Kulturjournal

Montag, 17. Juni 2019, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 21. Juni 2019, 02:00 bis 02:30 Uhr

Die Moderatorin Julia Westlake

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Vom Roten Teppich zur After-Show-Party: Mit Jürgen Vogel beim Filmfest Emden

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Mit Jürgen Vogel beim Filmfest Emden

Er sieht unverwechselbar aus und ist einer der vielseitigsten und wandelbarsten Schauspieler im deutschen Kino. Nun hat Jürgen Vogel beim Emder Filmfest den Schauspielpreis erhalten. Video (05:34 min)

Er sieht unverwechselbar aus, nicht nur wegen seiner markanten Zahnlücken, und gleichzeitig ist er einer der vielseitigsten und wandelbarsten Schauspieler im deutschen Kino: Jürgen Vogel war der Ötzi in "Der Mann aus dem Eis", er spielte einen verzweifelten Vergewaltiger in "Der freie Wille" oder den Lehrer in "Die Welle". Seit über 30 Jahren arbeitet Jürgen Vogel, der in Hamburg aufwuchs, als Schauspieler. Viele Preise hat er schon bekommen, nun wird er beim Filmfest Emden (12. bis 19. Juni) mit dem Schauspielpreis ausgezeichnet, mit dem das Festival jedes Jahr eine herausragende Leistung würdigt. In einer Retrospektive präsentiert das Filmfest außerdem sechs seiner wichtigsten Filme, unter anderem "Das Leben ist eine Baustelle" und "Der Mann aus dem Eis". Das Kulturjournal begleitet Vogel auf dem Filmfest zwischen Film-Tee, Kinovorführung, Publikumsgespräch und Preisverleihung.

Viel mehr als "Platte": DDR-Architektur in Mecklenburg-Vorpommern

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DDR-Architektur: Viel mehr als "Platte"

Die meisten denken bei dem Stichwort DDR-Architektur wohl an Plattenbauten: grau, wenig einladend. Tatsächlich ist das architektonische Erbe der DDR jedoch vielfältiger. Video (05:09 min)

Wohl die meisten denken beim Stichwort DDR-Architektur an Plattenbauten: ganze Siedlungen normiert, grau, wenig einladend. Wobei die Wohnungsbauten in ihrer Entstehungszeit großen Zuspruch fanden, boten sie doch alle Annehmlichkeiten von Neubauten. Und auch die Städte in Mecklenburg-Vorpommern sind davon geprägt. Tatsächlich ist das architektonische Erbe der DDR vielfältiger als nur die industriellen Wohnungsbauten in Plattenbauweise: So entwarf der Rügener Architekt Ulrich Müther filigrane und expressive Betonschalenbauten, und die Landesplaner suchten immer wieder Sonderlösungen jenseits der Maßgaben aus Ost-Berlin. Das Kulturjournal macht sich in seiner Reihe "Stadt. Land. Haus." auf die Suche nach diesen Bauten, und es zeigt sich: Die Architektur des Arbeiter- und Bauernstaates ist viel mehr als "Platte".

Von Oper zu Jazz: Thomas Quasthoff bei der Jazz Baltica

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Thomas Quasthoff bei der Jazz Baltica

Als gefeierter Bariton war Thomas Quasthoff auf den Bühnen der Welt unterwegs - bis er eine Stimmkrise hatte. Die ist überwunden, hat aber einiges verändert: Jetzt ist er Jazz-Sänger. Video (02:57 min)

Wenn Opernsänger plötzlich Pop oder Jazz singen, dann kann das ganz schön schiefgehen: zu pompös, zu wenig Groove oder einfach nur schlecht. Thomas Quasthoff ist eine der Ausnahmen von dieser Regel. Der gefeierte Lied- und Opernsänger hat es geschafft, neben seiner Klassik-Karriere auch noch eine als Jazz-Sänger aufzubauen. Mit dem Trompeter Til Brönner hat er 2006/2007 "The Jazzalbum" aufgenommen. Seit seinem Abschied vor einigen Jahren aus dem Klassik-Konzertbetrieb singt er sogar nur noch Jazz. Im vergangenen Jahr erschien die hochgelobte Platte "Nice ’n’ Easy" mit der NDR Bigband, ein Album mit Standards wie "Cry me a river" oder "I remember you". In kleinerer Besetzung - mit Klavier, Bass und Schlagzeug - singt Quasthoff "Nice ’n‘ Easy" bei der Jazz Baltica am Timmendorfer Strand (Konzert: 20. Juni).

Tanz jenseits der Geschlechtergrenzen: Das Transgender-Ensemble im Theater Lüneburg

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Tanz jenseits der Geschlechtergrenzen

Das "Transparence Theatre" ist ein Profi-Ensemble für transsexuelle Darsteller*innen. Für sie ist es häufig schwer, ein Engagement zu bekommen. Denn auch in der Theaterwelt gibt es Vorurteile. Video (05:39 min)

Es ist ein weltweit einmaliges Projekt: Das "Transparence Theatre" ist ein Profi-Ensemble ausschließlich für transsexuelle Tänzer*innen und Darsteller*innen. Denn auch in der Theaterwelt gibt es Vorurteile oder Unsicherheit im Umgang mit diesem Thema, und für transsexuelle Künstler*innen ist es deshalb oft schwer, ein Engagement zu bekommen. Im "Transparance Theatre" sollen nur die darstellerischen oder tänzerischen Fähigkeiten gelten und nicht, wie in anderen Theatern, auch noch das Geschlecht. Die erste Produktion der Gruppe wurde am 14. Juni im Theater Lüneburg uraufgeführt: In "Transparencia", das auf wahren Begebenheiten beruht, geht es darum, was passiert, wenn die geschlechtliche Identität plötzlich komplett in Frage gestellt wird. Und natürlich auch um die Frage: Was heißt eigentlich männlich oder weiblich - und wie definieren wir überhaupt Gender? Das Kulturjournal hat die Proben in Hamburg sowie die Premiere in Lüneburg besucht und mit Aline de Oliveira und Brix Schaumburg über ihre persönliche Geschichten und ihre künstlerische Arbeit gesprochen.

Von der Antike bis heute: Die Ausstellung "Flucht übers Meer" in Hamburg

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Was macht Flucht mit dem Leben von Menschen?

Schon immer sind Menschen geflüchtet, um zu überleben, um in eine bessere Welt zu gelangen. Was Flucht mit dem Leben von Menschen macht, zeigt die Ausstellung "Flucht übers Meer" in Hamburg. Video (05:04 min)

Schon immer sind Menschen geflüchtet, um in eine bessere Welt zu gelangen, auch übers Meer. Unter dem Titel "Flucht übers Meer: Von Troja bis Lampedusa" zeigt das Internationale Maritime Museum in Hamburg bis zum 2. Februar 2020 einen Überblick über große Fluchtbewegungen. Eine ganz frühe Flucht über das Mittelmeer: die Irrfahrt des Trojaner Aeneas nach Italien. Die "Pilgrim Fathers", Glaubensflüchtlinge, haben die USA gegründet. Die Flucht vor dem NS-Regime 1933-1945. Die Republikflucht aus der DDR über die Ostsee. Die Ausstellung erzählt von vielen Schicksalen: Im Sommer 1971 schwimmt Peter Döbler, ein Urologe aus Rostock, von Kühlungsborn in der DDR nach Fehmarn. Über 24 Stunden im kalten Wasser der Ostsee, 45 Kilometer - auch seine Geschichte ist Teil der Ausstellung. "Die Motive sind immer gleich: Krieg, Not, existenzielle Bedrohung, Unterdrückung und Unfreiheit bringen die Menschen dazu, zu fliehen", sagt der Kurator Erik Lindner. "Das wollen wir in der Ausstellung zeigen, um vielleicht auch etwas mehr Verständnis und Empathie bei den Besuchern zu wecken." Das Kulturjournal geht mit der Syrerin Roula El Rifai durch die Ausstellung: Sie kam schwanger und mit zwei Kleinkindern in einem Schlauchboot übers Mittelmeer und ist mittlerweile in Hamburg gut integriert.

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Julia Westlake kommentiert den kulturellen Aufreger der Woche. Sie sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

Weitere Informationen

Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Katja Theile
Moderation
Julia Westlake