Kulturjournal

Montag, 22. November 2021, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 26. November 2021, 01:40 bis 02:10 Uhr

Femizide in Deutschland: Wenn Männer Frauen töten

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Junge Frau verschränkt ihre Arme vorm Gesicht. An den Ellenbogen sind blaue Flecke. © Nanduu/Photocase Foto: -

Femizide in Deutschland: Fallzahlen gehen 2021 leicht zurück

Weniger Frauen starben 2021 durch die Hand ihrer Partner oder Ex-Partner. Das geht aus einem Bericht hervor, den das BKA am Donnerstag veröffentlichte. mehr

Den Mordversuch ihres Ex-Mannes hat sie überlebt. Doch Kader K. aus Hameln ist davon gezeichnet. Darüber spricht sie im Kulturjournal - auch um ein Zeichen zu setzen. Denn jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners, und jeden Tag gibt es in Deutschland einen polizeilich registrierten Tötungsversuch an einer Frau in Deutschland. Die Dunkelziffer vermisster und schwer verletzter Frauen kennt niemand. Viele Frauen haben Angst, zur Polizei zu gehen – weil sie fürchten, dass ihnen nicht geglaubt wird. Doch langsam wächst auch in Deutschland das Bewusstsein für diesen Tatbestand. Das Kulturjournal spricht neben Kader K. mit der Freundin einer ermordeten Frau und einer Fotografin, die Tatorte von Femiziden dokumentiert. Außerdem ergründet das Kulturjournal die Ursachen für Femizide - und was passieren muss, damit weniger Frauen in tödlicher Gefahr sind. Am 25. November ist der Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 2021.

Hier finden Opfer häuslicher Gewalt Hilfe

CORA - Landeskoordinierungsstelle gegen häusliche und sexualisierte Gewalt


Gewalt gegen Frauen - bundesweites Hilfetelefon
(0800) 01 16 016 (24 Stunden am Tag besetzt)

Hilfenetz in MV (Frauenhäuser, Beratungsstellen, Interventionsstellen, Männer- und Gewaltberatung)
www.gewaltfrei-zuhause-in-mv.de

Opferambulanzen zur gerichtsverwertbaren Dokumentation nach Gewalttaten:
  • Bereich Rostock: (0381) 49 49 901, Rufbereitschaft (0172) 95 06 148, St.Georg-Str. 108, 18055 Rostock
  • Bereich Stralsund/Anklam/Neubrandenburg: (03834) 86 57 43, Rufbereitschaft (0172) 31 82 602, Kuhstraße 30, 17489 Greifswald
  • Bereich Schwerin: (0385) 73 26 80, Rufbereitschaft (0172) 95 06 148, Obotritenring 247, 19053 Schwerin

Reisegeschichten und Ehedramen: Das "NDR Buch des Monats" von Fernando Aramburu

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Cover des Buches "Reise mit Clara durch Deutschland" © Rowohlt

NDR Buch des Monats November: "Reise mit Clara durch Deutschland"

Der Roman von Fernando Aramburu ist eine bezaubernde Geschichte über die Liebe und das Glück. mehr

Ein Ehepaar reist durch Norddeutschland: Hannover, Worpswede, Hamburg, Goslar, Lübeck, Rügen und weitere Stationen. Er ist ein durchschnittlicher Mann, wie er im Buche steht, interessiert sich für Frauen, Fußball, Sex und Essen. Sie ist eine etwas kapriziöse Schriftstellerin, die ein Buch über die gemeinsame Reise schreiben will. Was das Paar gemeinsam erlebt, wird aber nicht aus ihrer Sicht erzählt, sondern vom heimlich schreibenden Ehemann, der sich damit brüstet, nicht besonders viel mit Literatur am Hut zu haben. Der spanische Schriftsteller Fernando Aramburu, der seit vielen Jahren in Hannover lebt, hat einen doppelbödigen Roman geschrieben, der Reisebericht und Ehedrama zugleich ist: mal ironisch, mal zärtlich, mal spöttisch und nicht immer politisch korrekt. Und da die weibliche Hauptfigur eine Schriftstellerin ist, geht es natürlich auch um das Schreiben selbst - inklusive literarischer Bezüge zu Heinrich Heine, Thomas Mann oder Goethe, nach dem auch der gemeinsame Hund des Paars benannt ist. "Reise mit Clara durch Deutschland" ist unser "NDR Buch des Monats". Am 7.12. liest Fernando Aramburu in der NDR-Reihe "Der Norden liest" in Worpswede.

Die "Söhne Hamburgs": Die Musiker Stefan Gwildis, Joja Wendt und Rolf Claussen

Als Straßenmusiker haben sie gemeinsam vor Jahrzehnten begonnen, dann machten sie einzeln Karriere: Stefan Gwildis wurde als Sänger mit deutschen Soul-Liedern bekannt, Rolf Claussen ist erfolgreicher Schauspieler und Improvisationskünstler. Joja Wendt ist Pianist und Komponist, spielte mit Chuck Berry und schrieb u.a. die Filmmusik zu "7 Zwerge - Männer allein im Wald". Doch seit einigen Jahren sind die drei Musiker auch wieder gemeinsam unterwegs: Als die "Söhne Hamburgs" füllen sie große Hallen und ganze Stadien. Besonders beliebt ist ihre alljährliche Weihnachtsshow - unter anderem mit amerikanischen Christmas-Hits, denen die Söhne neue deutsche Texte schenken. Im vergangenen Winter mussten die Konzerte wegen Corona ausfallen, umso mehr freuen sie sich auf die anstehende Tournee. Julia Westlake hat das erfolgreiche Trio bei den Proben besucht - und für das Kulturjournal sind die drei Musiker auch nochmal auf die Straße gegangen.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Miriam Rumohr

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