Kulturjournal

Montag, 20. April 2020, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 24. April 2020, 02:05 bis 02:45 Uhr

Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

Demokratie in Zeiten von Corona - Wie steht es um unsere Freiheitsrechte?

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Ein Spielplatz ist wegen der Corona-Pandemie gesperrt © picture allaince/Christoph Schmidt/dpa Foto: Christoph Schmidt
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Corona: Wie steht es um unsere Freiheitsrechte?

In Zeiten von Corona dürfen wir nicht reisen, nicht in die Kirche und uns nicht versammeln. Ist der Eingriff in unsere, im Grundgesetzt verankerte Freiheit, gerechtfertigt? 5 Min

Freiheit, wo bist Du? Gerade ist von ihr in Zeiten von Corona nicht viel zu spüren. Reisefreiheit - eingeschränkt. Versammlungsfreiheit - eingeschränkt. Religionsfreiheit - eingeschränkt. Stattdessen: Kontaktsperre. Die Schulen sind zu, ebenso Restaurants. Deutschland ist im Lock-down. Mindestens 1,5 Meter Mindestabstand ist das Gebot der Stunde oder am Besten gar nicht mehr das eigene Heim verlassen. Es ist die Rede von der "größten Bedrohung seit dem Krieg". Aber rechtfertigt sie diese Einschränkungen unserer an sich im Grundgesetz verankerten Freiheiten? Wir sprechen darüber mit einem Rechtswissenschaftler, einem Historiker und dem Innenminister von Niedersachsen.

Das Corona-Archiv - Fundstücke aus einer besonderen Zeit

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Das medizinhistorische Museum des UKE Hamburg © Medizinhistorisches Museum UKE Hamburg Foto: Aldolf-Friedrich Holstein
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Corona-Archiv: Museum des UKE erstellt Sammlung

Wie wir in von der "Corona-Krise" sprechen werden, hängt davon ab, was von ihr übrig bleibt. Das medizinhistorische Museum des UKE in Hamburg sammelt schon jetzt Fundstücke dieser Zeit. 4 Min

Irgendwann wird die Corona-Pandemie vorbei sein. Sie beschreibt eine Zeit, die eigene Symbolen hat und einen eigenen Wortschatz wie "Herdenimmunität", "Systemrelevanz" oder "Social Distancing". Eine Zeit, in der neue Formen des Lernens und Arbeitens und neue Genres wie den "Corona-Songs" erfunden wurden. Eine Zeit mit neuen, leeren Bildern von unseren Städten. Wie danach von der "Corona-Krise" gesprochen und über sie gedacht wird, hängt davon ab, was dann noch von ihr da ist. Das medizinhistorische Museum des UKE in Hamburg dokumentiert die Geschichten großer Seuchen und sammelt schon jetzt Fundstücke dieser besonderen Zeit für eine künftige Ausstellung.

Kreativ in der Krise - Kunst aus Klopapier

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Rollen von Toilettenpapier übereinander gestapelt © picture alliance/xim.gs
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Şakir Gökçebağ erschafft Kunst aus Klopapier

Der Hamburger Künstler Şakir Gökçebağ schafft aus Toilettenpapier große Wandinstallationen. Schon vor dem Corona-Lockdown hat er aus Alltagsgegenständen humorvolle Kunst gemacht. 3 Min

Toilettenpapier ist das Material der Stunde! Der Hamburger Künstler Şakir Gökçebağ macht daraus große Wandinstallationen. Es sind verblüffende Ornamente voll erhabener Eleganz und poetischer Leichtigkeit. Schon vor Corona hat der 1965 in der Türkei geborene und mittlerweile in Hamburg lebende Künstler humorvolle und hintersinnige Kunst aus Alltagsgegenständen gemacht, sein Material holt Gökcebag oft aus dem Baumarkt: Gartenschläuche, Wäscheklammern, Plastikeimer. Er zerschneidet und setzt neu zusammen, und daraus entstehen verblüffende Installationen und Skulpturen.

Erinnerung über den Tod hinaus - Persönliche Hörbücher für Angehörige

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Die Journalistin Judith Grümmer © Joachim Rieger Foto: Joachim Rieger
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"Familienhörbuch": Persönliche Aufnahmen für Angehörige

"Alles, was Stimme hat, überlebt" ist das Motto der "Familienhörbücher". Judith Grümmer hilft schwerkranken jungen Menschen ihre Lebensgeschichte für ihre Hinterblieben aufnehmen. 5 Min

"Alles, was Stimme hat, überlebt" ist das Motto des Projekts "Familienhörbuch". Es verleiht todkranken jungen Eltern eine Stimme. Sie erzählen mit ihrer Stimme und in ihren Worten von ihrem Leben. Als Nachlass für ihre Kinder. Die finden in diesen Familienhörbüchern dann Antworten auf die Frage: Wer war meine Mutter? Wer war mein Vater? Eine Begleitung in die Zukunft, die die Kinder bei der Trauerarbeit unterstützen kann. Die Journalistin Judith Grümmer hat dieses Audiobiografie-Projekt ins Leben gerufen. Das Kulturjournal begleitet sie dabei, wie sie mit einer schwer erkrankten Frau und Mutter in Norddeutschland deren Familienhörbuch für ihre Kinder aufnimmt.
Weitere Informationen zu "Familienhörbücher" finden Sie hier.

Von der Bühne ins Netz - Porträt der Theatermacherin Gilla Cremer

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Gilla Cremer © (c) dpa-Report/Marcus Brandt Foto: Marcus Brandt
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Corona: Gilla Cremer präsentiert Theaterstück online

Theatermacherin Gilla Cremer entwickelt Ein-Personen-Stücke. Die präsentiert sie ihrem Publikum auch in Zeiten von Corona. "Die Dinge meiner Eltern" ist online zu sehen. 4 Min

Schauspielerin Gilla Cremer hat ihre ganz eigene Theater-Form entwickelt: Ein-Personen-Stücke, die sie selbst schreibt und spielt. Oft sind es Portraits ungewöhnlicher Frauen, aber auch Reisen in die eigene Familiengeschichte. Mit ihren Produktionen tritt Gilla Cremer seit über 30 Jahren in Hamburg auf. Ausgedehnte Tourneen haben sie unter anderem nach Neuseeland geführt. Doch wegen der Corona-Krise musste auch sie zahlreiche Termine absagen. Als Ersatz hat sie deshalb ihr Stück "Die Dinge meiner Eltern" als Video aufgezeichnet und kostenlos ins Netz gestellt: Darin spielt sie eine Frau, die den Haushalt von Vater und Mutter auflösen muss und ganz neu mit ihrer Kindheit konfrontiert wird. Das Kulturjournal hat Gilla Cremer bei den Dreharbeiten in den Hamburger Kammerspielen begleitet.

Weitere Informationen
Mit einem Pinsel gezeichnete Menschen auf Aquarellpapier. © photocase Foto: Patty

Kultur trotz Corona - Wie weiter?

Erneut müssen Kultureinrichtungen für mehrere Wochen schließen. Verkraftet die Kultur das? Situationsberichte und Meinungen von Kulturschaffenden. mehr

Kultur-Kahlschlag durch Corona - Absage von Musikfestivals im Norden

Bis Ende August sind alle Großveranstaltungen untersagt, so haben es Bund und Länder vereinbart. Die Folgen für die Kultur sind massiv, denn darauf mussten die großen Festivals im Norden abgesagt werden: Deichbrand, Dockville, Elbjazz, Hurricane, Southside, Wacken und weitere. Was das Verbot von Großveransatlungen für die Klassikfestivals in Schleswig-Holstein Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen bedeutet, ist noch offen. Aber auch sie werden nicht in geplanter Form stattfinden können. Das Kulturjournal berichtet über den Kultur-Kahlschlag durch Corona.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile