Stand: 19.08.2016 10:52 Uhr

Thema der Woche: "200 Jahre Brüder Grimm"

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Die Gebrüder Grimm veröffentlichten vor 200 Jahren die "Deutschen Sagen". (Archivbild)

Vor 200 Jahren veröffentlichten die Brüder Grimm den ersten Band ihrer Sammlung "Deutsche Sagen", die wohl bekannteste Geschichte darin ist die des Rattenfängers von Hameln. Dieses Jubiläum wird entlang der Märchenstraße groß gefeiert. Wir beschäftigen uns zu diesem Anlass diese Woche jeden Tag mit den Brüdern Grimm. Wir fragen, wer diese Männer waren und wie ihr Werk heute noch wissenschaftlich ausgewertet wird. Es geht darum, wie Märchen die Kinderseele widerspiegeln und um den Konkurrenzkampf um die Bremer Stadtmusikanten. Und wir gehen auf Spurensuche in Hameln um zu klären, was an der Sage vom Rattenfänger wirklich dran ist.

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Das Grimmsche Wörterbuch

15.08.2016 19:30 Uhr

Das Grimmsche Wörterbuch

Die Brüder Grimm kennt jeder durch ihre Märchen. Aber Jacob und Wilhelm Grimm waren vor allem Wissenschaftler. 1831 wurden die Brüder Professoren an der Georg August Universität in Göttingen. Bis heute arbeiten dort Wissenschaftler daran, das Grimmsche Wörterbuch fertigzustellen. Kleine Zettel mit handschriftlichen Notizen sind das wissenschaftliche Erbe der Brüder.

Die Grimmwelt Kassel

Die Brüder Grimm lebten die längste Zeit ihres Lebens in Kassel, hier entstanden auch ihre bedeutendsten Werke. Deshalb wagen wir bei unserem "Thema der Woche" auch einen Blick über die Landesgrenze hinaus. Die Grimmwelt Kassel ist ein interaktives Museum, in dem die Werke und das Leben der Brüder dem digitalen Zeitalter entsprechend dargestellt werden. Es wurde im September 2015 eröffnet und in den ersten zehn Monaten kamen bereits rund 135.000 Besucher. Wir treffen Holger Ehrhardt von der Universität Kassel, der dem berühmten Brüderpaar seit fast 30 Jahren auf der Spur ist. Wie ein Detektiv führt der 53-Jährige ein Puzzlestück nach dem anderen zusammen. "Jacob Grimm ist mit Sicherheit so etwas wie ein Genie gewesen", sagt er. "Er konnte Dinge zusammenbringen, die andere Leute nicht zusammengebracht haben und hat dadurch völlig neue Erkenntnisse in die Welt gebracht."

Die Bedeutung von Märchen für Kinder

Beim Thema Märchen denken die meisten von uns sofort an die Brüder Grimm. Jacob Ludwig Karl und Wilhelm Karl sammelten mehr als 240 Erzählungen und veröffentlichten ab 1812 die berühmten "Kinder- und Hausmärchen". Geschichten, die bis dahin meist nur mündlich weitergegeben und erzählt wurden, gab es von diesem Zeitpunkt an in gedruckter Fassung. Die Sammlung entwickelte sich zu einem absoluten Bestseller für Kinder und wurde in mehr als 160 Sprachen übersetzt. Wir sind unterwegs im Märchenpark Bad Sachsa und fragen einen Kinderpsychotherapeuten, ob Märchen für Kinder heutzutage auch noch wichtig sind.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 18.08.2016 | 19:30 Uhr