die nordstory - Alte Schätze neu entdeckt

Mittwoch, 20. März 2019, 14:15 bis 15:15 Uhr

Eingangstor des Schloßes.

3,45 bei 22 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Der Wendland-Spezialist

Sie kommt aus dem Nichts - ein Koloss - knapp 600 Meter lang im Nirgendwo. Für den Architekten Ralf Pohlmann ist die Dömitzer Eisenbahnbrücke ein Herzensprojekt, die Erfüllung eines Kindheitstraums. 1945 zerstört, soll der Architekt das denkmalgeschützte Objekt nun in eine Art Skywalk umwandeln. Alles gesteuert aus seinem Büro in Waddeweitz mitten im Wendland.

Auf der Suche nach Geschichten

Denkmäler sind Ralf Pohlmanns Spezialgebiet: Aus einem heruntergekommenen Haus in einem Rundlingsdorf soll er ein Heim für eine kleine Familie schaffen. Einen alten Kornspeicher aufpolieren. Immer im Rücken - die Zeit. Denn viele seiner Objekte liegen im Naturschutzgebiet und das bestimmt wann gearbeitet werden darf und wann nicht. Die nordstory zeigt, wie der Architekt seine Denkmalprojekte angeht und was seinen Arbeitsplatz - das Wendland - für ihn so besonders macht.

Ratgeber Reise

Die runden Dörfer des Wendlands

Alle Häuser weisen zu einem zentralen Platz: Bei einem Ausflug ins Wendland können Besucher eine einzigartige Siedlungsform entdecken, die sogenannten Rundlingsdörfer. mehr

Das Lübecker Krönchen

Mit einem großen weißen Farbtopf steigt Annett Ganswindt auf die Leiter. Heute muss sie die alte Stuckdecke im Gang des Hotels neu streichen. Zeitgleich sucht Ehemann Peter im Hof nach den richtigen Schrauben für das neue Hotelschild. Und auch der alte Heizkessel muss raus. Allein die Suche nach dem originalen Farbton der Fassade des Anwesens im 18. Jahrhundert beschäftigt die neuen Besitzer wochenlang. Die Auflagen von Denkmalschutz und Bauamt sind komplex. 2014 kaufen Annett und Peter Ganswindt das prächtige Anwesen unweit der Lübecker Altstadt.

1756 lässt sich Hieronymus Küsel, Erbe eines Jahrhundertvermögens und reichster Bürger der Stadt, eine Sommerresidenz bauen. Als er nach unvorsichtigen Geschäften völlig verarmt, wechselt das Schlösschen in den folgenden 260 Jahren oft den Besitzer. Die nordstory zeigt, wie die Neuen in ihrem kleinen Hotel mit zwölf Zimmern, arbeiten und leben und sich für den Erhalt dieses Lübecker Schmuckstücks einsetzen.

Ratgeber Reise

In Lübeck trifft Mittelalter auf Moderne

Gotische Kirchen, enge Gassen, moderne Museen: Lübeck trumpft mit einem riesigen Kulturangebot auf. Dieses Jahr feiert die UNESCO-Welterbestadt ihr 875. Jubiläum. mehr

Hamburgs verwunschene Insel

Sie erscheint wie eine märchenhafte Wunderwelt, kaum einen Steinwurf von Hamburgs Zentrum entfernt: die Elbinsel Kaltehofe mit der Wasserkunst. Eine alte Villa aus der Gründerzeit mit einem Museum, darum herum Wasserbecken mit jeweils zwei backsteinernen Schieberhäuschen. Die Becken schilfüberwachsen, ein Vogelparadies. Dieser Ort beweist Hamburgs Fortschrittlichkeit und zeugt gleichzeitig von seiner kleinlichen Kaufmannshaltung: Denn der Senat bewilligte den Bau der Trinkwasser-Filter-Anlage von Kaltehofe erst ein Jahr, nachdem die Cholera ausgebrochen war. Erst aus der Notsituation heraus aus setzte der Senat um, was lange Jahre Planung bleiben musste, weil der kostspielige Ausbau des Rathauses der Stadt wichtiger war als hygienische Vorsorge.

Von 1893 bis 1990 hat Kaltehofe die Hansestadt mit sauberem Trinkwasser versorgt, aus 22 Becken erhielten die Hamburger gefiltertes Nass. Seit 2011 vereint die Anlage Industriedenkmal und Naturschutz miteinander und ist zu einem Ausflugsziel geworden, das selbst unter Hamburgern noch als Geheimtipp gilt.

Ratgeber Reise

Zur Wasserkunst auf die Elbinsel

Mitten in Hamburg liegt eine außergewöhnliche Insel. Kaltehofe diente fast 100 Jahre der Wasserversorgung, heute laden ein Naturpark und ein Museum auf Entdeckungstour ein. mehr

Güstrower Giebelhaus

Das Haus in der Gleviner Straße 1 in Güstrow gehört seit Jahrhunderten zu den ersten Häusern am Platze. Seit einem guten Jahr wird es saniert, Bauträger und Eigentümer ist die Schweriner Schelfbauhütte. Spezialisten für jahrhundertealte Häuser und ökologische Sanierung. Viele Schätze sind im so genannten Güstrower Giebelhaus freigelegt worden. Unter anderem Leinwände aus der Zeit der Renaissance, die als Tapeten dienten. Außerdem wertvolle Balken- und Deckenmalereien.

Wer sein Haus so ausstatten konnte, so der Schweriner Bauforscher Tilo Schöfbeck, war sehr wohlhabend. Es ist, als habe jemand die Wände mit Hundertmarkscheinen tapezieren lassen, um seinen Reichtum auszustellen. Schöfbeck begibt sich mit uns auf die Suche nach der Geschichte des Hauses. Natürlich im markanten Giebelhaus selbst, aber auch im Stadtarchiv, mit Chronisten von Güstrow sowie mit Hilfe von Restauratoren und dem Architekten Ulrich Bunnemann, dem Chef der Schelfbauhütte. Schöfbeck erfährt, dass Russlands Zar Peter der Erste und August der Starke hier logierten und während des Nordischen Krieges 1712 verhandelten.

Aufgeschrieben hat dies ein damaliger Glasermeister, der auch Kämmerer war. Wir begleiten den Baufortschritt in der Gleviner Straße 1, sind mit dem Schweriner Landesamt für Denkmalpflege unterwegs, begutachten die alten Funde und schauen, ob das Haus wirklich planmäßig übergeben werden kann.

Ratgeber Reise

Kunst und Kultur in Güstrow erleben

Ob Barlachstadt oder Residenzstadt - Güstrow steht für bekannte Künstler und Herrscher. Höhepunkte der sehenswerten Altstadt sind das Renaissance-Schloss und das Rathaus. mehr

Autor/in
Martina Gawaz
Produktionsleiter/in
Angela Hennemann
Redaktion
Katrin Glenz