Hamburg Journal

Mittwoch, 28. Juli 2021, 19:30 bis 20:00 Uhr
Donnerstag, 29. Juli 2021, 04:15 bis 04:45 Uhr
Donnerstag, 29. Juli 2021, 09:30 bis 10:00 Uhr

Sommerinterview mit Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank

Als Zweite Bürgermeisterin hat Katharina Fegebank die Corona-Politik nachhaltig unterstützt. In ihrer Funktion als Bezirkssenatorin will sie jetzt Pläne entwickeln, wie die Feier-Kultur in der Schanze für die Jugendlichen dauerhaft geregelt werden kann. Wo neue Party-Flächen in der Stadt entstehen können, darüber sprechen wir mit Katharina Fegebank im Sommerinterview. Weiterer Schwerpunkt im Gespräch mit Fegebank, die auch für die Wissenschaft zuständig ist: das anstehende Semester an den Hochschulen. Kommen die Studierenden zurück in die Hörsäle? Außerdem geht's um die bevorstehende Bundestagswahl.

Ist Cum-Ex strafbar?

Nicht nur die Warburg Bank schaut nervös nach Karlsruhe. Dort fällt heute das erste höchstrichterliche Urteil zu Cum-Ex-Aktiengeschäften. Der Bundesgerichtshof entscheidet über die Revisionen zweier vom Landgericht Bonn zu Bewährungsstrafen verurteilten Börsenhändlern. Und damit wollen die obersten Strafrichter auch urteilen, ob Cum-Ex-Geschäfte strafbar sind oder "nur" unmoralisch. Für die Warburg Bank geht es um viel: nach dem Urteil gegen die Börsenhändler musste die Bank 155 Millionen Euro Steuern an Hamburg zurückzahlen, dagegen wehrt sie sich juristisch. Doch bei dem Urteil geht es vor allem um die juristische Bewertung der Geschäfte, sollte Cum-Ex als strafbar eingestuft werden, könnte es für Warburg Mitinhaber Olearius und Warburg eng werden. Dann könnte die Staatsanwaltschaft Köln auch gegen ihn Anklage erheben. Auch die Hamburger Politik blickt auf das Urteil, auch wenn es für den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft keinen direkten Einfluss hat. Das Hamburg Journal spricht mit dem Ökonom Carl Christian Freidank, dem SPD-Haushaltsexperten Milan Pein und Norbert Hackbusch von den Linken.

Devid Striesow bei der Hamburg-Premiere des preisgekrönten Films "Nahschuss"

Der Job beim Auslandsnachrichtendienst scheint attraktiv. Die Konsequenzen sind tragisch. Der Film "Nahschuss" erzählt, wie einer vom Geheimdienst der DDR immer wieder und immer mehr unter Druck gesetzt wird, gezwungen ist, gegen das eigene Gewissen zu handeln. Seine Spitzeldienste richten sich gegen - einen nach Hamburg geflohenen - Fußballer. Lars Eidinger als unfreiwilliger Agent und Devid Striesow als sein, ihm angeblich wohlgesinnter Mentor, spielen in diesem Film mit emotionaler Tiefe, den Überlebenskampf in einem erbarmungslosen System. Franziska Stünkels Film, mitfinanziert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, ist angelehnt an die Lebensgeschichte von Werner Teske, der 1981 als letzter Mensch in der DDR zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Bei der Hamburg-Premiere in den Zeise Kinos sprechen wir mit Devid Striesow und Regisseurin Franziska Stünkel.

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