Hamburg Journal

Donnerstag, 08. Oktober 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Freitag, 09. Oktober 2020, 04:15 bis 04:45 Uhr
Freitag, 09. Oktober 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr

Weitere Corona-Einschränkungen so gut wie sicher

In Hamburg haben die Corona-Infektionen erstmals seit Mitte April wieder den sogenannten Inzidenzwert von 35 überschritten. Mit 125 neuen Ansteckungen am Donnerstag kletterte der von der Gesundheitsbehörde errechnete Wert auf 36,1, wie sie mitteilte. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner an. Am Mittwoch hatte er noch bei 34,1 gelegen. Damit werden strengere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wahrscheinlicher. Diese sollen nach einer neuen Regel schon ergriffen werden, wenn der Inzidenzwert drei Tage lang über der 35er-Marke liegt, wie der Sprecher der Gesundheitsbehörde sagte. Hamburg legt seit Ende September einen selbst errechneten Inzidenzwert zugrunde, nachdem es immer wieder zu Abweichungen mit dem vom Robert-Koch-Institut (RKI) genannten Wert gekommen war. Auch am Donnerstag gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz für Hamburg nur mit 27,1 an.

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Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz trägt ein Tablett mit Biergläsern. © dpa Foto: Felix Hörhager

Hamburg drohen schärfere Corona-Maßnahmen

Hamburg will schärfere Corona-Maßnahmen ergreifen. Dann nämlich, wenn der sogenannte Inzidenzwert drei Tage in Folge über 35 liegt. mehr

NS-Belastete: Straßennamen auf dem Prüfstand

Die Werftenbesitzer Rudolf und Walter Blohm, Architekt Fritz Höger, der Tropenmediziner Bernhard Nocht und sogar Hamburgs Volksschauspielerin Heidi Kabel gehören dazu. Sie befinden sich auf einer Liste, die die Kulturbehörde seit Monaten zusammenstellt, überprüft, bewertet und abarbeitet. Alle Personen haben in der einen oder anderen Weise dem NS-Regime gedient, galten als willfährig und waren auch mehr als nur einfache Mitläufer. "Dabeigewesene" werden sie genannt, in einem Atemzug erwähnt mit Hamburger NS-Verbrechern wie Robert Mulka, dem Adjutanten des Lagerkommandanten von Auschwitz, oder auch Alois Hitler, dem Halbbruder von Adolf Hitler, der nach dem Krieg in Fuhlsbüttel lebte und dort 1956 starb. Die Kommission ist jetzt zusammengetreten. In den nächsten Monaten sollen erste Entscheidungen fallen, welche Straßen und Plätze deswegen umbenannt werden sollen.

"Lagerfeld"-Biografie erzählt viele neue Details über Hamburger Zeit

Unvergessen sind nicht nur seine letzte Hamburger Show in der Elbphilharmonie, sondern auch die vielen legendären Anekdoten des berühmtesten Modeschöpfers des 20. Jahrhunderts. Viele über die Hansestadt - seine Heimat. Über Karl, der 1933 als Sohn des Kondensmilch-Fabrikanten Otto Lagerfeld ("Glücksklee") in Hamburg geboren wurde, hat Autor Alfons Kaiser jetzt ein neues Buch geschrieben: "Karl Lagerfeld. Ein Deutscher in Paris". Er traf den sogenannten König von Paris persönlich, forschte in vielen Archiven auch in Hamburg und fand Neues über Karl Lagerfeld heraus. Vieles widerspricht den Legenden, so die Verbindung der Eltern zu den Nationalsozialisten oder auch seine Kindheit in Hamburg.

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