Hamburg Journal

Samstag, 27. Juli 2019, 19:30 bis 20:00 Uhr
Sonntag, 28. Juli 2019, 04:15 bis 04:45 Uhr
Sonntag, 28. Juli 2019, 09:30 bis 10:00 Uhr

Unterbringung von Flüchtlingen: Umsetzung der Bürgerverträge

Vor drei Jahren hatte der Senat mit dem Dachverband der Bürgerinitiativen "Hamburg für gute Integration" die Bürgerverträge zur Unterbringung von Flüchtlingen geschlossen. So sollen bis Ende 2019 nicht mehr als 300 Flüchtlinge in einer Unterkunft leben. Mit der Verkleinerung von Unterkünften tue sich die Stadt aber bisher schwer, so der Dachverband der Bürgerinitiativen. Denn noch immer seien 38 Unterkünfte mit mehr als 300 Geflüchteten belegt. Auch für die größte Folgeeinrichtung am Mittleren Landweg in Bergedorf sei nicht absehbar, dass dort wie vereinbart bis Ende des Jahres nur noch 1.500 statt 2.500 Menschen untergebracht sein werden. Welche Pläne hat der Senat, die Bürgerverträge bis Ende des Jahres zu erfüllen? Welche Möglichkeiten bestehen, den regulären Wohnungsmarkt für Geflüchtete weiter zu öffnen? Eine Bestandsanalyse. 

Bergedorf: Bundesjugendballett tritt im Theater Haus im Park auf

Zum Abschluss der Bergedorfer Musiktage (vorletztes Event) tritt das Bundesjugendballett im Theater Haus im Park auf. Es ist eines der renommiertesten Ensembles der Welt. Eine bunte internationale Truppe mit Tänzern aus Brasilien, Japan oder Australien. Von Hamburg aus wird es für viele an die großen Häuser dieser Welt gehen. Vorher machen sie aber Halt in Bergedorf. Das Hamburg Journal begleitet sie und versteht, warum die Weltstars von morgen in Hamburg beim Bundesjugendballett ihre Karriere starten.

Tropenhelm und Mückenschutz: Besuch in einem Fachgeschäft für Tropenausstattung

Der Tropenhelm auf dem Reklameschild am Laden zeigt Hamburgern und Touristen den Weg in eine untergegangen geglaubte Welt: seit 1879 existiert Ernst Brendlers Spezialgeschäft für Marine- und Tropenausstattung mittlerweile, eine Hamburgensie, 130 Jahre wie die Schaufensteraufschrift so selbstbewusst wie längst weit überholt verkündet. Ururenkelin Ingrid Osthues führt das Geschäft heute gemeinsam mit ihrem Mann und Sohn Kay, Leinenhosen und Hemden in - nennen wir es einmal - traditionellen Schnitten: "wenn man die ändert, ist die kühlende oder wärmende Funktion des Stoffes perdu", erklärt Kay Osthues. Das Publikum sucht und findet hier seine Klassiker, Verkaufsrenner der "Stutzer", ein Kurzmantel aus "erstklassigem Marinetuch", dessen Nachteil darin liegt - so Familie Osthues -, dass "die Kunden niemals wiederkommen, kaputt zu kriegen ist er nicht". Hier wird die Ware zum wahren Wert, beige dominiert, sandfarben oder uniformbleu und die Registrierkasse mit der großen Kurbel aus der Gründerzeit steht immer noch griffbereit. Seit zwei Jahren darf sie nicht mehr zum Einsatz kommen, Computertechnik hat hier jetzt den Vortritt aber insgeheim hoffen Belegschaft und Kunden, dass die Kasse als Notbehelf einspringt und die alten Belege ausspuckt. Eine Zeitreise mit Gummibaum und Liebe.

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