Länder - Menschen - Abenteuer

Myanmar - Leben am Großen Strom - Von Mandalay ins Delta

Dienstag, 16. Juli 2019, 15:15 bis 16:00 Uhr

Zur Kolonialzeit Myanmars befuhr die größte Binnenflotte der Welt den Ayeyarwady. Am Mittel- und Oberlauf ist der Fluss noch heute oft die einzige Verbindung zur Außenwelt und viel befahren, von schwer beladenen Lastkähnen und klapprigen Personenfähren. Einen Monat lang waren die Autoren Rolf Lambert und Bernd Girrbach auf dem Fluss unterwegs.

In Mandalay lehrt der 24-jährige Mönch Owen in einer Schule kritisches Denken im Sinne Buddhas. Mit seinen Schülern unternimmt er einen Ausflug zu den Hügeln von Sagaing, dem Zentrum der buddhistischen Lehre im Land. Hoch über dem Fluss leben über 8.000 Mönche und Nonnen.

Der Markt kommt auf einem Boot angefahren

Bild vergrößern
Auf dem Ayeyarwady bringt viermal im Jahr ein Marktboot frisches Obst und Gemüse.

Das größte Schiff auf dem Fluss, die "Mya-Ayeya", kennt jedes Kind. Die 100 Jahre alte zweistöckige Fähre mit ihren zwei angetäuten Lastkähnen ist ein schwimmender Supermarkt. Viermal jährlich fährt das Schiff Birmas großen Strom hinauf und herunter. Über die Schiffslautsprecher ertönt der "Marktbootsong", wenn sich das Schiff einem Dorf nähert. Dann wird bis abends um zehn Uhr Markt abgehalten, eine Sensation für die entlegenen Dörfer. Leider will die Regierung das Marktboot stilllegen, heißt es. Mit der Öffnung Myanmars setzt man auf Straßenbau.

Charme der Kolonialgebäude

Bild vergrößern
Die buddhistischen Nonnen in der Stadt Mandaley transportieren Gegenstände und Nahrungsmittel auf ihren Köpfen.

Yangon, das britische Rangun, ist der Heimathafen des Marktbootes und die größte Stadt des Landes. Direkt am Hafen liegt die koloniale Altstadt. Von hier aus haben die Briten einst ihre Kolonie regiert. Durch die lange Isolation des Landes ist die Stadt bis heute geprägt vom Charme der Kolonialgebäude. Manche sind morbide, andere werden als Schulen, Krankenhäuser oder Gerichte bis heute genutzt. Die meisten von ihnen befinden sich in allerbester Lage. Nun bieten Investoren viel Geld, um die kolonialen Erbstücke abzureißen und Hochhäuser zu bauen.

Mit einer Marionettentheatergruppe verlässt das Filmteam Yangon. Kurz vor der Mündung verzweigt sich der Strom in ein mächtiges Delta. Wo der längste Flussarm in den Golf von Bengalen mündet, steht die letzte goldene Pagode des Ayeyarwady.

Autor/in
Rolf Lambert
Regie
Rolf Lambert
Autor/in
Bernd Girrbach
Regie
Bernd Girrbach
Redaktion
Ulrike Becker
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke

Myanmar - Leben am Großen Strom - Von Bhamo bis Mandalay

15.07.2019 15:15 Uhr

Der Fluss Ayeyarwady verbindet die wichtigsten historischen Orte Myanmars wie Mandalay, Bagan und Yangon. Er ist gesäumt von Tempeln, Pagoden und buddhistischen Klöstern. mehr