Corona: Meine Geschichte - Landwirt Jan-Hendrik Langeloh

Stand: 20.06.2021 05:00 Uhr

Wie hat die Pandemie Ihr Leben verändert? Unter dieser Fragestellung begleiten NDR 90,3 und das Hamburg Journal Hamburger und Hamburgerinnen durch die Corona-Zeit. Milchbauer Jan-Hendrik Langeloh ist einer von ihnen.

von Katrin Spranger

Er ist wieder einmal dabei alles umzuorganisieren. Wie schon so oft in der Pandemie. In den vergangenen Monaten hat Landwirt Jan-Hendrik Langeloh aus Reitbrook überwiegend Privatkundinnen und -kunden mit Milch und Joghurt beliefert, konnte sich so über Wasser halten. Jetzt nach den Lockerungen melden sich fast täglich die Kundinnen und Kunden aus der Gastro-Branche zurück. Die bekommen ihre Milchkisten normalerweise von Jan-Hendrik Langelohs Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen geliefert. Doch zurzeit springt er oft selbst ein. Feste Touren in die Innenstadt lassen sich noch nicht zuverlässig planen. Denn viele Gastronomen wissen oft erst kurzfristig, wie viel Milch sie brauchen. Ihnen fehlt Personal oder sie haben noch nicht alle Restaurantbereiche geöffnet.

Langsam zurück zum Normalbetrieb

Landwird Jan Hendrik Langeloh steht mit Kühen auf einem Feld.
Nach den Corona-Lockerungen kann Landwirt Jan-Hendrik Langeloh seine Milch nach und nach wieder selbst vermarkten.

Ihm ist es recht, dass alles erst langsam wieder anläuft. Besser, als von Null auf Hundert. So hat er weniger Stress die Abläufe in der hauseigenen Molkerei wieder neu zu organisieren und die Mitarbeitenden für die Touren einzuplanen. Die Hauptsache ist für ihn, dass es überhaupt wieder losgeht mit der Direkt-Vermarktung an die Gastro-Szene. Es ist das Kerngeschäft des Betriebs. Vor 20 Jahren hat alles mit ein paar Cafés begonnen. Zum Beginn der Pandemie waren es etwa 200.

Die Lage entspannt sich, aber die Ungewissheit bleibt

Dass es nicht alle seine Gastro-Kundinnen und -Kunden durch die Pandemie geschafft haben, hat Jan-Hendrik Langeloh bereits mitbekommen. Wie viele genau, wird er erst in ein paar Monaten wissen. Sein Ziel ist es, so viel Milch wie vor der Pandemie direkt zu vermarkten. Im Lockdown musste er an seine Genossenschaftsmolkerei bis zu 50 Prozent abgeben. Jetzt möchte er bald wieder selbst 90 Prozent schaffen. Genug Milch ist da - seine Kühe produzieren 3.500 Liter am Tag, mit und ohne Pandemie.

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Landwirt Jan-Hendrik Langeloh posiert vor seinem Kuhstall. © NDR Foto: Katrin Spranger

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 25.06.2021 | 19:30 Uhr