Kulturjournal

Montag, 18. Januar 2021, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 22. Januar 2021, 01:55 bis 02:25 Uhr

Corona, Chaos und kein Ende? Schulpolitik im Lockdown

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Ängstliches Kind umarmt seine Mutter © fotolia Foto: Tomsickova

Experten warnen vor schwerwiegenden Corona-Folgen für Kinder

Bereits jetzt leiden demnach mehr Kinder und Jugendliche an schweren Depressionen und Angstzuständen. mehr

Nach den Weihnachtsferien ging es für die meisten Schüler in der Schule nicht mehr weiter. Wenn möglich sollen die Kinder zu Hause bleiben und lernen. Home-Schooling ist wieder angesagt. Für Unicef ist das der falsche Weg. Die Organisation ist der Meinung, dass die Vorteile, die sich ergeben, wenn Schulen geöffnet bleiben, bei weitem die Kosten für ihre Schließung überwiegen. Ludger Wößmann, Leiter des Ifo- Zentrums für Bildungsökonomik, hat berechnet, dass ein Unterrichtsausfall, der dem Drittel eines Schuljahres entspricht, das spätere Erwerbseinkommen um rund drei bis vier Prozent vermindern kann. Im ersten Lockdown hat sich die Zeit, die Kinder mit schulischen Tätigkeiten verbracht haben, von 7,4 auf 3,6 Stunden täglich halbiert. So eine Umfrage. Bildungs- und Entwicklungsforscher haben die Sorge, dass die Kluft zwischen starken und schwächeren Kindern weiter aufgeht und sich die Folgen ins spätere Berufsleben durchschlagen - mit negativen Konsequenzen für die gesamte Volkswirtschaft. Auch psychosoziale Folgen hat der Lockdown für Kinder, denen der geregelte Alltag und der Kontakt mit Gleichaltrigen fehlt. So haben Stress, Angst und Depressionen bei Kindern und Jugendlichen durch die Pandemie zugenommen. Sind Schulschließungen daher der richtige und alternativlose Weg? Das Kulturjournal spricht mit zwei Kultusministern, der Initiative „Eltern in der Krise“ und der Soziologin Jutta Allmendinger.

Kultur ins Grundgesetz: Sinnvolle Initative?

Die Freiheit der Kunst - die steht im Grundgesetz. Artikel 5, Absatz 3 sorgt für ihren Schutz. Doch was ist mit der Kunst und Kultur selbst? Eine Petition ruft dazu auf, dass auch die Kultur an sich ins Grundgesetz aufgenommen wird. Explizit fordert sie, dass der Schutz von Kunst und Kultur als Grundrecht im Grundgesetz verankert wird. Kunst- und Kulturschaffende sollen dadurch vor unverschuldeten Verdienstausfällen geschützt werden. Initiiert wurde die Petition von den Kulturschaffenden selbst, darunter zum Beispiel der Jazzmusiker Till Brönner, der Regisseur Wim Wender und der Sänger von den „Prinzen“, Sebastian Krumbiegel. Doch ist es realistisch, dass das so umgesetzt wird? Bereits vor 15 Jahren hatte der Deutsche Kulturrat einen Versuch gestartet und war gescheitert. Das Kulturjournal spricht mit den Initiatoren, mit Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda, dem Vorsitzenden des Deutschen Kulturrats und einer Verfassungsrechtlerin.

Wie rassistisch bist Du? Das Experiment im "Kulturjournal"

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Die Buchautorin Alice Hasters © picture-alliance/Geisler-Fotopress Foto: Jens Krick

Alltags-Rassismus: Alice Hasters im Gespräch

Die Autorin Alice Hasters weiß, wie sehr die Wahrnehmung anderer Menschen von Äußerlichkeiten geprägt ist. Rassismus ist oft alltäglich und gedankenlos. mehr

"Ich bin ein Rassist!" - das behauptet wohl kaum jemand von sich. Dennoch gibt es Rassismus in Deutschland. Noch immer sind Hautfarbe und Aussehen mit Stereotypen und Vorurteilen verbunden. Im Kulturjournal diskutiert der Moderator Michail Paweletz mit sechs Gästen ganz offen und ehrlich über Rassismus und auch über ihre eigenen Vorurteile. In Experimenten und Gesprächen stellen die Teilnehmer:innen sich unterschiedlichen Fragen: Was ist Rassismus und wie stellt er sich heute dar? Woher kommen Vorurteile und welche Funktion haben sie? Wie können wir mit Rassismus besser umgehen und Ungleichheit verhindern? Zu Wort kommen auch die Antirassismus-Trainerin und Bürgerrechtlerin Tupoka Ogette, die Politikwissenschaftlerin Narku Laing sowie die Journalistin Hadija Haruna-Oelker. "Wie rassistisch bist Du?" ist eine dreiteilige Reihe in Zusammenarbeit mit Tagesschau 24. Die nächsten Folgen werden im Kulturjournal am 25. Januar und 1. Februar gesendet.

Bilder frei Haus: Der erste Lieferdienst für Kunst

Seit Museen und Galerien geschlossen sind, ist es kompliziert geworden, Kunst zu sehen und zu kaufen. Beim Kunstverein Wolfsburg hatte man deshalb eine Idee: Wenn die Menschen nicht zur Kunst kommen können, warum dann nicht die Kunst zu den Menschen bringen? Und das so einfach wie bei einem Lieferservice für Pizza. "LieferArto" ist der erste Kunst-Lieferdienst für Wolfsburg, Braunschweig und Umgebung. Online oder telefonisch kann man Bilder für unter 500 Euro bestellen und sich liefern lassen. Ein Projekt, um mit Kunstfreunden in Kontakt zu bleiben und um die Künstler zu unterstützen.

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Bassistin Lisa Wulff. © Hellwage Foto: Hellwage

Kultur trotz Corona - Mach mal laut

Die Sendereihe und Initiative soll norddeutschen Künstlern einen Platz einräumen, ihre Stimme zu erheben, wie die Bassistin Lisa Wulff. mehr

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile