Hamburg Journal

Mittwoch, 07. Juli 2021, 19:30 bis 20:00 Uhr
Donnerstag, 08. Juli 2021, 04:15 bis 04:45 Uhr
Donnerstag, 08. Juli 2021, 09:30 bis 10:00 Uhr

Kohlekraftwerk Moorburg wird stillgelegt

Das Hamburger Steinkohlekraftwerk Moorburg wird wie lange geplant am Mittwoch endgültig stillgelegt. Der kommerzielle Betrieb des Kohlekraftwerks war schon am 18. Dezember 2020 eingestellt worden. Seither wurde das erst 2015 angelaufene Kraftwerk nur noch als Reserve vorgehalten. Damit geht ein umstrittenes Kapitel der Hamburger Energieversorgung zu Ende: In der schwarz-grünen Koalition hatten Hamburgs Grüne ihre Zustimmung für das von der Basis abgelehnte Großprojekt geben müssen - als Zugeständnis an die CDU und als Preis für ihre Teilhabe an der Macht in Hamburg. Die grüne Umweltsenatorin Anja Hajduk hatte das Kraftwerk 2008 sogar persönlich genehmigen müssen - ein umweltpolitisches und finanzielles Fiasko. Jetzt soll auf dem Gelände ein Modellprojekt für die Förderung von umweltfreundlichem Wasserstoff entstehen. Das Hamburg Journal über die Abschaltung und die Konsequenzen aus Moorburg.

Was wird aus dem denkmalgeschützten Fabrikgelände in Rothenburgsort?

In Rothenburgsort schlummert das Areal der Branntweinmonopolverwaltung vor sich hin - noch. Gelegentlich wurde das Gelände mit seinem denkmalgeschützten Häuserensemble aus den 1930er Jahren als Drehort genutzt. Ansonsten passierte an diesem Ort nicht viel. Einst wurde der landwirtschaftliche Restalkohol für Spirituosenhändler aufbereitet, um Konsumenten vor gepanschtem Fusel zu schützen. Inzwischen machen sich mehrere Gruppen über die Nutzung des Fabrikkomplexes ihre Gedanken, attraktiv gelegen in Rothenburgsort am Entenwerder Elbpark. Da gibt es die charmante Vision eines attraktiven Stadtteilzentrums mit viel Kultur, aber wahrscheinlicher sind wohl die Pläne zur pragmatischen Nutzung als Ausbildungsstätte für die Zollverwaltung, inklusive Abriss mehrerer Häuser, obwohl sie unter Denkmalschutz stehen.

Rudolf Nährig - Der singende Kellner aus dem "Vier Jahreszeiten"

Man kann ihn fast als den hamburgischen Nagib Mahfuz bezeichnen, denn er erinnert an den ägyptischen Literaturnobelpreisträger. Rudolf Nährig ist Schriftsteller und hat gerade sein neues Buch rausgebracht. Nährig ist 76 Jahre alt und war bis zur Rente Oberkellner im Hotel "Vier Jahreszeiten". Sein neues Werk ist ein Roman über die Bewohnerinnen und Bewohner einer kleinen Straße in Barmbek. Ein bisschen Nagib Mahfuz in hamburgisch.

Weitere Themen:

- Sommerinterview mit Grünen-Fraktionschefin Jennifer Jasberg
- Regionale Klimastudie: Was erwartet Hamburg?
- Proteste bei Airbus

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