Lieb & Teuer

Sonntag, 13. September 2020, 16:00 bis 16:30 Uhr

Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Gemälde von Paul Emil Gabel

Gemälde der Stadt Elbing von Paul Emil Gabel © NDR Foto: Lieb & Teuer
Das Ölgemälde von Emil Gabel zeigt die Stadt Elbing.

Das Bild zeigt eine Ansicht vom Geburtsort des Malers Paul Emil Gabel (1875-1938). Es ist signiert und mit 1922 datiert. Elbing ist eine kleine Stadt in Polen, gelegen am gleichnamigen Fluss, der hier mit einer in rötliches Sonnenlicht getauchten Häuserzeile gemalt wurde. Es ist eine Vorstudie bekannt mit dem Vermerk, dass der Verbleib des zugehörigen Ölbildes nicht bekannt ist. Gabel lebte ab 1930 in Hamburg.

Zwei japanische Puppen

Zwei japanische Puppen © NDR Foto: Lieb & Teuer
Die Puppen sind in Japan zur Edo-Zeit entstanden.

Puppen sind in Japan seit der Edo-Zeit verbreitet, man hat sie im Haus ausgestellt, weil sie böse Geister einfangen sollten. Dieses Paar ist den europäischen Puppen des 19. und 20. Jahrhunderts. In Aussehen und Beweglichkeit sehr ähnlich. Die Köpfe sind aus Pappmasché, die Oberfläche aus gefärbtem Muschelkalk gearbeitet. Jungen und Mädchen sind eigentlich nur an der Frisur zu unterscheiden, Jungen haben einen Haarkranz, Mädchen eine Bubikopffrisur - hier fehlt die Perücke.

Silberpokal im Jugendstil

Silberpokal im Jugendstil © NDR Foto: Lieb & Teuer
Den Silberpokal aus der Zeit des Jugendstil schmücken Cabochons aus Blutjapsis.

Der Pokal ist 1903 vom Deutschen Flottenverein anlässlich einer Ruderregatta von Hela nach Pillau (im heutigen Polen) gestiftet worden. Er ist aus 800er-Silber, mit Cabochons aus Blutjaspis - Halbedelsteine - von der Heilbronner Firma Bruckmann hergestellt worden. Das dekorative Schmuckband zeigt einen stilisierten Greifvogel. Der Pokal ist im Jugendstil gestaltet.

Meissen Jubiläumsteller

Jubiläumsteller von Meissen © NDR Foto: Lieb & Teuer
Der Meissener Jubiläumsteller entstand zum 200-jährigen Bestehen der Manufaktur.

Der Wandteller wurde zum 200-jährigem Bestehen der Meissner Porzellanmanufaktur 1910 aufgelegt. Alle wichtigen Informationen sind auf der Schauseite Unterglasur blau notiert worden: der Jubiläumszeitraum 1710-1910, prominent im Zentrum die berühmte Schwertermarke, das sächsische Wappen sowie das Wappen der Wettiner und der Stadt Meissen und die Krone. Es handelt sich um eine Serienproduktion in hoher Auflage. Der Teller hat einen kleinen Chip.

Porzellanfigur von drei Tänzerinnen

Porzellanfigur von drei Tänzerinnen © NDR Foto: Lieb & Teuer
Hersteller der Figurengruppe mit Tänzerinnen ist die Firma Rosenthal.

Die weiße Porzellanfigur ist 1922 von der Firma Rosenthal hergestellt worden. Es gibt sie auch farbig. Der Entwurf von 1912 geht zurück auf Claire Volkhardt (1886-1935). Sie ist unter dem Titel "Tanzlust" oder auch "Die drei Grazien" bekannt geworden. Vorbild für die drei Tänzerinnen sollen die Schwestern Grete, Elsa und Berta Wiesenthal sein, die im Ballett der Wiener Hofoper aufgetreten sind. Später sind sie an verschiedene Theater engagiert worden. Sie waren berühmt für ihren freien Tanzstil.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Produktionsleiter/in
Anja Reingold
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz

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