die nordstory - Zweite Chance für alte Bauten

Freitag, 23. August 2019, 14:15 bis 15:15 Uhr

Wo es einst nach Kaffee roch, soll nun Musik erklingen: vom Kaiserspeicher zur Elbphilharmonie. © NDR

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Alte Mühle für Wasserwanderer

Irgendwann im Sommer 2009 kam Corinna Berger mit dem Fahrrad vorbei. In Urlaubsstimmung verliebte sie sich auf den ersten Blick in ihr "Dornröschenschloss". Scheidung oder Mühle ausbauen!, setzte sie ihrem Mann die Pistole auf die Brust, als sie ihm einige Monate später das baufällige Mühlengebäude nahe der Müritz zeigte. "Man muss im Leben ja immer mal neue Dinge machen", tröstete sich der pragmatische Informatiker aus Brandenburg und ließ sich auf das Abenteuer ein. Dem alten Mühlenholz gilt seitdem seine Leidenschaft. Alles, was beim Ausbau der Wassermühle rausfliegt hebt er auf und lässt Neues daraus bauen. Betten für die Hotelzimmer, Tische für das Restaurant. Doch wie alt ist ihre Mühle überhaupt, die sie da erstanden haben? Während die Wassermühle ihr Gesicht wieder bekommt - ein neues Wasserrad, gehen in Berlin die Wissenschaftler der Altersfrage nach. Ob das Ergebnis Tino Berger freuen wird?

Leben im Kieler Wasserturm

Einst war er voller Wasser, dann überflüssig, heute ist er kostbar und heiß begehrt! Ein herausragendes Bauwerk ist der Kieler Wasserturm auf jeden Fall - wer durch Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt fährt, kann ihn fast von überall sehen. Es dauerte allerdings, bis nach der Stilllegung als Wasserspeicher sein Potenzial erkannt wurde! Manch einer hätte ihn gern abgerissen, doch das konnte verhindert werden. Er wurde vorübergehend zum Theaterspielort, konnte für Partys gemietet werden, doch zur Zeit wird er zum ausgefallensten Wohnhaus Kiels umgebaut. 35 exklusive Apartments entstehen in dem alten Gemäuer. Über den Umbau wacht Bauleiter Michael Kelm, er hält die Fäden in der Hand, trifft Architekten, koordiniert die Arbeiten, lenkt die Baufirmen und Lieferanten und betreut die künftigen Bewohner. Ende 2015 soll die Herkulesaufgabe abgeschlossen, sollen die Schlüssel übergeben sein. Bisher lief alles verdächtig glatt."

Buntes Bunkerleben

Wo es einst nach Kaffee roch, erklingt jetzt Musik: vom Kaiserspeicher zur Elbphilharmonie.

In Emden gehören Bunker zum Stadtbild dazu. Und sie stoßen die Anwohner nicht ab, sondern locken an. Im Zweiten Weltkrieg wurden so viele gebaut, dass noch jetzt mehr als 40 in Emden stehen. Die meisten wurden umgewidmet; in einigen entstanden Wohnungen, in einem anderen proben Musikbands oder lagern die Schätze des Emder Stadtarchivs. Nirgendwo könnten die sicherer sein.

Vom Kaiserspeicher zur Elbphilharmonie

Sie soll das herausragende neue Wahrzeichen Hamburgs werden: die Elbphilharmonie. Ein Bau der Extraklasse, einmalige und innovative Architektur - über dem alten Backsteinkorpus des ehemaligen Kakaospeichers erhebt sich der schillernde Glasaufbau auf bis zu 110 Meter. Exponiert steht sie jetzt fast fertig im Hamburger Hafen zwischen Sandtor- und Grasbrookhafen - an einem Ort mit Geschichte. Wir erzählen Ihnen die Entwicklung vom Kaiserspeicher A und seinem Turm, der selbst zum Wahrzeichen wurde, über den neuen Zweckbau der 1960er-Jahre, dem Kaispeicher A bis hin zum Konzerthaus der Superlative.

Redaktion
Birgit Schanzen
Produktionsleiter/in
Edgar Rygol
Autor/in
Anne Gänsicke
Annicka Erdmann
Carsten Prehn
Tim Berendonk