Kulturjournal

Montag, 25. März 2019, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 29. März 2019, 02:00 bis 02:45 Uhr

Wunderwelt Wiese - Spektakuläre Naturaufnahmen von Jan Haft

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Wunderwelt Wiese: Bedrohter Mikrokosmos

Etwa ein Drittel unseres Landes war einst von Wiesen bedeckt. Heute sind es noch zwei Prozent. Der Film "Die Wiese - Ein Paradies nebenan" zeigt in tollen Bildern den bedrohten Mikrokosmos. Video (04:18 min)

Der preisgekrönte Dokumentarfilmer Jan Haft nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise: kitzelnde Gräser, leuchtende Blumen, summende Insekten. Die Wiese - nirgendwo sonst leben mehr Insektenarten, nirgendwo sonst herrscht eine solche Farbenpracht. Und gleichzeitig ist kein heimischer Lebensraum so sehr bedroht: Etwa ein Drittel unseres Landes war einst von blühenden Wiesen bedeckt. Heute sind es noch klägliche zwei Prozent. Schreiadler, Rebhuhn, Wildbienen und viele andere Arten verlieren ihr Biotop aus Wildkräutern, Blumen und Gräsern. Ein neues Buch (Penguin Verlag) und ein neuer Film über die "Die Wiese - Ein Paradies nebenan" zeigen jetzt in wunderschönen Bildern den bedrohten Mikrokosmos.

Letzte Bilder - Klaus Becker macht Fotos von früh verstorbenen Kindern

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Sternenkinder: Das erste und letzte Foto

Die Fotos, die er macht, sind die letzten - und oft auch die ersten überhaupt: Klaus Becker fotografiert Kinder, die schon im Mutterleib verstorben sind oder kurz nach der Geburt. mehr

Die Fotos, die er macht, sind die letzten - und oft auch die ersten überhaupt: Klaus Becker fotografiert "Sternenkinder", Kinder die schon im Mutterleib verstorben sind oder kurz nach der Geburt. Mit seinen Bildern versucht er, ein flüchtiges, nicht gelebtes Leben festzuhalten, Erinnerungen zu schaffen - für die Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde. Der Blick durch die Kamera ist dabei Schutz, seine Berufserfahrung hilft - doch Routine sind diese Einsätze nie. Das Kulturjournal ist mit dabei, wie Klaus Becker ein "Sternenkind" fotografiert. Rund 3.000 von ihnen kommen in Deutschland jährlich zur Welt, etwa die Hälfte davon werden von ehrenamtlichen Fotografen, wie Klaus Becker, fotografiert. Zum ersten und zum letzten Mal.

Ein Pastor kämpft gegen Rechtsextremismus: Das Buch "Guter Hirte. Braune Wölfe." von Wilfried Manneke

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Pastor Manneke kämpft gegen rechts

Als Wilfried Manneke eine Stelle als Pastor in der Südheide antrat, war er schockiert über die rechte Szene dort und begann, dagegen zu kämpfen. Darüber hat er nun ein Buch geschrieben. Video (05:19 min)

Rechtsradikale Jugendcamps, rituelle Feiern, Nazi-Rockkonzerte. Als Wilfried Manneke Ende der 90er eine Stelle als Pastor in der Südheide antrat, war er schockiert über die rechte Szene dort. Damit wollte er sich nicht abfinden. Er fand Gleichgesinnte und gemeinsam organisierten sie Demonstrationen, bauten ein Netzwerk auf. Die Reaktionen waren heftig: Hakenkreuze an der Kirchentür, Zwillenkugeln, Schmierereien. 2011 warfen Unbekannte einen Molotow-Cocktail aufs Pfarrhaus. Doch Manneke ließ sich nicht einschüchtern und macht bis heute weiter. 2018 wurde der Pastor aus Unterlüß vom Zentralrat der Juden in Deutschland mit dem Paul-Spiegel-Preis ausgezeichnet. Über seinen Kampf gegen rechts hat er jetzt ein Buch geschrieben: "Guter Hirte. Braune Wölfe."

200 Jahre tierischer Protest - Jubiläum der "Bremer Stadtmusikanten"

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200 Jahre "Bremer Stadtmusikanten"

Seit 200 Jahren ist das Märchen der Brüder Grimm ein Symbol für Mut und Solidarität. Nun zeigt die Bremer Kunsthalle eine große Schau zu Ehren der vier Ausgestoßenen, Esel, Hund, Katze und Hahn. Video (03:52 min)

"Etwas besseres als den Tod findest du überall" - die gemeinsame Reise der Bremer Stadtmusikanten auf der Suche nach einem würdevollen Leben ist geprägt von Hoffnung und Pragmatismus. Das Märchen der Brüder Grimm von vier Ausgestoßenen, Esel, Hund, Katze und Hahn, ist 1819 erstmals gedruckt worden und seit 200 Jahren ein Symbol für Mut und Solidarität. Die Bremer Kunsthalle zeigt zum Jubiläum vom 23. März bis zum 1. September die große Schau "Tierischer Aufstand. 200 Jahre Bremer Stadtmusikanten in Kunst, Kitsch und Gesellschaft".

Brillanter Sänger und Schauspieler - Julia Westlake trifft Christian Friedel

Schauspieler oder Sänger - das war so eine Frage für Christian Friedel. Einige Jahre entschied er sich für ersteres, kam früh an die Bühne, war unter anderm Ensemble-Mitglied im Staatstheater Hannover. Inzwischen ist er einer der besten und bekanntesten Schauspieler seiner Generation. Er spielte den Hitler-Attentäter Elser, den Dorflehrer in "Das weißte Band", trat in den Serien "Babylon Berlin" und "Parfum" auf. Außerdem hat er als Theaterregisseur in Göttingen gearbeitet. Seit einigen Jahren ist Friedel aber auch verstärkt als Sänger unterwegs, er ist Frontmann der Band "Woods of Birnam". Ein Popstar werden, das war einer seiner frühen Träume. Singen und Schauspielen - er kann einfach beides. Gerade hatte Christian Friedel mit der Band einen Auftritt in der Hamburger Elbphilharmonie, dort hat Julia Westlake ihn getroffen.

Wahr. Schön. Gut. Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil. Viel Spaß!

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Katja Theile
Moderation
Julia Westlake