Hamburg Journal

Sonntag, 13. Juni 2021, 19:30 bis 20:00 Uhr
Montag, 14. Juni 2021, 09:30 bis 10:00 Uhr

Heimathafen Hamburg: Freiraum für Existenzgründer

Fliegende Drohnen und 3D-Druck werden in Zukunft im Hamburger Hafen ihre Adresse haben. Und zwar auf einem neugeplanten Campus, der auf dem ehemaligen Mitarbeiterparkplatz von Blohm und Voss entstehen soll. Der neugeplante "Home Port" oder auch vom "Innovationscampus" hat 5.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Das ist ein weiterer Baustein in der Neuausrichtung des Hamburger Hafens, neben der neuen Nutzungsidee des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg. Für den Hafen muss Hamburgs Wirtschafts- und Hafensenator Michael Westhagemann der Hafen- und Logistikwirtschaft erste Eckpfeiler des neuen Hafenentwicklungsplans bis zum Jahresende präsentieren.

XXL-Züge zum Geburtstag: Der ICE wird 30

Mit extra-langen Zügen baut die Deutsche Bahn den Zugverkehr aus. Am Sonntag fahren erstmals planmäßig ein 13-teiliger InterCity-Express von Kiel über Hamburg nach Zürich und ein weiterer XXL-ICE von Altona nach München. Die Züge haben 13 Wagen und bieten 918 Sitzplätze - so viele wie nie zuvor in einem ICE. Halb so schnell wie ein Flugzeug, aber doppelt so schnell wie das Auto, das war das Versprechen der Deutschen Bahn zur Einführung des Intercity-Express. Mit dem ICE begann Anfang Juni 1991 das Hochgeschwindigkeitsalter bei der Bahn. Robert Höppner war von Anfang an dabei: Als Disponent begleitete der Eisenbahner die erste Ausfahrt eines ICE aus dem Werk in Eidelstedt. Denn Hamburg hatte im damals neuen ICE-Netz eine besondere Bedeutung: Hier entstand für 300 Millionen DM das Bahnbetriebswerk. Auf drei Ebenen unter, neben und über den Zügen können diese gewartet werden. Jetzt beginnt ein neues Kapitel im Hochgeschwindigkeitsalter der Deutschen Bahn und Hamburg ist wieder mit dabei.

"Hamburg damals": 75 Jahre Oetinger Verlag

Hamburg 1946. Als "Moralist mit Magenschmerzen" will Verleger Friedrich Oetinger die Nachkriegswelt mit seinen Büchern besser machen. In Schweden stößt er auf Pippi Langstrumpf - fünf deutsche Verlage hatten bereits abgelehnt er aber bringt die Geschichten des Mädchens, das sich die Welt macht wie es ihr gefällt, auf den Markt. Hoch oben im Pressehaus am Speersort, legen Friedrich Oetinger und Sekretärin Heidi von Hacht in Bürogemeinschaft mit dem Illustrator Walter Scharnweber den Grundstein zum Oetinger Verlag, heute einem der drei größten deutschen Kinderbuchverlage und der letzte familiengeführte unter ihnen. 75 Jahre Oetinger, da passt es, dass eine Schauspielerin, die so alt ist wie Pippi heute wirklich wäre, das stärkste Mädchen der Welt spielt: Barbara Nüsse am Thalia Theater: "Wenn wir nicht wollen, brauchen wir nicht erwachsen werden" sagt die Buch- und Bühnenheldin. Starke Frauen äußern sich zur Geschichte des Verlages und erinnern sich: Silke Weitendorf, die Stieftochter Friedrich Oetingers und ihre Tochter Julia Bielenberg die den Verlag gemeinsam mit zwei Partnern heute führt. Von der Dachetage des Pressehauses auf die Dächer von Altona. Gerade ist der Verlag umgezogen nach Altona: in einem alten Speicher wird leidenschaftlich daran gearbeitet, Kinder im digitalen Zeitalter für das Lesen zu begeistern - eine so große wie wichtige Aufgabe für das Hamburger Traditionshaus.

Weitere Informationen
Schriftzug "Hamburg damals" auf einer schwarz-weiß Luftaufnahme vom Jungfernstieg.

Hamburg damals

Jeden Sonntag blickt das Hamburg Journal in die Vergangenheit. Viel Spaß beim Eintauchen in vergangene Zeiten! mehr

Weitere Themen:

- Icecream Rolls
- In der Sonne vor der EM
- Handwerk Serie Teil 2: Klima(wende)-Techniker

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