Hamburg Journal

Montag, 16. März 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Dienstag, 17. März 2020, 04:15 bis 04:45 Uhr
Dienstag, 17. März 2020, 09:30 bis 10:00 Uhr

Coronavirus: Schulen und Kitas dicht

Angesichts weiterer Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus kommen auf die Menschen in Hamburg, seit heute neue Einschränkungen im öffentlichen Leben zu - und viele Eltern werden nun mit der Betreuung des eigenen Nachwuchses konfrontiert. Laut einer Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde bleiben die Schulen nach Ende der Ferien für zumindest zwei Wochen geschlossen, ebenso die Kitas. Nach Angaben der Stadt wird eine Notfallbetreuung eingerichtet, die aber in erster Linie für Menschen gedacht ist, die in Berufen tätig sind, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung notwendig sind - beispielsweise im Gesundheitswesen oder bei Feuerwehr und Polizei. Dennoch werde kein Kind vor verschlossen Türen stehen, versicherten die Behörden. Dringend wurde davon abgeraten, die Kinder statt in die Kita oder Schule in die Obhut der Großeltern zu geben, da das Coronavirus gerade für ältere Menschen gefährlich sei.

Weitere Informationen
Vor der Schule an der Glinder Au in Hamburg-Billstedt hängt ein Hinweisschild. © René Schröder Foto: René Schröder

Schulen und Kitas in Hamburg geschlossen

Die Schulen und Kitas in Hamburg bleiben seit Montag für zwei Wochen geschlossen. Am ersten Tag nutzen deutlich weniger Kinder die von der Stadt angebotene Notfallbetreuung als erwartet. mehr

Der Fahrerbereich in einem Bus ist abgesperrt. © dpa-Bildfunk

Corona-Blog: Verbote verändern Leben im Norden

Kaum ein Lebensbereich bleibt von den Corona-Gegenmaßnahmen verschont. Veranstaltungen, Verkehr, Einzelhandel, Schulwesen - alles wird ausgebremst. Die Ereignisse vom Montag. mehr

Clubs und Restaurants: Wie geht es weiter?

Auch im öffentlichen Leben gibt es weitere Einschränkungen: Nachdem schon Hochschulen, Theater, Konzerthäuser, Museen und Bibliotheken geschlossen wurden oder ankündigten, ihren Regelbetrieb einzustellen, sind jetzt auch Clubs, Bars, Casinos, Bordelle, Fitnesscenter, Jugend- und Stadtteilzentren sowie alle Sportanlagen betroffen. Zwar war am Wochenende noch Hochbetrieb z.B. auf der Reeperbahn und dem Kiez, aber die Betreiber befürchten heftige Umsatzeinbußen bis hin zu vielen Pleiten. Auch der Betrieb von Restaurants wird eingeschränkt. "Gaststätten dürfen nur öffnen, wenn zwischen den Tischen ein Abstand von mindestens 1,50 Metern eingehalten wird." Wochenmärkte unter freiem Himmel soll es aber auch weiterhin geben. Ausgenommen von dem Verbot seien auch private Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen wie zum Beispiel Hochzeiten. "Es wird jedoch dringend empfohlen, auch diese privaten Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben."

Weitere Informationen
Eine der Bars des Molotow auf der Reeperbahn. © picture alliance/Gregor Fischer/dpa Foto: Gregor Fischer

Hamburger Clubs fürchten um ihre Existenz

Wegen wegbrechender Einnahmen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus sehen sich Clubs in Hamburg in ihrer Existenz bedroht. Sie kritisieren unklare Regelungen. mehr

Hamsterkäufe: Geschäfte bleiben gut versorgt

Leere Regale in einigen Supermärkten am vergangenen Sonnabend, Ansturm auf die wenigen Geschäfte, die am Sonntag geöffnet hatten: Auch in Hamburg gab es Hamsterkäufe. Doch einen wirklichen Versorgungsnotstand gibt es nicht. Verteilzentren und Lager sind gut gefüllt, so die großen Supermärkte.

 Weitere Themen:

- Interview: Schulsenator Ties Rabe zur Corona-Lage
- Hamburg: Erste Störche sind schon da
- Zamarin Wahdat: Oscar-prämierte Kamerafrau aus Hamburg

Produktionsleiter/in
Andy Kaminski
Redaktionsleiter/in
Sabine Rossbach
Redaktion
Kai-Ove Kessler
Silke Schmidt
Moderation
Julia-Niharika Sen
Nachrichtenmoderation
Carl-Georg Salzwedel

JETZT IM NDR FERNSEHEN

Nordmagazin 03:15 bis 03:45 Uhr