Kulturjournal

Montag, 14. September 2020, 22:45 bis 23:15 Uhr
Freitag, 18. September 2020, 02:05 bis 02:45 Uhr

Der Meeresspiegel steigt: Beeindruckender Dokumentarfilm über eine weltweite Bedrohung

Dass der Meeresspiegel steigt, steht außer Frage. Nur wie viele Zentimeter oder gar Meter werden es? Wissenschaftler auf der ganzen Welt sind auf der Suche nach der richtigen Prognose. Wenn sie sich verschätzen, sind die Kosten immens hoch. Allein die Küstenstädte könnten jedes Jahr Schäden von einer Billion Dollar haben, glauben die Forscher. Und auch, dass es Gebiete geben wird, die wir in der Form nicht werden halten können. Wie also können wir uns vor dem Wasser schützen? Und vor allem: bis zu welchem Anstieg des Meeresspiegels? Der Film "66 Meter" geht dieser Frage mit beeindruckenden Bildern und schockierenden Fakten nach. Er läuft jetzt auf dem internationalen Green-Screen-Festival in Eckernförde, dem größten Naturfilmfestival in Europa. 

Vom Ernährer des Landes zum Buhmann der Nation: Ein Buch über Bauern

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Kuhstall.
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"Bauern, Land": Vom Ernährer zum Buhmann der Nation

Damals wurden Bauern geachtet, sie ernährten die Menschen in der Stadt. Und heute? In "Bauern, Land" erzählt die Journalistin Ute Ruge, wie sich das Leben auf dem Land radikal verändert hat. 5 Min

Früher wurden die Bauern geachtet, denn man hat sie gebraucht: Sie ernährten die Menschen in der Stadt. Heute gibt es Lebensmittel en masse auf dem Weltmarkt, und viele Bauern fühlen sich von der Politik gegängelt und von den Städtern als Umweltsünder oder Tierquäler verachtet. Die Autorin und Journalistin Ute Ruge ist selbst auf einem Bauernhof in Niedersachsen groß geworden und hat nun ein Buch über den Wandel der Landwirtschaft geschrieben: In "Bauern, Land" erzählt sie am Beispiel ihres Heimatdorfes Neubachenbruch, wie das Leben auf dem Land sich radikal verändert hat: von der Ansiedlung und Urbanmachung des Moores im 18. Jahrhundert über die Industrialisierung des Ackerbaus, die EU-Agrarpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum heutigen Höfesterben. Die Historie verknüpft sie mit persönlichen Erinnerungen aus ihrer Kindheit und dem Alltag der Bauern heute. Das Kulturjournal trifft sie auf dem heimatlichen Bauernhof, der heute von ihrem Bruder bewirtschaftet wird.

Die großen Verlierer? Kinobetreiber und Corona

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Kino-Eingangshalle.
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Die großen Verlierer? Kinobetreiber und Corona

Kinobetreiber dürfen wieder ihre Säle öffnen - wegen Corona unter strengen Hygienevorschriften. Doch das Publikum kommt zögerlich. Sind Kinobetreiber die großen Verlierer in Zeiten von Corona? 5 Min

Endlich - dachten sich die meisten Kinobetreiber, als sie nach rund drei Monaten in ihren Kinosälen wieder Publikum empfangen durften. Unter strengen Hygienevorschriften, versteht sich - und von Bundesland zu Bundesland verschieden. Doch die Lage ist alles andere als entspannt für die Betreiber: Die Säle können mit Einbehaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern nur zu 20 Prozent gefüllt werden. Das Publikum kommt sehr zögerlich - zu sehr hat es sich ans Streaming auf der heimischen Couch gewöhnt. Und vor allem braucht es neue, gute Filme. Die sind derzeit auch Mangelware. Sind also die Kinobetreiber die großen Verlierer in Zeiten von Corona? Das Kulturjournal fragt nach: in Ratzeburg und Osnabrück - stellvertretend für den ganzen Norden.

"Das Meer in meinem Zimmer": Eine Familiengeschichte an der Nordsee

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Cover des Buchs "Das Meer in meinem Zimmer" von Jana Scheerer © Schöffling & Co. Verlagsbuchhandlung GmbH
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Jana Scheerer: "Das Meer in meinem Zimmer"

Was macht es mit Kindern, wenn der Vater psychisch erkrankt ist? "Das Meer in meinem Zimmer" erzählt von einem Familienvater, der besessen auf der Suche nach einem Schiffswrack ist. 6 Min

Ein beeindruckender Familienroman, in dem das norddeutsche Wattenmeer eine ganz besondere Rolle spielt: Jana Scheerer erzählt in ihrem Buch "Das Meer in meinem Zimmer" von einer Familie, die auf einer Nordsee-Insel lebt. Der Vater ist psychisch krank, besessen auf der Suche nach einem Schiffswrack. Die Familie leidet unter seinen Obsessionen. Schriftstellerin Jana Scheerer beschreibt einfühlsam aus der Kinder-Perspektive, was es bedeutet, mit einem kranken Vater aufzuwachsen - und mit einer Mutter, die Probleme lieber ausblendet. Obwohl das Thema ernst ist, erzählt Jana Scheerer mit Leichtigkeit und immer wieder auch mit Situationskomik. Das Kulturjournal trifft die Autorin und stellt ihren Roman vor.

Exil in Deutschland: Aktion der Körber-Stiftung zum Ankommen in Deutschland

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Kampagne der Körber Stiftung mit Zitaten von Flüchtlingen.
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Neues Leben im Exil: Ankommen in Deutschland

Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel den mittlerweile historischen Satz "Wir schaffen das!". Aber wie haben es diejenigen geschafft, die seit fünf Jahren - oder schon länger - hier sind? 5 Min

Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel den mittlerweile historischen Satz "Wir schaffen das!". Aber wie haben es diejenigen geschafft, die seit fünf Jahren - oder schon länger - hier sind? Welche Herausforderungen hatten sie zu bewältigen, welche Gedanken beschäftigen sie? Ein philippinischer Bischof, ein iranischer Journalist und ein afghanisches Model erzählen von den Schwierigkeiten des Alltags im deutschen Exil und vom Verlust ihres früheren Lebens. Gerade sind ihre Gesichter zu sehen auf großen Plakaten im Rahmen einer Kampagne der Hamburger Körberstiftung "Neues Leben im Exil".

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile