Hamburg Journal

Samstag, 02. Januar 2021, 19:30 bis 20:00 Uhr
Sonntag, 03. Januar 2021, 04:15 bis 04:45 Uhr
Sonntag, 03. Januar 2021, 09:30 bis 10:00 Uhr

Bornplatz-Synagoge: Historisch oder Neubau?

VIDEO: Nach 82 Jahren: Bornplatzsynagoge wird wieder aufgebaut (2 Min)

Bislang gab es nur Zuspruch für die Wiederaufbau-Pläne der in der Reichspogromnacht zerstörten Synagoge am Bornplatz. Und auch die Finanzierung ist schon fast geklärt. Bei so viel Einigkeit und Begeisterung kommt die Diskussion über das "wie" etwas zu kurz, finden zehn renommierte Experten: Architekten, Historiker, Vertreter der Zivilgesellschaft und des jüdischen Lebens. Sie sind der Meinung, dass der Wiederaufbau in historischer Form ein falsches Zeichen ist. Ingrid Nümann-Seidewinkel, ehemalige SPD-Bezirksamtsleiterin, befürchtet, dass eine Art Disneyland entstehe. "Man dürfe keine Geschichtskulissen aufbauen", sagt Bauhistoriker Gert Kähler und plädiert für eine moderne jüdische Synagoge am Bornplatz. Beispiele davon gibt es in München oder Mainz.

Unendliche Geschichte: Was wird aus der Schilleroper?

Die Hamburger Behörden haben (wieder mal) eine letzte Frist gesetzt: Bis zum 31. Dezember muss die private Eigentümerin die Sanierung der einsturzbedrohten Schilleroper beantragt haben. Der ehemalige Zirkusbau des Circus Busch aus den 1890er Jahren, in dem später u.a. Hans Albers auftrat, ist denkmalgeschützt und rottet seit Jahren am Rande des Heiligengeistfeldes vor sich hin. Am Erhalt scheinen die Eigentümer kein Interesse zu haben, das Grundstück in zentraler Lage ist aber Millionen wert. Jeglicher Druck der Behörden ist bislang erfolglos geblieben. Kommt jetzt die Zwangssanierung durch den Bezirk Mitte? Eine Bürgerinitiative hat jedenfalls zu Mahnwachen aufgerufen. Das Hamburg Journal über ein Stück Hamburger Baugeschichte zwischen Spekulationsobjekt und Denkmalsanierung.

Weitere Informationen
Historisches Foto der Schilleroper © Hein, Lehmann GmbH, Krefeld

Das Ende einer schillernden Zeit

Die fantastische Geschichte der Schiller-Oper in Hamburg: 1891 ein Zirkus aus Wellblech, später Theater, Oper, Gefangenenlager. Heute - eine Ruine. Wir erzählen die Tragödie in drei Teilen. mehr

Porträt: Melvin Heikhaus - Hamburgs jüngster Galerist

Bis vor kurzem war Melvin Heikhaus ein gewöhnlicher Kunstgeschichts-Student hier in Hamburg. Nun ist er mit 22 Hamburgs jüngster Kunsthändler. Seine Galerie ist die Helium Cowboy Artspace und eine der angesagtesten Hamburger Galerien in Sachen zeitgenössischer, urbaner Kunst. Melvins Vater Jörg Heikhaus hat sich seit der Gründung der Galerie 2002 immer mehr selbst als Künstler unter dem Namen "Alex Diamond" etabliert und deshalb nun an seinen Sohn übergeben, der ihm seit Jahren als Assistent zur Seite gestanden hat. Sein Vater vertraut ihm mit seiner Galerie nun sozusagen sein Lebenswerk an - und Melvin muss nun beweisen, dass er die großen Fußstapfen ausfüllen kann. Wir porträtieren den jungen Galeristen in seiner ersten Ausstellung, im Kontakt mit seinem Vater und unterwegs bei jungen Hamburger Künstlern auf der Suche nach neuen Talenten für seine Galerie.

Weitere Themen:

- Fußball: HSV vor Jahn Regensburg
- Corona: Wie entwickelt sich die Impfsituation in Hamburg?
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