeitung. Lilli war modern, arbeitete als Sekretärin und war modisch gekleidet - eine junge Frau der Wirtschaftswunderzeit. Wegen der Beliebtheit der Figur wurde eine Puppe in der Spielzeugfabrik O. & M. Hausser in Auftrag gegeben. Modelleur war Max Weißbrodt. Sie hatte zahlreiche Kleider als Ausstattung. Das Kleid dieser Lilli ist original, es hat Druckverschlüsse der Firma Prym. Lilli ist zwischen 1955 und 1964 in einer Auflage von 130.000 produziert worden, dann wurden die Rechte an die Firma Mattel verkauft.

Schrank mit Intarsien

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Die Intarsien des Ebenholz-Schranks sind aus Elfenbein gefertigt.

Hinter den beiden Klapptüren sind neun Schubladen und ein weiteres, mit Rundsäulen flankiertes Fach - ebenfalls wieder mit Schubladen gefüllt - untergebracht. Ein Geheimfach lässt sich auf der Oberseite öffnen. Der Schrank ist aus Ebenholz und alle Oberflächen sind mit Elfenbeinintarsien geschmückt. Die Motive, Aphrodite und Diana und viele mehr stammen aus der Renaissance und aus der Antike. Das Möbel hatte ursprünglich einen passenden Unterschrank.

Wiederholung vom 23. Oktober 2016.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Reinhardt
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold