Kulturjournal

Montag, 23. März 2020, 23:00 bis 23:30 Uhr
Freitag, 27. März 2020, 02:10 bis 02:45 Uhr

4 bei 4 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Kultur trotz Corona: Der NDR bietet Kultur im Netz

Kultur in Zeiten von Corona: Auch der NDR bietet zahlreiche Angebote im Netz. In der Aktion "Kultur trotz Corona - Die NDR Bühne" präsentieren Künstlerinnen und Künstler exklusive Videos von zu Hause: von der Klavierimprovisation im Wohnzimmer bis zum Hamlet-Monolog auf dem Balkon. Dabei sind unter anderem Sängerin Anna Depenbusch, Posaunist Nils Landgren und Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters auf seiner Geige. Neben der aktuellen Aktion gibt es viel Kultur für zu Hause: in der Mediathek, auf NDR.de und in den Social Media-Accounts des NDR: Konzerte, Lesungen und Hörspiele.

Weitere Informationen
03:02

NDR bietet Künstlern eine Bühne

Die Kulturredaktionen des NDR haben sich zusammengetan und ein Angebot geschaffen, auf dem Künstlerinnen und Künstler aus dem Norden ihre Kunst präsentieren können: Kultur trotz Corona. Video (03:02 min)

Kultur trotz Corona - die NDR Bühne

Egal ob Lesung, Chorgesang, Live-Konzert oder Kabarett - der NDR bietet Künstlerinnen und Künstlern aus dem Norden seit Beginn der Corona-Krise eine virtuelle Bühne. Ekkehard Beringer grüßt mit einer italienischen Triosonate. mehr

Von der Bühne ins Netz: Wie die Kultur in Zeiten von Corona im Internet stattfindet

Video
04:57

Kultur in Corona-Zeiten

Keine Konzerte, kein Theater, keine Ausstellungen: Jetzt findet die Kultur im Netz statt. Aufgezeichnete Theaterstücke, Lesungen und Konzerte per Livestream. Lässt sich Kultur so vermitteln? Video (04:57 min)

Keine Konzerte, kein Theater, keine Ausstellungen: Die Auswirkungen des Corona-Virus treffen auch die Kulturschaffenden und ihr Publikum. Damit weiterhin Kultur stattfindet, werden Aktivitäten ins Netz verlagert oder zumindest Ersatzprogramme online gestellt: Theater und Opernhäuser zeigen bereits aufgezeichnete Aufführungen im Netz, Lesungen und Konzerte werden gestreamt, Kunstwerke online gezeigt. Der Pianist Igor Levit zum Beispiel gibt täglich via Twitter ein Hauskonzert, das Schauspielhaus Hannover will eigene Videos zur Lage produzieren. Doch es gibt Grenzen: Einige Kulturhäuser sind technisch nicht gut genug ausgestattet, denn auf so eine Situation war niemand vorbereitet. Und Kultur als ein Gemeinschaftserlebnis lässt sich allein am Bildschirm nicht herstellen, eine gute Performance braucht das Publikum. Aber die Botschaft der Aktivitäten im Netz ist klar und wichtig: Kultur lässt sich durch das Virus nicht unterkriegen.

Das Buch zur Lage? "Die Pest" von Albert Camus

Video
03:42

"Die Pest" - das Buch zur Coronakrise?

So zeitlos und gleichzeitig aktuell kann Literatur sein: "Die Pest" von Albert Camus ist über 70 Jahre alt - und jetzt in Frankreich wieder ein Besteller. Auch bei uns steigen die Verkaufszahlen. Video (03:42 min)

Ein Klassiker ist plötzlich der Roman der Stunde: Der französische Nobelpreisträger Albert Camus schrieb 1947 "Die Pest" - einen Roman über eine Stadt, in der die Seuche ausbricht. Durch die Corona-Krise wird das Buch jetzt wieder entdeckt: In Frankreich stand "Die Pest" bereits Anfang März auf der Bestsellerliste, und auch die Verkäufe im deutschsprachigen Raum sind nach Angaben des Rowohlt-Verlags deutlich angestiegen. Tatsächlich gibt es viele Parallelen im Buch zur heutigen Situation: Immer mehr Menschen erkranken und sterben, die Bewohner sehen sich mit Einschränkungen und Ängsten konfrontiert, die Stadt wird abgeriegelt. Die Freiheit des Einzelnen wird beschnitten, um andere vor der Ansteckung zu schützen. Die Krankheit wird zum Stresstest für die ganze Gesellschaft. Der Roman von Camus spendet am Ende aber auch etwas Hoffnung: Die Menschen besiegen die Krankheit.

Ein anderer Blick auf Niedersachsen: Das Buch "Kommt ein Syrer nach Rotenburg (Wümme)"

Video
04:27

Samer Tannous: "Kommt ein Syrer nach Rotenburg (Wümme)"

Samer Tannous kam im Syrien-Krieg nach Deutschland und lebt seitdem in Rotenburg an der Wümme. Über deutsche Schrullen und arabische Eigenarten hat er ein sehr treffendes Buch geschrieben. Video (04:27 min)

Manchmal verrät der Blick von außen ja mehr, als man selbst sieht. Der Französisch-Dozent Samer Tannous kam im Syrien-Krieg 2015 mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern aus Damaskus nach Deutschland und lebt seitdem im niedersächsischen Städtchen Rotenburg an der Wümme. Tannous ist ein guter Beobachter all der kleinen Besonderheiten des Lebens in Deutschland, der kleinen Schrullen und der grundsätzlichen Unterschiede zwischen Arabern und Deutschen. Anknüpfend an alltägliche Beobachtungen und Begegnungen hat er kurz nach seiner Ankunft begonnen, gemeinsam mit Gerd Hachmöller seine Gedanken über die neue Heimat sehr treffend und warmherzig aufzuschreiben, erst als SPIEGEL-Kolumne, jetzt als Buch "Kommt ein Syrer nach Rotenburg (Wümme)".

Feiner Elektropop aus Hamburg: Die Band "Hundreds"

Video
05:13

"Hundreds": Feiner Elektropop aus Hamburg

Sie singt, er formt den Sound am Computer: Hinter der Band "Hundreds" stecken die Geschwister Eva und Philipp Milner. Gerade bringen sie ein neues Album raus - feinster Elektropop. Video (05:13 min)

"Hundreds" - das sind die Geschwister Eva und Philipp Milner aus Hamburg. Sie singt, er komponiert am Computer. Sie lieben die Pioniere des elektronischen Pop und holen die Musik in die Gegenwart. Damit sind "Hundreds" eine der erfolgreichsten Indie-Bands Deutschlands. Zum zehnjährigen Bandjubiläum spielten sie noch in der Elbphilharmonie. Dann kam Corona. Eigentlich wollten "Hundreds" mit ihrem neuen Album Anfang Mai im Norden auf Tour gehen, aber ob das jetzt noch klappt, ist fraglich. Doch ihr viertes Album "The Current" erscheint auf jeden Fall am 27. März. Feine Elektro-Popmusik, die Traurige glücklich machen kann - und Glückliche nachdenklich. Euphorie und Niedergeschlagenheit - "Hundreds" trauen sich beides, in nahezu magischer Balance.

Schriftstellerin und Aktivistin: Eine Dokumentation über Margaret Atwood

Video
04:38

Doku über Margaret Atwood

Sie hat sich immer gesellschaftlich eingemischt, für Gleichberechtigung engagiert, Ungerechtigkeiten angeprangert. Nun gibt es eine Doku über Margaret Atwood: "Aus Worten entsteht Macht". Video (04:38 min)

Als Schriftstellerin hat sich Margaret Atwood immer gesellschaftlich eingemischt, für Gleichberechtigung engagiert, Ungerechtigkeiten angeprangert. In ihrem Welterfolg "Der Report der Magd" beschrieb sie einen totalitären Staat, in denen Frauen keine Rechte haben und als Hausfrauen und Mütter den Männern dienen müssen. In "Das Jahr der Flut" geht es um die Auswirkungen der Umweltzerstörung. Nachdem Trump Präsident wurde, schrieb Atwood ihr jüngstes Werk, das Buch "Die Zeuginnen", eine Fortsetzung von "Der Report der Magd". Der 2019 erschienene Roman wurde mit dem wichtigsten britischen Literaturpreis, dem Booker Prize, ausgezeichnet und schaffte es sofort weltweit auf die Bestsellerlisten. Margaret Atwood ist zugleich begnadete Erzählerin und eine präzise Beobachterin der Welt, die sich in ihren Romanen immer wieder mit der Emanzipation der Frau beschäftigt. Die Dokumentation "Margaret Atwood - Aus Worten entsteht Macht" porträiert die kanadische Schriftstellerin und ihr Leben für Literatur, Feminismus, Umweltschutz. Zu sehen in der ARTE Mediathek bis zum 15. Juni 2020.

Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Moderation
Julia Westlake
Produktionsleiter/in
Katja Theile