die nordstory - Herbst im Norden

Montag, 15. November 2021, 15:00 bis 16:00 Uhr

Niedersachsen: Kürbismeisterschaft

Landauf landab geben die Leute meist im Oktober den Kürbissen Gesichter. Auf dem Hof von Britta Bötel im niedersächsischen Börßum dagegen geht es um den Titel niedersächsischer Kürbismeister. Titelverteidiger und Herausforderer liefern sich einen harten Kampf. Mehrere Dutzend verschiedene Kürbissorten werden zur Meisterschaft präsentiert. Es bleibt spannend, welcher Kürbis mindestens 376 Kilogramm auf die Waage bringt.

Schleswig-Holstein: der Strandsegler von St. Peter-Ording

Jetzt wird's ungemütlich - ein Sturm zieht auf. © NDR
Jetzt wird's ungemütlich - ein Sturm zieht auf.

In St. Peter-Ording gehören die Strandsegler zum Bild wie Windsurfer, Kiter und Möwen. Sobald ein kräftiger Wind weht, brettern diese Boote mit Rädern über den feinen Sand, eine spektakuläre Angelegenheit und nichts für Ängstliche. Sven Kraja hat sich in Frankreich schon mal den Weltmeistertitel in der Klasse der Minijachten geholt. Und auch bei den deutschen Meisterschaften in St. Peter-Ording ist er dabei. Konkurrenz macht ihm seine Lebensgefährtin Gritta Steinhusen. Sie teilt nicht nur die Leidenschaft fürs Strandsegeln mit ihm. Wenn er werktags in seiner Segelmacherei arbeitet, erledigt sie für ihn die Buchführung.

 

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Luftbild von St. Peter Ording © Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording

Strand bis zum Horizont in St. Peter-Ording

Zwölf Kilometer Sandstrand, Dünen, Salzwiesen: Das Nordseebad ist so weitläufig, dass Urlauber dort reichlich Platz finden. mehr

Mecklenburg-Vorpommern: Fischzug auf der Müritz

Wenn die Sonne über den Boeker Fischteichen aufgeht, Nebelschwaden übers Wasser ziehen und die Kraniche rufen, dann ist es Herbst an der Müritz. Die Teichwirte an der Bolter Schleuse haben allerdings keinen Blick dafür. Auch den Seenfischern auf der Müritz entgeht dieses Naturschauspiel. Sie stehen kurz vor dem Saisonhöhepunkt des Jahres: den Müritz-Fischtagen, die seit 2019 allerdings nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form stattfinden. Die Tage vor dem großen Fischzug sind der pure Wahnsinn. Das Filmteam begleitet einen Teichwirt und einen Seenfischer in diesen entscheidenden Tagen und beim Finale Grande am Hafen von Waren.

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Ein Segelboot fährt bei Röbel auf der Müritz, am Ufer Bootshäuser. ©  imago/imagebroker

Die Müritz: Viel Wasser und ein Nationalpark

Klares Wasser und eine idyllische Landschaft mit Nationalpark: So präsentiert sich Deutschlands größter Binnensee. mehr

Hamburg: Hirschbrunft

Im Zwielicht der Dämmerung geht es los: Dröhnende Brunftschreie der Hirsche zerreißen ab Mitte September die abendliche Stille in Hamburgs zweitgrößtem Naturschutzgebiet, dem Duvenstedter Brook. Die Rothirsche beginnen mit ihren Geweihkämpfen. Jedes dieser imposanten Tiere möchte möglichst viele der weiblichen Alttiere begatten. Der Platzhirsch muss drei Wochen lang sein Revier vor Nebenbuhlern verteidigen. Ein Kampf, der manchmal tödlich für ihn endet. Fast jedes Jahr findet Förster Jan Malskat einen verletzten oder toten Rothirsch in seinem Forstgebiet. Die Geweihe, die bis zu 15 Kilogramm Gewicht auf die Waage bringen können, hebt er auf.

Der Förster, der die Brunftzeit im Duvenstedter Brook schon seit vielen Jahren miterlebt, muss in dieser Zeit besonders wachsam sein. Sogar aus Belgien und der Schweiz kommen Menschen angereist, um hier die Hirsche bei der Brunft zu beobachten. Andere wie der Biologe Gernot Maaß nehmen sich sogar Urlaub, um jeden Tag im Duvenstedter Brook auf der Lauer zu liegen. Das hier sei noch ein wenig Wildnis, erklärt er. Der Biologe kennt jeden der Rothirsche, die im Duvenstedter Brook leben, beim Namen.

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Ein röhrender Hirsch. © NDR Foto: Detlef Meier aus Ducherow

Rothirsch: König der norddeutschen Wälder

Rothirsche gehören zu den größten heimischen Wildtieren. Zur Brunftzeit im Herbst lassen sie sich gut beobachten. mehr

Doch die Tiere sind hochsensibel. Wenn sich die Besucher nicht an die Regeln halten und die frei gegebenen Wege verlassen, kann es sein, dass sich das Rotwild wochenlang versteckt. Jan Malskat fährt daher mehrmals täglich durch den Duvenstedter Brook. Wer sich nicht an seine Regeln hält, bekommt eine Anzeige. Hunde sind in diesem Gebiet in dieser Zeit strengstens verboten.

Das Ehepaar Schwesig würde am liebsten auch das Fahrradfahren im Duvenstedter Brook verbieten lassen, weil die schnellen Bewegungen der Menschen die Tiere erschrecken. Es beobachtet schon seit Jahrzehnte die Brunft im Duvenstedter Brook. Wenn die Hirsche und ihr Rudel sich im Dämmerlicht langsam auf die Wiesen wagen, vielleicht sogar bei Vollmond, ist das betagte Ehepaar immer noch verzückt davon. Es gebe nichts Schöneres, sagen sie, ein einzigartiges Naturschauspiel am Rande einer Millionenstadt.

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Eine Frau sitzt im Hamburger Park Planten un Blomen auf einem Holzsessel und liest. © dpa picture-alliance Foto: Ulrich Perrey

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Produktionsleiter/in
Georg Kuban
Redaktion
Katrin Glenz