Expeditionen ins Tierreich

Geheimnisvoller Garten - Erntezeit

Mittwoch, 30. Juni 2021, 21:00 bis 21:45 Uhr
Donnerstag, 01. Juli 2021, 06:35 bis 07:20 Uhr

Seit über 5.000 Jahren werden vom Menschen Gärten angelegt. Zunächst waren es reine Nutzgärten. Dort wurde angepflanzt, was man für die tägliche Ernährung brauchte. Aber schon die alten Römer kultivierten Pflanzen allein wegen ihrer Schönheit. So wurde der Nutzgarten allmählich zum Ziergarten.

Nutzgarten oder Ziergarten?

1.500 Apfelsorten wachsen noch in deutschen Gärten, aber es werden immer weniger. © NDR/nautilusfilm
1.500 Apfelsorten wachsen noch in deutschen Gärten.

Schönheit und Nutzen sind im Garten oft zwei Seiten derselben Medaille. Ein Obstbaum etwa produziert jedes Jahr im Frühling Abertausende Blüten und trägt später ein paar Hundert Äpfel. Die werden im Herbst von einer Vielzahl von Tieren erwartet, wie etwa den Igeln und Wachholderdrosseln.

Das Mauswiesel ist das kleinste Raubtier in unseren heimischen Gärten. Es dezimiert vor allem Wühlmäuse. © NDR/nautilusfilm
Das Mauswiesel dezimiert vor allem Wühlmäuse.

Allein in Deutschland gibt es Millionen von Gärten. Viele von ihnen bieten zahllosen Lebewesen eine Zuflucht: Singvögeln, Siebenschläfern und seltenen Reptilien etwa. Und nicht wenige der Gartenbewohner sind Verbündete des Gärtners im Kampf gegen Schädlinge. Feldwespen zum Beispiel vertilgen unzählige Schadinsekten. Wenn das Nest in Ruhe gelassen wird, fangen und töten Feldwespen im Laufe eines Sommers mehrere Hundert Raupen, um sie an ihre Brut zu verfüttern.

Zusammenwirken von Pflanzen und Tieren

Auch die von vielen Gärtnern gehegten Rosen haben einen natürlichen Helfer im Kampf gegen Blattläuse. Wo keine Gartengifte zum Einsatz kommen, fühlen sich Marienkäfer wohl. Jeder einzelne davon verschlingt in einem Sommer bis zu 10.000 Blattläuse.

Die letzte Folge des Zweiteilers "Geheimnisvoller Garten" folgt den großen und kleinen Dramen vom Sommer über den Winter bis zum erneuten Frühlingserwachen und zeigt auf spannende Weise, wie die verschiedenen Arten in heimischen Gärten zusammenleben. Und warum es gut und wichtig ist, wenn man der Natur im Garten etwas mehr Raum gibt.

Ratgeber Garten
Die apricotfarbene Blüte einer "Ambridge"-Rose im Beet © NDR Foto: Anja Deuble

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Redaktion
Ralf Quibeldey
Monika Schäfer
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Autor/in
Jan Haft
Regie
Jan Haft

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Tiere