Kulturjournal

Montag, 14. Oktober 2019, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 18. Oktober 2019, 02:00 bis 02:30 Uhr

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Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

"Nachts allein im Ozean": Ein Schwimmer kämpft gegen den Müll

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"Nachts allein im Ozean": Der Kampf gegen Müll

Eigentlich wollte André Wiersig die Meere bezwingen, doch seit er mit einer Europalette zusammenstieß, heißt sein neuer Gegner: Müll. Nun hat er ein Buch geschrieben. Video (03:57 min)

Seine eigentliche Mission ist es, Ozeane zu bezwingen, doch Zug um Zug wurde der Hamburger Extremschwimmer André Wiersig zum engagierten Meeresbotschafter. Nach der Durchquerung der sieben gefährlichsten Meerengen sind Atlantik und Pazifik für ihn zum Lebensraum geworden: Mittlerweile kann er sogar den Geschmack der sieben Weltmeere unterscheiden. Doch bei der nächtlichen Durchquerung des Ärmelkanals kollidierte der Familienvater plötzlich mit einer Euro-Palette. Nach jahrelangem Training war es weniger der Kampf gegen Hunger und Kälte, als der gegen die Verunreinigung der Meere, die Wiersig beschäftigt. So hält der Coach und Unternehmer Vorträge vor Schülern, engagiert sich bei der Hamburger Klimawoche und kooperiert mit der Meeresstiftung. Anlässlich seines Buches "Nachts allein im Ozean" trifft das Kulturjournal Andre Wiersig an - oder besser: in der Nordsee, die vom Plastikmüll natürlich auch nicht verschont geblieben ist.

Odyssee auf dem Atlantik: Packender Film über Flüchtlinge im Zweiten Weltkrieg

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"Die Ungewollten": Die Irrfahrt der St.Louis

Ihre Flucht sollte ihnen Freiheit bringen, doch die USA, Kanada und auch Kuba lehnten die 937 jüdische Flüchtlinge an Bord der St. Louis ab. Ein Film erinnert nun an die Irrfahrt. Video (05:26 min)

In Tagen, in denen der deutsche Bundesinnenminister stoisch seine europäischen Kollegen daran erinnert, dass die "Menschenrettung zum Wertefundament Europas" gehört, jährt sich ein tragisches Flüchtlings-Ereignis zum 80. Mal: die Irrfahrt der St Louis. Die schicksalshafte Reise eines Hamburger HAPAG-Dampfers, dem 1939 mit 937 jüdischen Flüchtlingen an Board sowohl von Kuba, den USA als auch Kanada die Einreise verweigert wurde. Diese Odyssee erzählt nun erschütternd aktuell eine Produktion von ARD/NDR in Form eines Dokudramas. In einer Verbindung aus Spielszenen, Zeitzeugeninterviews und historischen Aufnahmen wird in dem Film "Die Ungewollten" die schwierige Situation an Bord auf bedrückende Art und Weise lebendig gemacht (Das Erste, 21. Oktober, 20:15 Uhr). Zentrale Figur ist der couragierte Kapitän Gustav Schröder, posthum zum "Gerechten unter den Völkern" ernannt und in dem Film von Ulrich Noethen gespielt. Der bekannte Schauspieler, wie auch Schröders Großneffe Jürgen Glaevecke, sprechen im Kulturjournal über Flüchtlingsströme damals wie heute, über Antisemitismus und über Verantwortung.

And The Winner Is? Der Deutsche Buchpreis 2019

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Buchpreis 2019: Das ist der Gewinner-Roman

Saša Stanišić' Roman "Herkunft" wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Stanišić erzählt an seiner Familiengeschichte, was Herkunft für das Leben bedeutet. Video (01:44 min)

Es geht um Liebe und um Familie, um Fußball und um Bienen, um den Krieg in Jugoslawien und um den Zweiten Weltkrieg: Sechs ganz unterschiedliche Romane stehen auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, geschrieben von Raphaela Edelbauer, Miku Sophie Kühmel, Tonio Schachinger, Norbert Schachinger, Saša Stanišić und Jackie Thomae. Der Preis, der mit 25.000 Euro für den Sieger und je 2.500 Euro für die anderen fünf Nominierten der Shortlist dotiert ist, gehört zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen in Deutschland. Die bisherigen Gewinner haben es fast alle durch den Preis auf die Bestsellerliste geschafft. Am Montagabend ist die Preisverleihung, das Kulturjournal stellt den prämierten Roman vor.

Meine Heimat, der Plattenbau: Kunstprojekt mit Bewohnern des "Großen Dreesch" in Schwerin

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Kunstprojekt mit Bewohner des "Großen Dreesch"

Einst war die "Große Dreesch" das schönste Neubeugebiet der DDR. Wer was mit dem Viertel verbindet, soll nun ein besonderes Kunstprojekt mit den Bewohnern zeigen. Video (05:15 min)

Einst galt der "Große Dreesch" als das schönste Neubaugebiet der DDR, es entstanden mehr als 20.000 Wohnungen, Schwerin wurde zur Großstadt. Jetzt, fünfzig Jahre später, ist das Plattenbauviertel zwar durchrenoviert, aber von der anfänglichen Euphorie ist wenig geblieben. Doch für alle Bewohner, ob alt, jung, langjährig oder gerade frisch zugezogen, ist der Ort Heimat. Wer was, womit in dem Viertel verbindet, und welcher Gegenstand für diese Heimat steht, soll jetzt ein Kunstprojekt zeigen: Vom 13. bis 20. September lädt Michael Kockot alle Bewohner des „Großen Dreesch“ auf die Plattform des Schweriner Fernsehturm - und sie sollen das mitbringen, was sie an ihren Heimatstadtteil erinnert. Das Kulturjournal macht sich vorab schon auf die Suche nach dem Heimatgegenständen und spricht mit Bewohnern und dem Initiator des Kunstprojekts.

"Uferfrauen": Homosexualität in der DDR

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"Uferfrauen": Unerwünschte Liebe in der DDR

Sie waren geduldet, aber unerwünscht. In dem Dokumentarfilm "Uferfrauen" erzählen lesbische Frauen vom Leben und der Liebe in der DDR. Video (04:29 min)

Nicht verboten, aber trotzdem unerwünscht: Für lesbische Frauen in der DDR war es nicht immer leicht, ihre Liebe offen zu leben. Homosexualität war in Ostdeutschland seit kein 1968 Strafbestand mehr - in dem Jahr wurde der berüchtigte §175 abgeschafft, anders noch als in der Bundesrepublik. Aber es gab trotzdem Diskriminierung und Anfeindungen. Im Dokumentarfilm "Uferfrauen" von Barbara Wallbraun berichten jetzt sechs lesbische Frauen über ihr Leben in der DDR: Sie erzählen von ihrem Kampf um Selbstbestimmung, der ersten Liebe, unkonventioneller Familienplanung sowie Konflikten mit der Staatsgewalt. "Uferfrauen" hat am 20. Oktober Premiere bei den "Lesbisch Schwulen Filmtagen" in Hamburg. Die Filmtage feiern ihr 30. Jubiläum und sind inzwischen das älteste und größte queere Filmfestival in Deutschland - mit jährlich rund 15.000 Besuchern und einem renommierten internationalem Programm (15.-20. Oktober). Eine zusätzliche Aufführung gibt es am 24.10. im Metropolis Kino in Hamburg.

Voller Energie und Gestaltungswillen: Der 92-jährige Dirigent Herbert Blomstedt

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Herbert Blomstedt spielt in der Elbphilharmonie

Er ist 92 Jahre alt, aber kein bisschen müde: Der Dirigent Herbert Blomstedt. Mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester spielt er nun in Hamburg und Kiel. Video (04:48 min)

"Man soll keine Gelegenheit verpassen, anderen Freude zu geben, andere Menschen glücklich zu machen, dann wird man auch selbst glücklich." Das sagt der Dirigent Herbert Blomstedt, der mittlerweile 92 Jahre alt ist und immer noch voller Energie, Begeisterung und Gestaltungswillen am Pult steht. Blomstedt ist ein besonderer Dirigent: uneitel, bescheiden, aber mit klaren musikalischen Zielen. Er hat schon viele Orchester geleitet, war von 1996 bis 1998 Chefdirigent beim NDR Elbphilharmonie Orchester (damals: NDR Sinfonieorchester), vor kurzem hat der Ausnahme-Dirigent Salzburg wieder mit den Wiener Philharmonikern zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Jetzt kommt Blomstedt wieder nach Norddeutschland: Mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester spielt er in Kiel und in Hamburg, auf dem Programm stehen Haydn und Bruckner. Das Konzert vom 18. Oktober wird live im Internet übertragen.

Der Norden liest - Karen Köhler und Johannes Böhme in Wolfsburg

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"Der Norden liest" mit Karen Köhler und Johannes Böhme

Am 15. Oktober geht in Wolfsburg die Kulturjournal-Reihe "Der Norden liest" weiter. Mit dabei sind die Schriftsteller Karen Köhler und Johannes Böhme. Video (00:45 min)

Die Kulturjournal-Reihe "Der Norden liest" geht weiter: Am 15. Oktober geht es in Wolfsburg um die Lebenswege zweier starker Frauen: Karen Köhler erzählt in ihrem Roman "Miroloi" die Geschichte einer jungen Frau, die sich als Außenseiterin in einem griechischen Dorf gegen alle Regeln stellt - ein zeitloses und eindringliches Plädoyer für Freiheit und Selbstbestimmung. Der Journalist und Autor Johannes Böhme hat sich mit seinem ersten Roman "Das Unglück schreitet schnell" auf die Suche nach der großen Liebe seiner Großmutter gemacht. Nach ihrem Tod ist er den Briefen gefolgt, die sie sich einst mit einem Soldaten schrieb, der in Stalingrad verschwand.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Katja Theile
Moderation
Julia Westlake