Hamburg Journal

Samstag, 13. März 2021, 19:30 bis 20:00 Uhr
Sonntag, 14. März 2021, 09:30 bis 10:00 Uhr

Spenden aus Pandemie-Gewinn: Apotheke hilft Obdachlosen

"Ich finde, dass die finanziellen Gewinner der Pandemie in der Pflicht stehen. Und ich bin einer davon", sagt Apotheker Simon Oetter. Er betreibt die Victoria-Apotheke in Ottensen. Sein Geschäft läuft gut. Wie gefordert gibt er die je sechs FFP2-Masken für zwei Euro an Menschen mit Berechtigungsschein aus, also an Personen über 60 Jahre und Menschen mit einer Vorerkrankung. Etwa 3,90 Euro erstattet ihm der Staat seit Mitte Februar je Maske (ursprünglich waren es 6 Euro). Der finanzielle Gewinn für ihn ist groß. Denn der Beschaffungspreis für die Masken ist erheblich gesunken. Deshalb spendet Oetter die Hälfte des Gewinns an Hanseatic Help, um somit Obdachlose zu unterstützen. Er hofft, dass sich weitere Apotheken der Idee anschließen.

Der Kampf der FDP um die Spitze

In gut sechs Wochen entscheiden sowohl die Grünen als auch die FDP über eine neue Parteispitze. In der FDP gibt Katja Suding ihr Amt ab und zieht sich ganz aus der Politik zurück. Als Landesvorsitzende war es ihr gelungen, die zerstrittene Partei zu befrieden. Drohen jetzt wieder Grabenkämpfe? Seinen Hut in den Ring geworfen hat bereits der frühere Bürgerschaftsabgeordnete Daniel Oetzel, der als Vertrauter von Anna von Treuenfels-Frowein gilt, die als Fraktionslose Abgeordnete in der Bürgerschaft sitzt. Aber auch Michael Kruse, der einst von Treuenfels-Frowein um die Spitzenkandidatur für die Bürgerschaftswahl unterlag, hat Ambitionen und will sich in den nächsten Tagen entscheiden. Beide Lager sind sich nicht unbedingt freundlich gesinnt.

Wohnungsbau contra Schrebergarten

In Langenhorn soll ein riesiges Schrebergartenareal und Naherholungsgebiet einem ebenso riesigen Wohnungsbauprojekt weichen. Wenn es an die Kleingärtner geht, die sich dort über Jahrzehnte ihr privates Idyll geschaffen haben, wird es jedoch emotional. Die Umstände sind durchaus interessant. Stein des Anstoßes ist, dass der rot-grüne Senat der Hansestadt das Bezirksamt Hamburg-Nord angewiesen hat, am Diekmoor im Stadtteil Langenhorn ein Neubaugebiet mit 700 öffentlich geförderten Wohneinheiten zu entwickeln. Der Grünenpolitiker Werner-Boelz soll diese Anweisung zuvor beim Senat selbst angefordert haben. Tatsächlich aber wäre die Entwicklungsfläche allein Angelegenheit des Bezirks gewesen. Mit der Anweisung des Senats werden jetzt mögliche Bürgerbegehren vor Ort ausgehebelt. Damit hätten die Bürger etwa durchsetzen können, dass das Moorgebiet erhalten bleibt oder darauf Einfamilienhäuser entstehen. Auch die Rechte der Bezirksversammlung werden mit der Senatsanweisung eingeschränkt.

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