Kulturjournal

Montag, 28. Januar 2019, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 01. Februar 2019, 02:20 bis 03:00 Uhr

Julia Westlake

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Komiker on Tour: Jan Böhmermann auf Konzertreise im Norden

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04:05

Jan Böhmermann auf Tour im Norden

Vor drei Jahren rief Jan Böhmermann das Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld ins Leben. Mit diesem geht der Satiriker und Fernsehmoderator nun auf Tour - auch in Norddeutschland. Video (04:05 min)

2016 löste Jan Böhmermann mit seinem Schmähgedicht auf Erdogan in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" eine Staatskrise aus. Was darf und vor allem kann Satire? Ist sie überlebenswichtig - für die freiheitliche Demokratie? Und ist das alles in Zeiten von wiedererwachendem Nationalismus, aggressiver Rhetorik und einem auseinanderfallenden Europa überhaupt noch lustig? Diese Fragen beschäftigen den gebürtigen Bremer Jan Böhmermann, den Satiriker, Fernsehmoderator und Komiker, der mit einer Konzerttour Ende Januar nun nach Hamburg, Bremen und Hannover kommt. Vor drei Jahren rief er das Rundfunk-Tanz-Orchester Ehrenfeld ins Leben. Mit diesem geht er jetzt auf Tour, weil er endlich mal die TV-Glasscheibe zwischen sich und dem Publikum weglassen will.

Tourdaten in Norddeutschland
28.01.19 Hamburg - Sporthalle
30.01.19 Bremen - Pier2
31.01.19 Hannover - Swiss Life Hall 

Früher ein Mann, jetzt eine Frau: Die Hamburger Beatboxerin Lia Şahin

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Vom Mann zur Frau: Beatboxerin Lia Şahin

Vor zwei Jahren war sie als Mann so unglücklich, dass sie nicht weiterleben wollte. Dann wagte Lia Şahin einen Neuanfang: Heute bringt sie geflüchteten Jugendlichen Beatboxen bei - als Frau. Video (05:11 min)

"Die übliche beatboxende, rothaarige, deutsche Transgender-Frau mit türkischem Migrationsvordergrund": So stellt sich Lia Şahin heute vor, wenn sie auf die Bühne kommt. Noch vor zwei Jahren war sie ein Mann, trat als Beatboxer Blazer auf den großen Bühnen auf. Musik - das ist ihr Leben. "Ich mache keine Musik, ich bin die Musik". Trotzdem: Vor zwei Jahren war sie als Mann so unglücklich, dass sie erst in ihrem Körper nicht weiterleben wollte. Doch sie startete einen Neuanfang, rasierte sich den Bart ab, trennte sich von der Freundin, zog nach Hamburg. Und hier fing sie im Verein Rap for Refugees an, Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan und Somalia Beatboxen beizubringen. Und ein starkes, unabhängiges Frauenbild.

Rap gegen Nazis: Die KZ-Überlebende Esther Bejarano

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Rap gegen Nazis mit Esther Bejarano

Esther Bejarano kämpft unermüdlich gegen den Hass und gegen das Vergessen: Die Holocaust-Überlebende besucht Schulen und gibt Konzerte mit den Hip-Hoppern von "Microphone Mafia". Video (04:08 min)

Man möchte es nicht glauben: Viele Europäer sind der Meinung, dass der Antisemitismus in ihrem Land zunimmt. Nur wenige Tage vor dem internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar veröffentliche die EU eine Studie zum Antisemitismus in Europa. Zwei Drittel der Befragten geben an, dass Antisemitismus ein Problem sei. Und viele sind davon überzeugt, dass ihre Mitmenschen nichts oder kaum etwas über das Judentum und den Holocaust wüssten. Umso wichtiger ist es, immer wieder an die unbegreiflichen Verbrechen der NS-Zeit zu erinnern.

Esther Bejarano ist eine der Überlebenden des Konzentrationslagers in Auschwitz, sie spielte Akkordeon im Mädchenorchester von Auschwitz. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, gegen den Hass und gegen das Vergessen einzutreten: Sie besucht Schulen, tritt bei Lesungen auf und gibt Konzerte mit den Hip-Hoppern von "Microphone Mafia". Am Holocaust-Gedenktag singen und rappen sie gemeinsam auf jiddisch, türkisch und deutsch. Das Kulturjournal besucht das Konzert und spricht mit Esther Bejarano über alten und neuen Antisemitismus.

Weitere Informationen
Multimedia-Doku

Die Befreiten von 1945

Stell dir vor, es ist Krieg - und dann ist er endlich vorbei. Fünf damals junge Norddeutsche: verfolgt, gehasst, ausgebombt. In der Web-Doku erzählen sie ihre Geschichte von 1945. mehr

Deutscher Krimi Preis für "Mexikoring": Porträt der Hamburger Schriftstellerin Simone Buchholz

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"Deutscher Krimi Preis" für Simone Buchholz

Ihre Bücher mit Staatsanwältin Chasity Riley stehen regelmäßig auf der Krimibestenliste. Für den neuesten Band "Mexikoring" erhält Simone Buchholz nun den "Deutschen Krimi Preis 2019". Video (04:57 min)

Sie lebt in Hamburg auf St. Pauli, und hier spielen viele ihrer Kriminalromane: Simone Buchholz gehört zu den erfolgreichsten und besten Krimiautorinnen und -autoren in Deutschland. Angefangen hat sie als Journalistin, sie arbeitete für Frauenzeitschriften, dann wollte sie etwas ganz anderes schreiben. Inzwischen hat sie acht Bände mit der abgebrühten, leicht schnoddrigen Staatsanwältin Chasity Riley veröffentlicht, die regelmäßig auf der Krimibestenliste stehen. Buchholz erhielt für ihre Reihe bereits einige Preise, und für den aktuellen Roman "Mexikoring" bekommt sie jetzt zum zweiten Mal den "Deutschen Krimi Preis". Es geht um brennende Autos, um die Gewalt rivalisierender Clans und um eine verbotene Liebe. Die Spur führt diesmal nach Bremen zum Volk der Mhallamiye. Das Kulturjournal trifft Simone Buchholz und stellt ihr Gewinnerbuch vor.

"Museumsdetektive": Wie norddeutsche Museen ihre Kolonialkunst aufarbeiten

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Kolonialraubkunst in norddeutschen Museen

Während der Kolonialzeit haben Europäer Kulturgüter geraubt, die heute in unseren Museen präsentiert werden - unkommentiert. Lange haben die Häuser ihre koloniale Geschichte vernachlässigt. Video (05:31 min)

Bunte Masken aus fernen, exotischen Ländern. Geheimnisvolle Kultgegenstände, die von unbekannten Ritualen erzählen - Objekte, die in norddeutschen Museen von anderen Kulturen aus längst vergangenen Zeiten erzählen. Oft Kulturgüter, die von Europäern während der Kolonialzeit unter unfairen Bedingungen oder mit Gewalt fortgeschafft wurden. Heute werden sie in unseren Museen präsentiert: unkommentiert, ohne Aufarbeitung ihrer Herkunftsgeschichte. Dieses unrühmliche Kapitel deutscher Museumsgeschichte soll jetzt aufgearbeitet werden. Das ist oft langwierig und mühsam - aber längst überfällig. Wie sich die norddeutschen Museen dem Thema Kunst aus kolonialem Kontext stellen, zeigt jetzt das Kulturjournal in seiner Reihe "Museumsdetektive. Auf den Spuren geraubter Kunst im Norden".

Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Jula Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil. Viel Spaß!

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Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Katja Theile
Moderation
Julia Westlake