Hamburg Journal

Donnerstag, 09. April 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Freitag, 10. April 2020, 04:15 bis 04:45 Uhr
Freitag, 10. April 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr

So bereitet sich Hamburg auf das Osterwochenende vor

Ostern ist dieses Jahr anders. Große Familienfeiern: abgesagt. Osterfeuer: abgesagt: Tagestrips an Nord- und Ostsee: abgesagt. Wie also verbringen die Hamburgerinnen und Hamburger die Ostertage? Klar ist: mit Lebensmitteln haben sich die Menschen heute ordentlich eingedeckt. Lange Schlangen vor Supermärkten prägen das Stadtbild. Unser Reporter hat sich den ganzen Tag in der Stadt getummelt. Dazu ist Polizeisprecherin Sandra Levgrün im Studio und erklärt, was Ostern erlaubt und was nicht erlaubt ist.

Pastor Frank Engelbrecht bringt die Kirche an Ostern nach Hause

Frank Engelbrecht, innovationsfreudiger Pastor an St. Katharinen, arbeitet intensiv an den Vorbereitungen zur OsterKulturNacht. Mit Jazz, Klassik, Pop, Performance, Foto und Literatur und Satire wird er von Karfreitag bis Ostern interaktiv die Passionsgeschichte mit persönlichen Geschichten von Hoffnung, Witz und Verzweiflung streamend verbinden. Die Aktionen der verschiedenen Künstler in Distanz zu koordinieren, die Kirche mit Wohnzimmern, Küchen und Studios in Stadt und Welt zu verknüpfen, ist die Herausforderung für den Pastor, der stets "neue Wege, wenn alles stillsteht" sucht.

Angehörigenbrücke Marienkrankenhaus

"Das ist eigentlich die größte Katastrophe für Angehörige, die es gibt", sagt der Intensivpfleger am Marienkrankenhaus Holger Vollmer-Kammigan und meint das generelle Besuchsverbot für Angehörige. Das treffe insbesondere die Angehörigen hart, die mit ihren Familienmitgliedern in Krankenhäusern nicht anders kommunizieren könnten. Hier unterstützen, eine regelrechte "Brücke" schlagen - zwischen Angehörigen draußen und Patienten drinnen - das möchte der Hamburger mit der von ihm begründeten Hotline "Angehörigenbrücke" erreichen. Rund zehn Krankenhausmitarbeitende erhalten seit dem 19. März etwa 50 Anrufe von Angehörigen pro Tag: Angefangen vom Wunsch, die Wäsche vor dem Krankenhaus entgegenzunehmen bis hin zur dringlichen Bitte, eine persönliche Nachrichte an ihre Familienmitglieder zu überbringen. Das Hamburg Journal darf für einige Stunden hinter die geschlossenen Türen des Krankenhauses blicken und sich den Alltag der "Angehörigenbrücke" genauer ansehen. 

Weitere Themen:

  • Die Marktschwärmerei
  • Wie läuft es am Hauptbahnhof?
  • Osterfeuer fallen aus - aber nicht bei Familie Schulze

Produktionsleiter/in
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