Kulturjournal

Montag, 22. Februar 2021, 23:00 bis 23:30 Uhr
Freitag, 26. Februar 2021, 01:50 bis 02:45 Uhr

Ein besonderes Stück Heimat: Dokumentarfilm über Schrebergärten

Schrebergärten boomen: Das verstaubte Spießer-Image ist passé, die Parzellen gelten als cool. Mit über 900.000 Kleingartenanlagen führt Deutschland in Europa. Ruhesuchende, Traditionalisten und rastlose Träumer, Riesengemüsezüchter und Rosenliebhaber, Jungfamilien und Gartensenioren - Kleingärtner sind ein bunter Querschnitt durch die Gesellschaft. Der international preisgekrönte Regisseur Stanislaw Mucha (u.a. "Absolut Warhola") begleitete ein Gartenjahr lang von März bis Oktober ganz unterschiedliche Schrebergärtner von Helgoland bis nach Thüringen. Der Film zeigt einen Mikrokosmos, dessen unterschiedliche Bewohner die Suche nach Heimat und Erdung verbindet. Der NDR-Film läuft in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar um Mitternacht im NDR Fernsehen, er ist bereits jetzt in der ARD-Mediathek zu sehen.

TikTok: Von der Spaß-App zur Polit-Plattform

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Ein Mädchen hält ihr Smartphone in den Händen, auf dem sie in der Kurzvideo-App TikTok geöffnet hat. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa
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TikTok: Von der Spaß-App zur Polit-Plattform

Erst war TikTok nur eine Spaß-App, jetzt ist sie auch eine Polit-Plattform. Könnte sie bei uns im Superwahljahr eine Rolle spielen? 6 Min

Am Anfang war TikTok nur eine Spaß-App für unter 24-jährige. Eine Plattform für kurze Handyvideos, in denen Teenies zum Playback die Lippen bewegen oder im Kinderzimmer tanzen. Mittlerweile hat sich TikTok auch zur Polit-Plattform entwickelt. Jeder kann seine Meinung verbreiten und Millionen von Menschen erreichen. Juan Carlos Medina Serrano, Datenwissenschaftler in München, hat die Rolle von TikTok bei den US-Wahlen und den Black-Lives-Matter-Protesten untersucht. In Russland vernetzen sich aktuell junge Nawalny-Anhänger über die Plattform. Auch in Deutschland nehmen politische Inhalte auf TikTok zu. Das Kulturjournal spricht mit der jungen Hamburgerin Larima, die gegen Alltags-Rassismus Stellung bezieht. Könnte TikTok auch bei uns im Superwahljahr eine Rolle spielen? Martin Fuchs, der Politiker in digitaler Kommunikation berät, sieht Gefahren, aber auch großes Potenzial für die Zukunft, denn die junge Zielgruppe stellt die Wähler von morgen.

Mehr Sichtbarkeit in Film und Theater: Eine Initiative von queeren Schauspieler:innen

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Collage von sechs Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich über das Manifest #actout geoutet haben  Foto: Kalaene/Pedersen/Anspach/Reinhard/Arnold

#actout: Prominente aus Film und Theater fordern mehr Diversität

Mehr Diversität und Sichtbarkeit fordern Menschen aus Film und Theater in dem gemeinsamen Manifest #actout im "SZ-Magazin". mehr

So ein Outing hat es in Deutschland - wahrscheinlich sogar weltweit - noch nie gegeben: 185 queere Schauspieler:innen sind gemeinsam an die Öffentlichkeit gegangen, darunter Stars wie Maren Kroymann, Jannik Schümann, Ulrike Folkerts oder Ulrich Matthes. Gemeinsam fordern sie mehr Anerkennung, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung in Theater, Film und Fernsehen. Denn obwohl Deutschland ein Land ist, in dem Gleichstellung sogar gesetzlich verankert ist, gibt es in der Branche noch immer Nachteile für lesbische, schwule, bisexuelle, queere, nicht-binäre und trans*  Schauspieler:innen. Einige berichten zum Beispiel davon, dass sie bei bestimmten Rollen nur wegen ihrer sexuellen Identität übergangen werden, andere, dass ihnen in der Vergangenheit abgeraten wurde, sich zu outen, um die Karriere nicht zu gefährden. Die Initiative #actout hat sich zuerst im Magazin der Süddeutschen Zeitung präsentiert und ein großes mediales Echo ausgelöst. Das Kulturjournal spricht mit den Initiator:innen Tucké Royal und Karin Hanczewski, bekannt als Tatort-Ermittlerin, außerdem mit Gustav Peter Wöhler und mit Julian Greis vom Hambuger Thalia Theater.
Einer der unterzeichnenden Schauspieler ist Jonathan Berlin. Im NDR Film "Martha & Tommy" er an der Seite von Senta Berger die männliche Hauptrolle. Der Film läuft am 24. Februar um 20.15 Uhr im Ersten.

"Saal 101": Ein Dokumentarhörspiel über den NSU-Prozess

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Vogelperspektive auf den Saal 101 im Strafjustizzentrum in München. © picture alliance / dpa Foto: Andreas Gebert
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"Saal 101": Ein Dokumentarhörspiel über den NSU-Prozess

Das zwölfstündige Dokumentarhörspiel "Saal 101" zeichnet das Verfahren gegen den rechtsextremistischen NSU nach. 5 Min

Es war einer der bedeutendsten und aufwändigsten Strafprozesse in der Geschichte der Bundesrepublik: Fünf Jahre dauerte das Verfahren gegen den rechtsextremistischen NSU. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht München ließ in die Abgründe der deutschen Gesellschaft blicken. Lückenlose Aufklärung aber brachte er nicht. Das zwölfstündige Dokumentarhörspiel "Saal 101" - benannt nach dem Gerichtssaal, in dem die Verhandlung stattfand - zeichnet das Verfahren in 24 Teilen nach. Grundlage sind die Protokolle der ARD-Gerichtsreporter*innen, die an allen 438 Prozesstagen mitgeschrieben haben - ein einzigartiges Stück Zeitgeschichte. Die Koproduktion von ARD und Deutschlandfunk ist am 19. und 20. Februar jeweils von 20.05 Uhr bis 02.00 Uhr auf NDR Kulturund den anderen Informations- und Kulturwellen zu hören. Danach steht sie in der Mediathek und auf ndr.de/ndrkultur. Das Kulturjournal spricht mit Schauspielerin Bibiana Beglau über "Saal 101".

Daniel Hope singt!: "Lebenslieder" mit dem Star-Violinisten

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Daniel Hope spielt Geige © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
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Daniel Hope singt!: "Lebenslieder" mit dem Star-Violinisten

Die Geige ist sein Instrument. In der Folge "Lebenslieder" lässt sich Daniel Hope von Max Mutzke aber auch zum Singen animieren. 5 Min

Elvis Presley war der Soundtrack seiner Kindheit, "The Police" hat ihn während der Zeit im strengen Musikinternat getröstet - und das Lied seines Lebens kommt von David Bowie. Ganz schön viel U-Musik für einen Stargeiger, der in den Konzerthäusern der Welt mit den großen Orchestern zu Hause ist! Tatsächlich ist Daniel Hope ein Grenzgänger zwischen den Genres. Er wusste schon mit vier, dass die Geige sein Instrument ist - aber er lässt sich von Max Mutzke auch zum Singen animieren, zum ersten Mal öffentlich in der Folge der "Lebenslieder" (23.2. um 22:45 Uhr im Ersten) und vorab schon im Kulturjournal.

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Daniel Hope (links) spielt gemeinsam mit Max Mutzke in der Sendung "Lebenslieder". © rbb/Kobalt Productions Foto: Celine Lardon

"Lebenslieder": Daniel Hope singt mit Max Mutzke

Welche Musik er privat mag, verrät Daniel Hope in der Sendung "Lebenslieder". Die ganze Folge ist in der ARD Mediathek zu sehen. extern

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Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile