Lieb & Teuer

Sonntag, 18. Oktober 2020, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 19. Oktober 2020, 06:50 bis 07:20 Uhr

Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Janusuhr aus Jütland

Drei Personen stehen um eine Standuhr herum. © NDR Foto: Lieb & teuer,
Die große Standuhr hat ein zweites Zifferblatt auf der Rückseite.

Die Uhr hat - wie der Name andeutet - zwei Gesichter. Der römische Gott wird als doppelköpfige Figur dargestellt, die in zwei Richtungen blickt. Die große Standuhr hat ein zweites Zifferblatt auf der Rückseite. Durch einen Ausschnitt in der Wand, konnte man mit einer Uhr die Zeit in zwei Räumen ablesen. Beide Uhren werden mit demselben Uhrwerk betrieben, die Herausforderung für den Uhrmacher war der Bau des Umlenkgetriebes für die zweite Uhr. Im Zifferblatt befindet sich die 1919 datierte Signaturplakette von Sören Marcussen (1757 - 1837) aus Jütland. Die Uhr ist ein seltenes Sammlerstück.

Bekrönter Silberpokal

Silberpokal © NDR Foto: Lieb & teuer,
Der Silberpokal war ein Geschenk zum 50. Dienstjubiläum eines Hüttendirektors.

Der Pokal wurde dem Hüttendirektor Carl Ernst August Koch zum 50-jährigen Dienstjubiläum 1837 überreicht, der zuletzt in Gittelde tätig war. Es gibt zahlreiche Inschriften, auch der Namen der Schenker sind auf dem Fuß eingraviert. Die Form ist typisch spätbiedermeierlich, allerdings geht der Deckel auf einen Entwurf zurück, der eine Sonderanfertigung für Carl Koch sein muss. Der Pokal ist bekrönt mit einem Fackelturm und einer Flamme, die an das Verbrennen der Gase im Eisenwerk erinnert. Die Meisterpunze verweist auf Friedrich Wilhelm Streuber (1776 - 1850) der in Braunschweig tätig war.

Zwei Ansichtenteller

Ansichtenteller aus Siderolith © NDR Foto: Lieb & teuer,
Die Teller aus Siderolith zeigen Ansichten von Heidelberg.

Die beiden Wandteller sind typische Souvenirstücke für Touristen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Heidelberger Schlossruine gilt als Inbegriff der deutschen Romantik. Das Material ist Siderolith, ein Steingut, das besonders heiß gebrannt werden kann und sehr haltbar ist. Auf der Rückseite befinden sich die Bezeichnungen der Motive: "Heidelberg, Schloss Neckar" und "Heidelberg Hirschgasse", sowie die Bestellnummern und das Kürzel WS&S für den Hersteller Wilhelm Schiller und Sohn aus Böhmen.

Terrakottafigur "Vater Rhein"

Terrakottafigur "Vater Rhein" © NDR Foto: Lieb & teuer,
Die Terrakottafigur "Vater Rhein" stammt vom Bildhauer und Maler Rudolf Uffrecht.

Die Personifikation des Flusses Rhein ist eine kräftige Männerfigur mit Mauerkrone, langen Locken und Bart, einer Harfe im rechten und einem Wasserkrug aus dem das Rheinwasser heraus fließt im linken Arm. Hersteller ist die Firma von Jacob Uffrecht in Haldensleben. Die Figur ist mit dem Herstellungsjahr 1879 versehen und signiert mit dem Namen des Sohnes, dem Bildhauer und Maler Rudolf Uffrecht (1840 - 1913).

Damenporträt von Fritz Reusing

Damenporträt von Fritz Reusing © NDR Foto: Lieb & teuer,
Das Porträt von Fritz Reusing zeigt die Mutter der jetzigen Besitzerin des Bildes.

Das Porträt zeigt die Mutter der jetzigen Besitzerin, die dem Maler Fritz Reusing (1874 - 1956) des Öfteren Modell gesessen hatte. Reusing ist mit zahlreichen Porträts von Prominenten wie z.B.  Albert Einstein, Richard Strauss, Joachim Ringelnatz und andere und bekannt geworden. Er zählt zu den letzten Porträtmalern der Düsseldorfer Schule. Das Kreidebild ist mit Kohle und Pastell bearbeitet.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Produktionsleiter/in
Anja Reingold
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz

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