Länder - Menschen - Abenteuer

Alaskas wilder Westen - Inseln am Rande der Zeit

Donnerstag, 12. September 2019, 20:15 bis 21:00 Uhr

Dutch Habor, am Fuße von Bergen. © NDR/Manfred Uhlig

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Kaum eine Region der Erde ist so abgelegen und landschaftlich spektakulär wie der äußerste Westen Alaskas. Auf einsamen Inseln leben Menschen mit Blick in die Zukunft.

Wenn Robert Soolook aus seinem Fenster sieht, kann er in die Zukunft schauen. Ein paar Kilometer entfernt, mitten in der Beringstraße, verläuft die Grenze zwischen Amerika und Russland und auch die Datumsgrenze: Auf der russischen Seite ist der Kalender schon einen Tag weiter.

Isoliert vom Rest der Welt

Etwa 80 Menschen leben auf Little Diomede Island, der abgeschiedenen Insel am Rande der Zeit. Sie sind Inuit vom Volk der Inalik. Ihre einzige Verbindung zur Außenwelt ist der Hubschrauber, isolierter geht es kaum.

200 Kilometer entfernt liegt die ehemalige Goldgräberstadt Nome. Zu Zeiten des Goldrausches lebten dort knapp 30.000 Menschen, nun sind es noch 4.000. Einer von ihnen ist Adem Boekman. Wenn die See zugefroren ist, geht er aufs Eis und sucht nach einem anderen Schatz des Polarmeeres: Königskrabben.

Lebensgefährlicher Job

Manchmal kommt Maggie Stang, die Wildlife-Trooperin, schwebend vom Himmel und kontrolliert, dass bei Fischerei und Jagd die Regeln eingehalten werden. Das Flugzeug ist Fortbewegungsmittel und Büro zugleich. Eine Landebahn findet sich immer auf dem zugefrorenen Meer.

Leben am Rande der Welt

Unter der meterdicken Eisschicht suchen Derek und seine Kumpel ihr Glück. Mit einem überdimensionalen Staubsauger spülen sie den Sand vom Meeresboden nach oben. Dort filtern sie Gold heraus, das sich in kleinsten Partikeln am Meeresgrund abgesetzt hat. Vier Stunden dauert die Schicht im minus zwei Grad kalten Wasser. Beim kleinsten Fehler kann der Schlauch für die Atemluft zufrieren, der Job ist lebensgefährlich.

Ein einsames Revier

1.300 Kilometer weiter südlich patrouliiert auf der Aleuten-Insel Unalaska der Streifenbeamte Jason Pforsich in einem der wohl einsamsten Reviere der Welt. Der einzige Ort, Dutch Harbour, ist der wichtigste Fischereihafen der USA und Tummelplatz für Weißkopfadler.

Autor Manfred Uhlig und Kameramann Reiner Bauer waren sowohl im Winter als auch im Sommer im äußersten Westen Alaska unterwegs, um in dieser einzigartigen und grandiosen Landschaft vom faszinierenden Leben der Menschen am Rande der Welt und am Rande der Zeit zu erzählen.

Autor/in
Manfred Uhlig
Kamera
Reiner Bauer
Schnitt
Klaus Flemming
Sprecher/in
Konstantin von Westphalen
Producer
Brigitta Schübeler
Produktionsleiter/in
Ulrike Schwerdtner
Tim Carlberg
Redaktion
Thorge Thomsen
Ralf Quibeldey

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