Kulturjournal

Montag, 19. Oktober 2020, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 23. Oktober 2020, 02:05 bis 02:45 Uhr

Kinder und Hartz IV: Armut in Deutschland

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Auf einem Schriftzug steht "Hartz IV: Kinderarmut" © dpa
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Kinder und Hartz IV: Armut in Deutschland

Die Kinderarmut in Deutschland nimmt immer weiter zu. Was bedeutet es, als Kind arm zu sein? 6 Min

Die Kinderarmut in Deutschland nimmt immer weiter zu - aber was bedeutet das? Armut als Stigma, als Scham, als Chancenvereitler und als Teufelskreis, darüber schreibt Anna Mayr in ihrem Buch "Die Elenden". Als Tochter von zwei Langzeitarbeitslosen weiß sie, wie schwer es ist, dem System Hartz IV zu entkommen. Wie sich die Kinder fühlen und was sie denken, damit beschäftigt sich auch die Dokumentation "Generation Hartz IV - Kinder kämpfen für ihre Zukunft". Der aufrüttelnde Film versucht auch einen Weg aufzuzeigen, wie die Kinder einen Weg aus der Misere finden können.

Ein Rock-Pionier aus dem Norden: Autobiografie von Achim Reichel

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Musiker Achim Reichel © Hinrich Franck, Matti Klatt
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Musiker Achim Reichel stellt Autobiografie vor

Der Musiker Achim Reichel blickt in seiner Autobiografie "Ich hab' das Paradies gesehen" zurück auf sein Leben. 5 Min

Er war Frontmann der Rattles, die Band war so etwas wie die deutsche Antwort auf die Beatles. Und in Hamburg trat er sogar gemeinsam mit den Fab Four aus Liverpool auf. Inzwischen ist Achim Reichel 75 Jahre alt und hat außer dem Beat noch eine ganze Menge mehr in seiner Karriere produziert: Krautrocker war er, außerdem Wiederentdecker von Shantys und deutschen Volksliedern. Er machte Songs mit Schriftstellern und produzierte Hits wie "Der Spieler" oder "Aloha Heja He". In seiner Autobiographie "Ich hab' das Paradies gesehen" blickt er zurück auf sein pralles Leben als Musiker. Das Kulturjournal trifft Achim Reichel zu einem gemeinsamen Spaziergang auf St. Pauli, dort wo alles begann. Und in der Reihe "Der Norden liest" wird Reichel sein Buch am 24. Oktober in Göttingen vorstellen. Die Lesung wird live gestreamt im Internet unter ndr.de/dernordenliest.

Star-Schauspieler als Regisseur: Begegnung mit Moritz Bleibtreu

So beginnt sein Albtraum: Die Ehefrau geht fremd mit einem Kleinkriminellen - das glaubt Hagen zumindest, gespielt von Moritz Bleibtreu. Vielleicht gaukelt sein verwirrtes Hirn ihm das aber auch nur vor, denn er hat ein Problem: massiven Schlafmangel. Immer mehr verwischen Traum und Wirklichkeit, seine Ehe leidet, und das Drama nimmt seinen Lauf, als er Kontakt zu eben diesem Kleinkriminellen bekommt. Der Thriller "Cortex" (Kinostart: 22. Oktober) ist die erste Regiearbeit von Moritz Bleibtreu. Das Kulturjournal hat den Hamburger getroffen und über Traum und Wirklichkeit philosophiert. 

Vom Norden in die Welt: 75 Jahre NDR Elbphilharmonie Orchester

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Ein Orchester auf der Bühne der Hamburger Elbphilharmonie
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NDR Elbphilharmonie Orchester wird 75 Jahre alt

Das NDR Elbphilharmonie Orchester zählt zu den wichtigsten in Deutschland und gastiert in Konzerthäusern aller Länder. 5 Min

Ein Orchester für den Norden, das schon auf der ganzen Welt gefeiert wurde: Das NDR Elbphilharmonie Orchester ist nicht nur eines der wichtigsten in Deutschland. Es gastierte in den großen Konzerthäusern in Europa, tourte durch Asien - und spielte sogar in New York vor der UNO. Auf Initiative der britischen Militärregierung in Hamburg gegründet, gab das Orchester am 1. November 1945 das erste Konzert - damals noch unter dem Namen Sinfonie-Orchester des Nordwestdeutschen Rundfunks. Chefdirigenten wie Hans Schmidt-Isserstedt, Günter Wand, Christoph Eschenbach oder Christoph von Dohnányi machten das Rundfunkorchester zu einem Klangkörper der Weltklasse: Es gab Konzerte mit Stars wie Maria Callas, Yehudi Menuhin oder Igor Levit. Das Kulturjournal blickt zurück auf die Geschichte des Klangkörpers, und am 26. Oktober sendet das NDR Fernsehen die Dokumentation "Vom Norden in die Welt - 75 Jahre NDR Elbphilharmonie Orchester".

Jim Knopf, Urmel und Co.: Ein Roman über die "Augsburger Puppenkiste"

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Cover von Thomas Hettches "Herzfade" © Kiepenheuer & Witsch

"Herzfaden" erzählt von Marionetten und Zeitgeschichte

Wer Thomas Hettches zauberhaften Roman "Herzfaden" einmal in die Hand genommen hat, möchte das Buch nicht mehr weglegen. Die Illustrationen darin stammen von Matthias Beckmann. mehr

Jim Knopf, das Sams oder Urmel aus dem Eis - die Marionetten der Augsburger Puppenkiste haben viele Kinder und auch Erwachsene begeistert. Thomas Hettche erzählt in seinem Roman "Herzfaden" die Geschichte des Theaters und setzt der Tochter des Gründers, Hannelore Oehmichen, ein Denkmal. Hettche erzählt, wie ihre Familie nach dem Zweiten Weltkrieg in den Trümmern des zerstörten Augsburgs die Puppenkiste aufgebaut hat. In den folgenden Jahrzehnten hat Hannelore Oehmichen eine eigene Welt der Puppen geschnitzt. "Herzfaden" ist auch ein Roman über den Zauber des Marionetten-Theaters.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile