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die nordstory - Start-ups zum Anbeißen - Gesunde Kost für Zwei- und Vierbeiner

Freitag, 10. August 2018, 20:15 bis 21:15 Uhr

Bauerntochter Laura Gertenbach aus Groß Stove bei Rostock vermarktet mit ihrem Start-Up „Oberlecker“ gesundes Fleisch von alten Rinderrassen. Dabei setzt sie auf stressfreie Weidetötung. Keine Panik beim Transport oder im Schlachthaus. © NDR/Matthias Vogler, honorarfrei

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Die nordstory stellt drei Start-up-Unternehmen mit ungewöhnlichen Ideen "zum Anbeißen" vor:

Gourmet-Fleisch vom Weiderind

Laura Gertenbach ist Genussmanagerin, ihr Start-up heißt Oberlecker. Die Geschäftsidee der 27-jährigen Bauerntochter: alternative Schlachtung und Vermarktung von Fleisch- und Wurstwaren! Das Gourmetrindfleisch stammt von Tieren, die gezielt und stressfrei auf der Weide mit einem Kopfschuss getötet werden. In Deutschland war das gegenüber den Behörden nur schwer durchzusetzen, weil nur Wildtiere vom Jäger geschossen werden dürfen. Diese Weidetötung mit niedrigem Stresslevel, meint die junge Frau, führt zu einer besseren Fleischqualität. Um Kunden ihr köstliches Fleisch schmackhaft zu machen, veranstaltet sie unter anderem Bratwurstkurse: Wie kann man sich eine eigene Bratwurst zu Hause machen, ohne Zusätze, mit eigener kleiner Wurstmaschine in der Küche, mit Darm und Charme. Diese Bratwurstevents sind langfristig ausgebucht und inzwischen heiß begehrt.

Vegetarische Hunde-Leckerli

Manuela und Michael Verhage leben im Gutshaus Langendorf bei Stralsund und backen vegetarische Hundeleckerli in ihrer Backstube namens Keksdieb. Die Geschäftsidee verdanken sie ihrem Hund Chicco, der als besessener Fleischfresser ständig krank war. Daraufhin probierte Manuela die gesundheitlichen Vorzüge fleischloser Kost für ihren Schützling aus und backte alle möglichen Varianten von Hundekeksen mit Karotten, Spinat und Co. Chicco biss an und erfreut sich bester Gesundheit dank Vitaminen und Mineralstoffen. Die Kekse fanden bald reißenden Absatz im Bekanntenkreis, vor allem bei den Hunden. Der Verkaufswagen von Keksdieb ist vor allem auf dem Wochenmarkt in Thiessow auf Rügen heftig umlagert von den Vierbeinern samt ihrer Frauchen und Herrchen.

Geschäftsideen "zum Anbeißen"

Fertiggerichte - Vegan und Bio

Vegan und Bio als Fertiggericht in Plastikschale für das Supermarktregal. Geht das? Das hat sich Govinda Thaler auch lange gefragt, bevor er vor gut einem Jahr eine lang gehegte Idee in die Tat umgesetzte. Sein Start-up heißt LunchVegaz, weil Lunch Vegan zu langweilig klingt. In der romantischen Gutsanlage von Rothenklempenow bei Pasewalk produziert er 14 verschiedene Fertiggerichte mit täglich bis zu 3.000 Portionen. Und es sollen noch mehr werden. Gekocht wird mit frisch verarbeiteten Zutaten ausschließlich aus kontrolliert biologischem Anbau. Geliefert wird an Supermärkte, Kindergärten und Firmen. Fast Food, das aber schmecken soll wie Slow Food. Für Leute, die keine Zeit haben zum Kochen, sich aber gesund ernähren wollen.

Autor/in
Matthias Vogler
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Iris Berner