Expeditionen ins Tierreich

Im Reich der Wolga - Ein Strom wird geboren

Mittwoch, 01. Dezember 2021, 20:15 bis 21:00 Uhr

Die Wolga ist ein Mythos, ein Fluss der Superlative und die natürliche Lebensader Russlands. Mit über 3.500 Kilometern ist sie der mächtigste Fluss Europas. Ihr Einzugsgebiet ist größer als Frankreich, Spanien und Portugal zusammen.

Die Kraftquellen der Wolga

Wunderbar umständlich winden sich hunderte, oft namenlose Nebenflüsse durchs Stromtal der Wolga. © NDR/ALTAYFILM
Wunderbar umständlich winden sich hunderte, oft namenlose Nebenflüsse durchs Stromtal der Wolga.

Woher nimmt die Wolga ihre Kraft? Die Quelle allein reicht nicht aus, um ihre Größe zu erklären. Neben den Wasserwelten von Waldai nordwestlich von Moskau sind es die Schneemassen des Uralgebirges im Osten und die Tiefenwasser der nordischen Urwälder, die den Fluss zu einem mächtigen Strom anschwellen lassen.

Der erste Teil des aufwendig produzierten Dreiteilers "Im Reich der Wolga" führt vom Quellplateau bis zu den großen Nebenflüssen des Ural. Obwohl am Rande des dicht besiedelten Europa gelegen, bietet das Flussreich der Wolga auch heute noch überraschend viel Raum für ungezähmte Natur.

Großflächig intakte Flusslandschaften

Wolga am Zulauf der Kama, ihres größten Nebenflusses aus dem Ural. © NDR/ALTAYFILM
Hinter Tschistopol durchfließt die Kama noch einen Stausee und mündet dann in die Wolga.

Im Einzugsgebiet liegen Dutzende Naturschutzgebiete und Reservate. Nirgendwo sonst in Europa gibt es noch so großflächig intakte Flusslandschaften und Feuchtgebiete. Auwälder, Moore, Wiesen und Überschwemmungsflächen begleiten die Niederungen von Oka, Sura, Kama, Wetluga oder Samara. Sie sind nur Nebenflüsse des riesigen Hauptstromes, doch viele größer als Rhein, Main oder Elbe.

Viel Platz für wilde Tiere

Hafen an der Wolga hinter Nishni Nowgorod. © NDR/ALTAYFILM
Trotz der Besiedelung ist an der Wolga noch genug Platz für wilde Tiere.

Infolge des Zweiten Weltkrieges sind die zentralrussischen Wälder stark geschrumpft. Und auch Besiedelung, Staudämme und Landwirtschaft fordern ihren Tribut. Doch im riesigen Einzugsgebiet der Wolga ist noch immer Platz für wilde Tiere. Wisente, Elche und Wildschweine leben im waldreichen Norden des Wolga-Stromtals neben Biber, Nerz und Fischotter. Die natürlichen Flusslandschaften sind Lebensräume für Arten, die in Westeuropa kaum mehr vorkommen.

Noch nie wurde Europas größter Strom so umfassend porträtiert. Opulente Bilder und atemberaubende Flugaufnahmen wechseln mit selten zuvor dokumentiertem Tierverhalten, die mit feinem Humor und einer besonderen Leichtigkeit erzählt werden.

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Redaktionsleiter/in
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Autor/in
Henry Mix

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