die nordstory - Sommeralarm am Salzhaff

Montag, 24. Juni 2019, 14:00 bis 15:00 Uhr

Paradies für Surfanfänger: die flachen Ufer des Salzhaffs. Pfingsten ist der Ansturm der Wassersportler besonders groß. © NDR

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Vor 26 Jahren hat Olaf Winkelmann mit einer kleinen Surfschule angefangen. Jetzt führt er ein Surf- und Feriendorf - 15.000 qm groß. Direkt am Salzhaff. Pfingsten ist er mal wieder ausgebucht. Familien kommen her, Vereine, Paare, Kumpels und Freundinnen. 300 Gäste stehen auf der Anreiseliste.

Küchenchef Robert Müller rotiert schon den ganzen Morgen. Warenannahme, Gemüse putzen, Abend-Buffet vorbereiten. Club-Manager Christer Abraham wuselt mit allen anderen Mitarbeitern durch das lauschige Bungalowdorf und kontrolliert den Stand des Roomservice. Immer wieder wird er zum Empfang gerufen um neue Anreisende durch "San Pepelone" zu führen.

Am nächsten Morgen geht es schon beim Frühstück los für alle: Surfkurse werden eingeteilt und aufgerufen, das Tagesprogramm durchgesagt. Surflehrer Veit Brede wird den Vormittag bis zum Bauchnabel im Salzhaff stehen und seinen Schülern zur Seite. Am Nachmittag hat Surflehrer Micha Heinze Dienst am zehn Meter hohen Kletterturm "The Rock" - Freizeitprogramm bis zum Abwinken.

Ein Schauplatz, drei Typen und jede Menge Touristen

Versteckt, aber nicht verschlafen ist die kleine Tauchbasis "Seeblick" in Meschendorf. Östlich von Rerik, nur einen Katzensprung von "San Pepelone" entfernt. "Pfingsten überfallen sie uns garantiert wieder, die Berliner!", freut sich Gido Zerrenner, selbst begeisterter Taucher. Luxuriöse Unterkünfte bieten sie hier nicht, auch kein großes Buffet. Deshalb reisen die Gäste auch nicht an. Die wollen tauchen! Nur wenige Seemeilen vor der Küste liegen nämlich gesunkene Lastensegler und andere Wracks, manche ein paar Hundert Jahre alt.

Die Tauchgäste können Steinfelder bestaunen oder auch das künstliche Riff in Nienhagen. Und Unterwasser mal richtig abschalten. Gido und seine Tauchbasis-Crew haben keine Zeit abzuschalten. Dreimal am Tag fahren sie mit ihren Booten ihre Tauchgäste auf die Ostsee, zu den Tauchspots. Zwischendurch müssen die Pressluftflaschen nachgefüllt werden, die Anzüge gespült und getrocknet.

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Am Reriker Anlegesteg poliert Nils Steußloff die Fenster seiner "MS Salzhaff" auf Hochglanz. Damit seine Gäste eine gute Sicht auf die Halbinsel Wustrow, Poel, auf die Seevögel und hoffentlich auch wieder auf die Robben haben. Vor einigen Jahren haben sich nämlich Robben im Salzhaff angesiedelt.

Sobald es ein bisschen nach Sommer aussieht, überrennen die Touristen das sonst so verschlafene Fischerdörfchen Rerik. Und Bernd Steußloff schippert sie mit seinem Fahrgastschiff herum. Als Partydampfer chartern die Gäste den Kahn, für Badefahrten, auch als "Beobachtungsposten" während des Vogelflugs. Und sein Bruder Nils Steußloff setzt auch Fahrradtouristen von Rerik nach Gollwitz auf Poel über. Hundert Meter vor der Fischerbucht wirft er den Anker, öffnet die Bordpforte, lässt einen Steg schräg ins Wasser hinab gleiten. Mit ihrem Fahrrad auf der Schulter müssen die Gäste nun das letzte Stück zum Ufer durchs knietiefe Wasser waten.

Und mit der "Ostseebad Rerik" - dem größeren Ausflugsschiff der Reedereifamilie - dampft Steußloff einen ganzen Tag lang auch noch eine 40 köpfige Hochzeitsgesellschaft herum - inklusive Disko am Abend. Da liegt das Schiffchen aber fest vertäut am Steg in Rerik.

Autor/in
Anke Riedel
Cornelia Helms
Steffen Schneider
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Iris Berner