Kulturjournal

Montag, 12. November 2018, 22:45 bis 23:15 Uhr
Montag, 12. November 2018, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 16. November 2018, 02:15 bis 02:45 Uhr

Julia Westlake

3,67 bei 3 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Was verdienen Männer, was Frauen? Der Kulturjournal-Gerechtigkeitstest

Weitere Informationen

Im Osten verdienen Frauen mehr als Männer

Verdienen Frauen wirklich weniger als Männer? Tatsache ist: Mancherorts bekommen Frauen mehr Gehalt als Männer. Nur heißt das nicht, dass sie auch gut verdienen. mehr

In "nur" 217 Jahren ist es endlich soweit: Dann haben Frauen und Männer überall auf der Welt die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. So der Gender Gap Report des vergangenen Jahres. In diesem lag Ruanda sogar auf Platz fünf  - vor dem Musterland Schweden und weit vor Deutschland (Platz 12). Auch sonst sieht es noch finster aus in Sachen Gleichberechtigung. So ist beispielsweise die Kunst von Frauen nur halb so teuer wie die von Männern. Die Analyse von 1,5 Millionen Auktionsdaten aus den Jahren 1970 bis 2013 ergab, dass Werke von Künstlerinnen im statistischen Mittel gut 25.262 Dollar erzielten, die von Künstlern dagegen 48.212 Dollar. Bei den Schauspielern sieht es nicht viel besser aus - im Gegenteil. So heißt es, dass für einen Nachdreh für den Film "Alles Geld der Welt" Michelle Williams und Mark Wahlberg sehr unterschiedlich honoriert wurden bei gleichem Aufwand. Während Mark Wahlberg mehr als eine Million Dollar bekommen haben soll, wurde Williams mit 1.000 Dollar abgespeist. 99 Prozent weniger. Angesichts der ARD Themenwoche "Gerechtigkeit" schaut sich das Kulturjournal an, wie unterschiedlich Männer und Frauen (immer noch) behandelt werden und macht den Gerechtigkeitstest auf der Straße.

Anerkennung statt Ausgrenzung: Eine Ausstellung in Oldenburg über Minderheiten

Video
04:31

"Anerkennung!" - Ausstellung über Minderheiten

12.11.2018 22:45 Uhr

Wer muss noch heute um Anerkennung kämpfen? Zum Jahrestag des Frauenwahlrechts beschäftigt sich das Stadtmuseum Oldenburg in der Ausstellung "Anerkennung!" mit dieser Frage. Video (04:31 min)

Vor 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt, ein wichtiger Schritt in Richtung Geschlechter-Gerechtigkeit - auch wenn wir noch immer keine vollständige Gleichberechtigung haben. Und wie sieht es mit den Rechten anderer gesellschaftlichen Gruppen aus? Wer muss noch heute um Anerkennung kämpfen? Zum Jahrestag des Frauenwahlrechts beschäftigt sich das Stadtmuseum Oldenburg in der Ausstellung "Anerkennung!" mit solchen Fragen. Das Besondere daran: Ganz unterschiedliche Menschen aus Oldenburg haben sich mit eigenen Kunstprojekten beteiligt. Menschen mit Behinderung, mit unterschiedlichen Sexualitäten, aber auch Geflüchtete oder Menschen, die auf der Straße leben. Das Kulturjournal spricht mit Oldenburgern über das Projekt und stellt die Ausstellung im Rahmen der ARD Themenwoche "Gerechtigkeit" vor.

And the winner is... Der NDR Kultur Sachbuchpreis

Er wird dieses Jahr zum zehnten Mal verliehen, ist mit 15.000 Euro dotiert und zählt zu den wichtigsten seines Genres: der NDR Kultur Sachbuchpreis. Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble ist Ehrengast der Jubiläumsgala auf Schloss Herrenhausen in Hannover am Mittwoch, den 21. November. 260 Sachbücher standen zur Auswahl. Welches Buch das Rennen gemacht hat - das Kulturjournal zeigt es vorab.

Weitere Informationen
NDR Kultur

Levitsky und Ziblatt erhalten Sachbuchpreis 2018

12.11.2018 06:00 Uhr
NDR Kultur

Der NDR Kultur Sachbuchpreis 2018 geht an Steven Levitsky und Daniel Ziblatt. Sie erhalten die Auszeichnung für ihr Buch "Wie Demokratien sterben. Und was wir dagegen tun können". mehr

05:07

Sachbuchpreis für "Wie Demokratien sterben"

12.11.2018 22:45 Uhr

Sie lehnen demokratische Spielregeln ab und fangen an, die Medien zu neutralisieren: In "Wie Demokratien sterben" nennen die Autoren Kriterien für autoritäres Verhalten von Politikern. Video (05:07 min)

Der ganz normale Wahnsinn: Eine Kinokomödie über einen Psychotherapeuten

Video
04:50

"Was uns nicht umbringt" mit August Zirner

12.11.2018 22:45 Uhr

Menschen in verschiedensten Lebenskrisen. "Was uns nicht umbringt" ist eine melancholische Komödie um einen Psychotherapeuten und eine Art Bestandsaufnahme der um die 50-Jährigen. Video (04:50 min)

Nachdem in den Filmen von Sandra Nettelbeck schon zwei Mal der Psychotherapeut Max aufgetaucht ist - allerdings eher am Rande - hat es noch knapp zehn Jahre gebraucht, bis dieser Max seinen eigenen Film bekommt: "Was uns nicht umbringt". Diesen Max hat die Regisseurin dem Schauspieler August Zirner auf den Leib geschrieben: ein Mann, der nicht nur Menschen in der Krise in seiner Praxis hilft. Sondern auch ein Mann, der in der Mitte seines Lebens bilanziert: War's das jetzt? Geht das jetzt so weiter oder wird es doch noch mal anders? Und verliebe ich mich noch mal? Der Film kreist auf sehr amüsante und auch tiefsinnige Weise um diese Fragen - eine Art Bestandsaufnahme der Generation um die fünfzig, gespielt von einem bemerkenswerten Ensemble, allen voran August Zirner als Max. Das Kulturjournal spricht mit Regisseurin Sandra Nettelbeck und August Zirner - und bemüht sich um Antworten auf die großen Fragen.

Von Australien nach Hannover: Die Flötistin Ana de la Vega

Video
05:02

Die Flötistin Ana de la Vega

12.11.2018 22:45 Uhr

Sie war sieben Jahre alt, als sie das erste Mal ein Flötenkonzert hörte. Da stand für sie fest, dass sie Flötistin werden wollte. Seitdem hat sich Ana de la Vaga auf eine weite Reise begeben. Video (05:02 min)

Sie war sieben Jahre alt, als sie das erste Mal ein Flötenkonzert hörte. Da stand für sie fest, dass sie Flötistin werden wollte. Seitdem hat sich Ana de la Vaga auf eine weite Reise begeben: Aufgewachsen ist die Tochter britisch-argentinischer Eltern in Australien, zum Studium ging es über Sydney nach Paris. Mit 23 Jahren wurde sie Soloflötistin in Portugal. Sie gründete die "London International Players" und spielte auf vielen großen Bühnen in den USA und in Europa. Ihre aktuelle CD mit Werken von W.A. Mozart und Josef Mysliveček wurde von der internationalen Presse hochgelobt. Jetzt lebt die Musikerin in Norddeutschland: Ana de la Vega wohnt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Hannover, einfach weil sie die Stadt so mag. Das Kulturjournal trifft die Musikerin in ihrer Wahlheimat. Am 15. November spielt Ana de la Vega in der Laeiszhalle in Hamburg.

Der Norden liest - Juli Zeh in Hannover

Veranstaltungen

Juli Zeh: Lesung in Hannover

15.11.2018 20:30 Uhr
Hauptgebäude in der Leibniz Universität

Von einem, der auf einen Berg radelte und als ein ganz anderer wieder nach unten kam - so könnte man Juli Zehs neusten Roman zusammenfassen, den sie in Hannover vorstellt. mehr

Seit ihr erster Roman "Adler und Engel" (2001) zum Welterfolg wurde, hat sich Juli Zeh den Ruf erarbeitet, sehr genau hinzuschauen auf die Bedingungen des menschlichen Zusammenlebens. Ging es in "Unter Leuten" um eine Dorfgemeinschaft und in ihrem letzten Roman "Leere Herzen" um den Staat, nimmt sie mit ihrem neuen Roman "Neujahr" nun die Klein-Familie unter die Lupe: An einem Neujahrsmorgen macht sich ein junger Familienvater per Fahrrad auf den beschwerlichen Weg zu einem Berggipfel auf Lanzarote. Je höher er kommt, desto mehr Erinnerungen tauchen auf, die er seit seiner Kindheit verdrängt hat. Meter für Meter kämpft er sich an sein Trauma heran. Als er den Berg wieder hinab fährt, ist er ein anderer. Im Rahmen von Der Norden liest stellt Juli Zeh ihren neuen Roman "Neujahr" (Luchterhand) in Hannover vor

Wahr.Schön.Gut. Julia Westlake kommentiert die Kulturwoche

Julia Westlake kämpft sich durch die High- und Lowlights der Kulturwoche. Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft – Julia Westlake sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

Weitere Informationen

Wahr. Schön. Gut. - Kurzkultur mit Meinung!

Julia Westlake kritisiert das aktuelle Kulturgeschehen: Mini-Verrisse über skurrile Abgründe der menschlichen Schaffenskraft - jeden Montag neu. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile