Hamburg Journal

Sonntag, 14. Juni 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Montag, 15. Juni 2020, 04:10 bis 04:40 Uhr
Montag, 15. Juni 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr

Voll im Trend: Kleingärten in Hamburg

Der Traum vom eigenen Garten in der Großstadt. Gärtnern liegt schon länger im Trend, aber Corona hat bei vielen Hamburgerinnen und Hamburgern den Wunsch nach einem eigenen Fleckchen Grün stärker werden lassen. Denn: nicht alle haben einen eigenen Balkon oder den Luxus eines Gartens. Und in Corona-Zeiten verschafft eine Kleingartenparzelle nicht nur etwas Bewegung durch die Gartenarbeit, sondern ermöglicht auch den Aufenthalt an der frischen Luft und auch die Einhaltung der vorgeschriebenen Distanz zu anderen ist problemlos möglich. Aber wer in den Bezirken Altona oder Eimsbüttel lebt, hat schlechte Karten. "In Altona liegt die Wartezeit bei drei bis fünf Jahren", sagt Hamburgs Chef-Gärtner, Dirk Sielmann, zu dessen Verein in Hamburg etwa 33.000 Parzellen in 311 Vereinen gehören. Die Nachfrage sei außerdem im Bezirk Nord sehr groß. Also in jenen Stadtteilen, in denen durch große Neubauprojekte stark nachverdichtet wurde und Parzellen im Zuge des Wohnungsbaus weichen mussten, wie beispielsweise im Pergolenviertel oder am Tarpenbeker Ufer.

Thalia-Theater probt für die nächste Spielzeit

Das Thalia Theater sucht den Weg zurück: Schauspielende, Licht- und Tondesignschaffende, Regie, Souffleusen und Inspizienten proben unter neuen Sicherheits- und Hygiene-Maßnahmen. Im Moment arbeitet das Ensemble mit einer Star-Besetzung an "Der Geizige" (Regie Leander Haußmann, Titelrolle Jens Harzer) und "Opening Night" für die Eröffnung in der Gaußstrasse. Einn Einblick in die Theater-Inszenierungen unter neuen Bedingungen. Dazu ist die Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters, Isabelle Vértes-Schütter live im Hamburg Journal-Studio. Sie berichtet über die besonderen Herausforderungen ihres Hauses in der Corona-Zeit.

"Hamburg Damals": Empfang der Jahrtausendglocke

Sechs bilden das Glockengeläut, vier weitere sind Uhrschlagglocken. Die zehn Glocken von St. Michaelis haben ein sehr bewegtes Schicksal mit einem Turmbrand und zwei Weltkriegen hinter sich. Der Platz für die größte und schwerste Läuteglocke, die mit dem tiefen F, blieb im Michel dabei 83 Jahre leer- bis zum Juni 2000. Da hievte ein Teleskopkran die sogenannte Jahrtausendglocke spektakulär bei schwierigen Windbedingungen in den Turm. Zuvor war sie bei einer Glockengießerei in Heilbronn gegossen worden, gespendet von einem Hamburger Kaufmann.  Der langjährige Hauptpastor Helge Adolphsen segnete den Guss der Jahrtausendglocke und erinnert sich emotional an ihren Umzug nach Hamburg und an ihre Weihung im Michel. Nur sechs Jahre später musste die Glocke mit dem tiefen F allerdings wegen Spannungsrissen wieder außer Betrieb gesetzt werden. Ein jugendlicher Glocken-Fan hatte zuvor einen Missklang herausgehört und er hatte Recht. "Ziemlich grauenhaft war das für mich", sagt Hauptpastor Alexander Röder, der damals drei Jahre im Amt war. 2008 erfolgte der Neuguss einer über neun Tonnen schweren Jahrtausendglocke. "Ich habe in meinem Leben noch nie so gestaunt. Ein tolles Handwerk", sagt Röder, der den Glockenguss segnete. Er ist froh, dass 2015 auch noch die beiden letzten fehlenden Uhrschlagglocken von ihm geweiht wurden. Seitdem sind alle zehn Michel-Glocken wieder komplett.

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Hamburg damals.

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Jeden Sonntag blickt das Hamburg Journal in die Vergangenheit. Die spannendsten Filme aus unserer Geschichts-Reihe finden Sie hier. Viel Spaß beim Eintauchen in vergangene Zeiten! mehr

Weitere Themen:

- Interview mit Isabella Vértes-Schütter, Intendantin des Ernst-Deutsch-Theaters
- Krisengewinner: Fahrradläden
- MoGo digital

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